Ohne Müll und ohne Bargeld: Kaffeebecher der Zukunft im „Lenz Café&Deli“


Käffchen gefällig? Im „Lenz Café&Deli“ jetzt bargeldlos und umweltfreundlich

Im Wipperfürther „Lenz Café&Deli“ gibt es jetzt einen neuen Kaffeebecher, aus dem man nicht nur trinken, sondern mit dem man auch bezahlen kann: Eine kleiner Chip macht es möglich. Zudem will das Café künftig seinen Beitrag dazu leisten, die Unmengen an Müll, die tagtäglich durch Coffee-to-go-Becher entstehen, zu reduzieren.

Kaffee ist ein absolutes Volksgetränk – die Deutschen trinken durchschnittlich 150 Liter pro Kopf und Jahr, in anderen Ländern ist der Kaffeekonsum teils noch deutlich höher. Diese Entwicklung hat hierzulande mit dem Beginn der Industrialisierung begonnen, in den 90er Jahren schwappte der Coffee-to-go-Trend aus den USA herüber. Mittlerweile ist der Kaffee auf die Hand nicht nur zum Ausdruck urbanen Lifestyles geworden, den es an jeder Ecke gibt, sondern auch ein echtes Umweltproblem: Rund 2,8 Milliarden Pappbecher landen fundierten Schätzungen zufolge alleine in Deutschland jährlich im Müll, 7,6 Millionen am Tag oder 320.000 pro Stunde. Das alles wohlgemerkt, obwohl es Mehrweg-Alternativen gibt und viele Menschen schon alleine aus Geschmacksgründen Porzellan bevorzugen und auf Pappbecher verzichten.

Die Wipperfürther Agentur „cyber-Wear“ hat eine Lösung dieser Problematik in ihrem Portfolio und testet sie derzeit im „Lenz Café&Deli“ im Alten Bahnhof Wipperfürth: Ein Coffee-to-go-Cup aus Porzellan, der mit einem RFID-Chip (Radio Frequency Identification / „Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen“) ausgestattet ist. Der innovative Becher ist ressourcenschonend, weil er unbegrenzt wiederverwendbar ist, und ermöglicht bargeldloses Zahlen. Diese Vorzüge lagen auch für Christoph Lenz, dem Betreiber des kleinen Cafés im Alten Bahnhof Wipperfürth, sofort auf der Hand. Neben einem reichhaltigen Frühstücksangebot, hausgemachten Suppen und Eintöpfen sowie selbstgebackenen Kuchen liegt in dem Café das Augenmerk auf richtig guten Kaffeespezialitäten. Damit soll sich auch der Gast auf dem Arbeitsweg verwöhnen können. Im Café befindet sich der formschöne Kaffeebecher gerade in der Testphase und löst bislang durch die Bank begeisterte Reaktionen bei den Kunden aus.

Verkaufspreis im Porzellanbecher ist gegenüber dem regulären Preis günstiger

Das Guthaben wird beim Becherkauf im Café aufgeladen, beim Bezahlen ist später also kein Bargeld mehr vonnöten, der Preis für den Kaffee wird einfach vom Chip abgebucht. Dadurch eignet sich der Becher samt Prepaid-Betrag auch als Geschenk für Kaffeeliebhaber, von dem der Beschenkte tage-, wochen- oder monatelang etwas hat. Selbstverständlich können beliebig oft neue Beträge aufgeladen werden. Das ist aber noch nicht alles – jeder Bechereinsatz wird auch vom Lenz Café&Deli honoriert: Der Verkaufspreis für jedes Heißgetränk ist gegenüber dem regulären Preis günstiger. Die Kaffeetasse der Zukunft kostet 9,90 Euro inkl. einer Gratisfüllung, kann sich also sehr schnell rechnen. Den besseren Geschmack aus einem Porzellangefäß gibt es zu dem guten Gefühl, die Umwelt nicht über Gebühr belastet zu haben, noch dazu.

RFID ist eine Technologie für Sender-Empfänger-Systeme, sie macht das automatische und berührungslose Identifizieren und Lokalisieren von Objekten über Radiowellen möglich. Der Code auf dem Transponder des Kaffeebechers kann an einem Lesegerät beim Gastronomen ausgelesen werden. Jedweder Papiereinsatz – ob Pappbecher, Geldscheine und Stempel-Karten – wird damit überflüssig. Trendsetter aus Wipperfürth und Umgebung und alle, die Lust auf guten Geschmack mit gutem Gewissen haben, sollten sich ihr Exemplar deshalb schnellstmöglichst sichern. Schließlich kann jeder Tag und jeder Cafébesuch früher bereits einen gesparten Pappbecher bedeuten. Und für ortsansässige Kaffeeliebhaber gibt es – ob mit oder ohne Prepaid-Guthaben – kaum ein ausgefalleneres und zugleich persönliches Geschenk.

>> Impressionen und weitere Informationen unter www.lenzcafedeli.de.

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„Fahrt nach Hückeswagen zum Einkaufen!“


Großbaustelle: Die Bauarbeiten in der Unteren Straße schreiten voran

Man könnte glatt meinen, dass sich einige Wipperfürther sehnlichst den Tod ihrer Innenstadt herbeiwünschen. Dieser Eindruck entsteht zumindest, schaut man sich zahlreiche Beiträge der letzten Tage in diversen Facebook-Gruppen an. Ein Kommentar zum Gebaren der Wipperfürther Wutbürger, die sich selbst als „Kritiker“ bezeichnen.

Auf Facebook geht es oft hoch her – egal, zu welchem Thema. Im Schutze einer vermeintlichen Anonymität des Internets kann jeder, der sich dies von Angesicht zu Angesicht im Leben niemals trauen würde, mal so richtig vom Leder ziehen und seinen Emotionen freien Lauf lassen. In letzter Zeit sind es immer häufiger die oft zitierten „Wutbürger“, die ihren Überschuss an Tagesfreizeit dazu nutzen, in den sozialen Netzwerken wahlweise gegen „linksversiffte Gutmenschen“, die „etablierten Altparteien“ oder einfach gegen alles einzutreten, was in ihren Augen als „Skandal“, „Eklat“ oder „Produkt des verbrauchten Systems“ zu werten ist.

In den Facebook-Gruppen „Du weisst du bist Wipperfürther wenn…“ und „WippTalk“ geht es meist noch verhältnismäßig gesittet zu. Und doch ufern auch dort zahlreiche „Diskussionen“, die oft nur noch sehr rudimentär als solche bezeichnet werden können, in stumpfe Beleidigungen, unbewiesene Behauptungen und vorsätzliche Falschaussagen aus. Im Fokus steht dabei die Großbaustelle in der Wipperfürther Innenstadt. Wie kaum ein anderes Thema erhitzt das „Integrierte Handlungskonzept“ (InHK) und dessen Umsetzung die Gemüter. Vor allem der Einzelhandel klagt über erhebliche Probleme seit Beginn der Arbeiten, sorgt sich über die ausbleibende Kundschaft und prangert das Baustellenmanagement seitens der Verwaltung an.

Das wohlige Gefühl in der Magengegend, etwas „Gutes“ getan zu haben

Während überzeugte Lokalpatrioten gerade in derartig schwierigen Zeiten den örtlichen Einzelhandel und damit „ihre“ Stadt so gut es eben geht unterstützen würden, zeigt sich in den Wipperfürther Facebook-Gruppen ein gänzlich anderes Bild: Die Postings werden im Wesentlichen bestimmt von Beschwerden. Gründe dafür gibt es offenbar genug. Ob gesperrte Straßen, für Veranstaltungen gesperrte Parkplätze, zu viele leere Parkplätze, zu wenig Parkplätze, kostenloses Parken für Elektroautos, in Kauf zu nehmende Umwege, die Bauarbeiter, die Verwaltung, der Rat, der Bürgermeister: Das Repertoire der Unzufriedenen ist groß und die Liste ließe sich ewig fortführen. Hauptsache, man kann sich beschweren und genießt anschließend das wohlige Gefühl im Bereich der Magengegend, etwas „Gutes“ getan zu haben.

Denn tatsächlich wähnen sich selbsternannte „Kritiker“ mit sinnfreien Aufforderungen wie „Fahrt nach Hückeswagen zum Einkaufen!“ in dem geradezu törichten Glauben, sie würden der Stadt und ihrem Einzelhandel durch eine permanente Berieselung der Wipperfürther Facebook-Gemeinde mit vermeintlich skandalösen Aufdeckungen rund um die Durchführung der Bauarbeiten einen Gefallen tun. In der Realität erweisen sie ihrer Heimatstadt jedoch einen regelrechten Bärendienst. Schon längst haben die Bewohner der Nachbarkommunen und damit eine hohe Zahl an potentiellen Kunden des Wipperfürther Einzelhandels mitbekommen, dass sich das Einkaufen in der Hansestadt angeblich nicht mehr lohnt. Wer ständig liest und hört, dass das Parken in Wipperfürth nicht mehr möglich sei, man ständig im Stau stehe und zahllose Umwege nehmen müsse, kauft eben früher oder später nur noch im Heimatort oder anderswo.

Wer Widerworte gibt, ist „dumm“ oder ein „Systemschaf“

Wagt es mal jemand, den Sinn der systematischen und fast schon propagandistisch anmutenden Beschwerden durch die vermeintlichen „Kritiker“ in Frage zu stellen, wird man beleidigt, für „dumm“ oder zum „Systemschaf“ erklärt. Widerworte sind nicht gewollt. Wer anderer Meinung ist, hat es „nicht geschnallt“. So sind sachliche und zielorientierte Diskussionen in den Wipperfürther Facebook-Gruppen zum Thema InHK kaum noch möglich und deren Reichweite im hohen vierstelligen Bereich sorgt verlässlich dafür, dass auch die benachbarten Städte und Gemeinden mit der dort ansässigen Lokalpresse vom „Zank und Streit“ in Wipperfürth Wind bekommen.

Gerechtfertigte Kritik, die es im Rahmen der Umsetzung eines derartigen Großprojekts wie dem InHK immer gibt und zwangsläufig auch geben muss, direkt an die ausführende Baufirma oder an die Verwaltung heranzutragen, scheint für die Wipperfürther Facebook-Wutbürger also offenbar nicht gewinnbringend oder befriedigend zu sein. Bleibt nur die leise Hoffnung, dass die schweigende Mehrheit der Hansestädter den Scharfmachern während der restlichen Bauzeit kein Gehör mehr schenkt und man demnächst auch in unseren Nachbarkommunen wieder öfter vernehmen kann: Fahrt nach Wipperfürth zum Einkaufen!

LEADER: „Bergisches Wasserland“ wird in Millionenhöhe gefördert

3,1 Millionen Euro stehen dem „Bergischen Wasserland“ mit den Kommunen Burscheid, Kürten, Odenthal, Wermelskirchen, Hückeswagen, Marienheide, Radevormwald und Wipperfürth bis zum Jahr 2020 für innovative Projektideen zur Verfügung. Die Region hatte sich in einem Förderwettbewerb mit insgesamt 43 Teilnehmern durchgesetzt.

LEADER – abgekürzt für „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“ – zielt bereits seit einigen Jahrzehnten auf die Förderung ländlicher Räume innerhalb der Europäischen Union ab. Schon Anfang der 90er Jahre wurden strukturell benachteiligte und rural geprägte Regionen in zwei Förderperioden durch den „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) unterstützt. Seit der Fortführung des Programms mit „LEADER+“ ab der Jahrtausendwende und zwei weiteren Förderperioden bis zum Jahr 2020 dürfen sich zunehmend auch ländliche Räume in der Bundesrepublik über eine umfangreiche Förderung durch die EU freuen.

Das „Bergische Wasserland“ – so nennt sich das Zweckbündnis aus den rheinisch-bergischen Kommunen Burscheid, Kürten, Odenthal und Wermelskirchen sowie Hückeswagen, Marienheide, Radevormwald und Wipperfürth auf oberbergischer Seite – hat sich in einem NRW-weiten Wettbewerb mit 43 Teilnehmern für die Förderperiode von 2014 bis 2020 neben 28 ähnlichen Zusammenschlüssen durchgesetzt. Insgesamt stehen Fördermittel in Höhe von 75 Millionen Euro zur Verfügung, davon wird das „Bergische Wasserland“ 3,1 Millionen erhalten.

162 Projekte wurden für die Bewerbung eingereicht

Was aber nun anstellen mit dem Geldsegen? Nach dem LEADER-Ansatz sollen die Mittel insbesondere für die Stärkung und Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsplätzen, aber auch von Tourismus, Lebensqualität, Dorfleben, Kultur sowie für Projekte gegen den Klimawandel verwendet werden. Ein weites Themenfeld also, das viel Spielraum für innovative Projektideen bietet. So hatten Vereine, Organisationen, Kommunen und Einzelpersonen im Vorfeld der Bewerbung für die LEADER-Förderung insgesamt 162 Projekte eingereicht. Das Ganze unter dem Leitbild einer regionalen Entwicklungsstrategie, die vier Handlungsfelder beinhaltet.

Innerhalb des Handlungsfelds „Leben und Arbeiten“ wurden für Wipperfürth unter anderem eine Kooperation der Berufskollegs zur Sicherung und Stärkung der beruflichen Bildung in der Region, ein sogenannter „Bildungsstättenleuchtturm“ sowie das Pfadfinderbegegnungszentrum als mögliche zu fördernde Projekte formuliert. Im Hinblick auf „Naherholung und Tourismus“ sind auf Wipperfürther Stadtgebiet ein Ausbau der Themenwege, die Ergänzung um Aussichtspunkte und Rastplätze, ein „GastroRadweg“ sowie ein flexibles Rad-Leihsystem angedacht.

Einrichtung eines Fahrradbus-Verkehrs vom Rhein bis nach Oberberg?

Neben einzelnen, jeweils auf die Städte und Gemeinden des „Bergischen Wasserlands“ bezogenen Projektideen wurden auch zahlreiche kommunenübergreifende Vorschläge eingereicht. Unter anderem ist die Einrichtung eines Fahrradbus-Verkehrs vom Rhein bis nach Oberberg in Kooperation mit der OVAG geplant. Darüber hinaus stellen der Breitbandausbau, die Sicherstellung der ländlichen Nahversorgung, die Vernetzung der einzelnen Bürgerbusse, E-Mobilität sowie interkommunale Zusammenarbeit die großen Themen dar.

Nicht alle Projekte können gefördert werden, da die Mittel begrenzt sind. Insgesamt werden als LEADER-Region in der Regel zwischen 40 und 60 Projekten umgesetzt. Zwischen dem 21. Juli und 16. September diesen Jahres läuft die Projektaufrufphase, in der nochmal alle Projektideen eingereicht werden können. Ab dem 11. November werden dann die Anträge durch die Bezirksregierung geprüft und über die Zuwendung aus dem Fördertopf entschieden. Alle Projektträger können sich zuvor umfangreich durch das Regionalmanagement beraten lassen.

>> LEADER Bergisches Wasserland

Neustrukturierung des Kürtener Nahverkehrs: Auch Wipperfürth könnte profitieren


Demnächst als Schnellbus über Wipperfeld nach Bensberg oder Duckterath?

Im rheinisch-bergischen Kürten ist Mobilität zur Zeit das ganz große Thema. Neue Schnellbuslinien und Park-and-Ride-Plätze sind angedacht, um die zahlreichen Pendler aus der Gemeinde schneller in Richtung Gladbach und Köln zu bringen. Von den geplanten Änderungen im ÖPNV könnte letztlich auch Wipperfürth profitieren.

Glaubt man Dr. Reimar Molitor vom Verein „Region Köln/Bonn e.V.“, muss es jetzt schnell gehen: Explodierende Mietpreise und der immer stärker in Erscheinung tretende Wohnungsmangel in Köln ließen vor allem Familien in die umliegenden Kommunen flüchten, berichtete der Diplom-Geograph auf einer Veranstaltung in Kürten. Damit diese auch zukünftig in einer möglichst akzeptablen Zeit zu ihren Jobs in die Domstadt gelangen können, seien „mutige Schritte“ erforderlich. Der Stillstand auf den Straßen werde sich weiter verschärfen, Autofahrer würden zum Umstieg auf den ÖPNV gezwungen sein, „weil es keine andere Möglichkeit gibt“, so Molitor.

Für das Bergische bedeute dies zunächst einmal den Bau eines Park-and-Ride-Platzes in Kürten-Spitze sowie die Einrichtung von Schnellbuslinien. Diese könnten beispielsweise von Wipperfürth aus über Wipperfeld und Bechen nach Spitze und von dort aus weiter nach Bensberg zum KVB-Bahnhof der Linie 1 oder über Eikamp und Hebborn weiter zum S-Bahnhof Duckterath fahren. Langfristig könne die Trasse der Linie 1 von Bensberg aus weiter nach Spitze ausgebaut sowie ein zweites S-Bahn-Gleis zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach realisiert werden.

Von den geplanten Änderungen würde auch Wipperfürth in nicht unerheblichem Maße profitieren. Bei einer durchschnittlichen Fahrtdauer in die Kölner City von 82 Minuten mit der Buslinie 426 und S-Bahn-Linie 11 dürften sich bisher wohl nur wenige Wipperfürther Pendler überlegt haben, vom Auto auf den ÖPNV umzusteigen. Die Chancen für eine Umsetzung stehen nicht schlecht: Im Jahr 2019 läuft der Solidarbeitrag aus, damit werden Finanzmittel frei.

>> Region Köln/Bonn e.V.

DSL-Ausbau geht zügig voran


Neu errichtetes Multifunktionsgehäuse in der Gaulstraße

Der Breitbandausbau im ländlichen Raum war auch für Wipperfürth in den vergangenen Jahren immer wieder ein großes Thema. Nicht nur Anwohner klagten über langsames Internet, auch die ansässigen Unternehmen vermissten einen schnellen DSL-Anschluss. Nun allerdings scheint sich ein Ende der trägen Datenverbindungen abzuzeichnen.

Bereits in den Jahren 2010 bis 2012 wurden die Außenbereiche Kupferberg, Kreuzberg, Egen, Hämmern, Thier, Agathaberg und Dohrgaul mit Unterstützung der Hansestadt Wipperfürth durch die Telekom mit modernster VDSL-Technik ausgestattet. Nun nimmt der von der Telekom eigenfinanzierte Ausbau für weitere rund 6.000 Haushalte im Bereich der Wipperfürther Innenstadt neue Fahrt auf. Die dafür nötigen Bauarbeiten haben bereits begonnen.

Los ging es mit den Tiefbauarbeiten in der Innenstadt, auf dem Düsterohl sowie auf der Leye, Neye und Sanderhöhe, in Münte und im Tal der Wipper bis Ohl. Diese sollen laut Telekom bis Juni 2016 abgeschlossen sein. Die ersten DSL-Multifunktionsgehäuse wurden bereits errichtet. Spätestens im vierten Quartal diesen Jahres sollen dann die fertigen Anschlüsse mit Downloadraten bis zu 100 Mbit/s über die Provider buchbar sein.

Zusätzlich zu den aktuell laufenden Ausbauten hat die Wipperfürther Verwaltung im Februar einen Förderantrag für Beratungs- und Planungsleistungen nach der Richtlinie „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ gestellt. Mit einer Förderzusage könne nach Rücksprache mit den zuständigen Bundesministerium „kurzum gerechnet werden“, so die Verwaltung. Ziel ist es, die Versorgungslage im gesamten Stadtgebiet und in den Gewerbegebieten durch ein Fachplanungsbüro prüfen zu lassen und weitere Förderanträge zum Ausbau der verbleibenden unterversorgten Bereiche zu stellen.

4. Bergisches Career Dating zeigt Schulabgängern Karrierechancen auf

(lng) Am Donnerstag, den 10. September 2015 von 10 bis 16 Uhr findet bereits zum vierten Mal das Bergische Career Dating in der „Lang Academy“ in Lindlar statt. Noch eine Ausbildungsmesse? Ja, und zwar mit einigen Besonderheiten…

Knapp 40 engagierte marktführende Unternehmen sowie Institutionen aus der Region bieten interessierten und ambitionierten Schulabgängern Karrierechancen im Bergischen Land. Unter dem Motto „Startschuss Ausbildung“ erwartet die Schülerinnen und Schüler ein umfangreiches Angebot. Ausbildungschancen vor Ort erkunden, ausstellende Unternehmen face-to-face kennenlernen und sich vor allem frühzeitig einen von 400 attraktiven Ausbildungs- bzw. Studienplätzen aus über 80 spannenden Berufsbildern für 2016 sichern. Darüber hinaus bietet die Ausbildungsmesse den Besuchern eine vielfältige Auswahl an Workshops und Präsentationen.

Das Bergische Career Dating wird von Unternehmen für Unternehmen in Kooperation mit der Gemeinde Lindlar organisiert. Dazu gehören in diesem Jahr:

  • Aggerverband
  • Ahle Federn
  • Auto Schumacher
  • Autohaus Heitmeyer
  • BARLOG Gruppe
  • Bergischer Bote
  • Berufskolleg Wipperfürth
  • bib International Collage
  • Chr. Höver & Sohn
  • Finanzamt Wipperfürth
  • Gesundheits- und Bildungszentrum Oberberg
  • GIRA
  • GURA Fördertechnik
  • HEW-Kabel
  • IWK Waldbröl
  • Kienbaum
  • Kreissparkasse Köln
  • Kunststoff Initiative Oberberg
  • LANG
  • Licht + Elektrotechnik Schneider
  • Loco-Soft
  • Oberbergischer Kreis
  • OBI
  • ONI
  • Radium
  • Rheinisch-Bergischer Kreis
  • Schmidt + Clemens
  • SN Maschinenbau
  • Stadtwerke Remscheid
  • Volksbank Wipperfürth – Lindlar
  • VOSS
  • W. Albrecht
  • Zaquensis Personalservice

Deren Eigeninitiative wird von der IHK Köln, Agentur für Arbeit sowie der Kommunalen Koordinierungsstelle des Oberbergischen Kreises unterstützt. Abgerundet wird die Ausbildungsmesse durch ein professionelles Bewerbungsfoto-Shooting des Bergischen Boten und Workshops rund um das Thema Aus- und Weiterbildung.

>> Bergisches Career Dating auf Facebook

Perspektive Ausbildung: Das 3. Bergische Career Dating in Lindlar

Zum mittlerweile dritten Mal findet am Donnerstag, den 18. September, von 10 bis 16 Uhr in der Lindlarer Lang Academy das „Bergische Career Dating“ statt. Die Organisatoren der Ausbildungsmesse kündigen einige Besonderheiten im Vergleich zu ähnlichen Veranstaltungen an. Auch einige Unternehmen aus Wipperfürth sind dabei.

Knapp 30 marktführende Unternehmen aus der Region, die interessierten und ambitionierten Schulabgängern Karrierechancen im Bergischen Land bieten, werden sich und ihre Arbeit beim dritten „Bergischen Career Dating“ vorstellen. Die Schülerinnen und Schüler erwartet dabei ein umfangreiches Angebot. Unter dem Motto „Perspektive Ausbildung“ können Ausbildungschancen vor Ort erkundet und die ausstellenden Unternehmen „face-to-face“ kennengelernt werden. Vor allem bietet sich den Besuchern die einmalige Möglichkeit, sich bereits frühzeitig für 2015 einen von 200 Ausbildungs- bzw. Studienplätzen aus über 65 Berufsbildern zu sichern. Zudem versprechen die Veranstalter eine ganze Reihe von vielfältigen Workshops und Präsentationen.

Aus Wipperfürth sind in diesem Jahr dabei: Auto Schumacher, HEW-Kabel, Kreissparkasse Köln, Radium Lampenwerk, Volksbank Wipperfürth-Lindlar und Voss Automotive. Darüber hinaus stellen unter anderem die Barmer GEK, der Bergische Bote, der Aggerverband, Holz-Richter, die Kunststoffinitiative Oberberg sowie der Oberbergische und Rheinisch-Bergische Kreis ihre Ausbildungsangebote vor. Die Eigeninitiative der Aussteller wird von der IHK Oberberg und der Agentur für Arbeit unterstützt. Abgerundet wird das dritte „Bergische Career Dating“ durch ein professionelles Bewerbungsfoto-Shooting.

>> Facebook: Bergisches Career Dating

Drastisches Sparprogramm bei Osram: Stellenabbau auch bei Radium?

Fast 8000 Stellen will das kriselnde Leuchttechnik-Unternehmen Osram weltweit streichen. Von dem geplanten Stellenabbau könnte auch die Wipperfürther Firma Radium betroffen sein. Der Lampenhersteller aus der Hansestadt gehört zum Osram-Konzern.

Wie „Radio Berg“ berichtet, konnte ein Sprecher des Osram-Konzerns in München auf Anfrage nicht ausschließen, dass es auch am Standort Wipperfürth zu Stellenstreichungen kommt. Ein eventueller Stellenabbau solle sozialverträglich gestaltet werden. Allerdings können laut den Verantwortlichen auch Kündigungen nicht ausgeschlossen werden, heißt es.

Bereits in den letzten Jahren sind bei Radium in Wipperfürth rund 100 Stellen abgebaut worden. Deutschlandweit will der Osram-Konzern 1700 Jobs streichen. Davon betroffen sein sollen vor allem die Produktion traditioneller Leuchtmittel, der Vertrieb sowie die Verwaltung des Unternehmens. Auf diese Weise sollen die Kosten des Konzerns bis Ende 2017 um 260 Millionen Euro gesenkt werden. Bei Radium arbeiten zur Zeit noch rund 400 Beschäftigte.

Aus „Toom“ wird „Rewe-Center“

Den Toom-Markt in der Bahnstraße wird es wohl nicht mehr lange geben. Das Warenhaus, im Volksmund immer noch „Globus“ genannt, heißt demnach spätestens ab April „Rewe-Center“. Viel ändern wird sich dadurch aber wohl vorerst nicht.

Schon innerhalb der kommenden Wochen will der Rewe-Konzern, dem die Toom-Kette gehört, die Logos der deutschlandweit rund 50 Warenhäuser abmontieren. Wie die „Lebensmittelzeitung“ berichtet, sollen die Märkte aber nicht dicht gemacht werden. Viel mehr sei ein „umfassender Relaunch der Vertriebslinie“ geplant, heißt es aus der Kölner Rewe-Zentrale. Was das bedeuten könnte, zeigt die Befürchtung der Zeitschrift „Stern“, wonach man zukünftig erst Abendkleid oder Smoking anziehen müsse, um die neuen „Center“ überhaupt betreten zu dürfen.

Dass eine Frischzellenkur für die Warenhaus-Kette allerdings überfällig ist, war bislang mehr als offensichtlich. Laut „Supermarktblog“ waren die Toom-Kaufhäuser vor allem „ein Fenster in längst vergangene Zeiten: mit angestaubter Einrichtung, schmuddeligen Ecken, vollgestellten Gängen“. Dadurch, dass der Rewe-Konzern zunächst mit der Modernisierung seiner Penny-Filialen beschäftigt gewesen sei, blieben die SB-Warenhäuser auf der Strecke und fristeten ihr Schattendasein. So hat sich auch in Wipperfürth nach dem Markenwechsel von „Globus“ zu „Toom“ nicht viel geändert, sowohl was Ambiente als auch Sortiment angeht.

Für die Zukunft rechnet der „Supermarktblog“ damit, dass die Kunden der SB-Märkte „künftig in Läden stehen, die ähnlich trist aussehen wie vorher – bloß, dass sich Rewe nun selbst als Absender für die Häuser hergibt“. Die größte Herausforderung werde es sein, die „öden Verkaufshallen wieder auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen“. Wie das aussehen könnte, zeigt eine im November eröffnete Rewe-Center-Filiale im hessischen Egelsbach: Dort wurde ein „Erlebniseinkaufsland“ mit Landmarkt-Image, „Food Court“ und Themenwelten geschaffen.

2. Bergisches Azubi-Speeddating soll Schulabgängern Karrierechancen aufzeigen

Zum zweiten Mal kommen am 12. September Schüler, Schulabgänger und Unternehmen in Lindlar zusammen: Beim „Bergischen Azubi-Speeddating“ soll es vor allem darum gehen, Ausbildungschancen zu erkunden und Unternehmen aus dem Bergischen mit vielen verschiedenen Berufsbildern kennenzulernen.

Unter dem Motto „Perspektive Ausbildung“ wird den interessierten Schülern ein Überblick über ganz verschiedene marktführende Unternehmen im Bergischen Land geboten. Mit einem umfangreichen Angebot bietet die Ausbildungsmesse die Möglichkeit, sich für das kommende Jahr frühzeitig einen von 150 Ausbildungsplätzen aus über 40 unterschiedlichen Berufsbildern zu sichern. Dazu gibt es Seminare und Beratungsangebote zu den Themen „Passgenaue Vermittlung“ und „Duale Studiengänge“ sowie ein professionelles Shooting für Bewerbungsfotos.

Unterstützt von der IHK Oberberg und der Bundesagentur für Arbeit, wird das „Speeddating“ von Unternehmen für Unternehmen organisiert. An der Messe beteiligt sind auch die Wipperfürther Firmen Radium, Voss, HEW-Kabel, SN Maschinenbau sowie Auto Schumacher. Darüber hinaus gehören August Rüggeberg, Bergischer Bote, Chr. Höver + Sohn, Holz Richter, Kienbaum, Lang AG, Loco-Soft, Obi, Schmidt + Clemens und W. Albrecht zu den Ausstellern.

Das 2. Bergische Azubi-Speeddating findet am Donnerstag, 12. September, von 11 bis 16 Uhr in der „Lang Academy“, Schlosserstraße 6, Lindlar (Industriepark Klause) statt.