Offener Brief zur Situation beim TSV Hämmern

Der Streit beim TSV Hämmern artet zu einer Schlammschlacht aus. Nachdem der Vorstand die Footballer rauswarf und in der Folge immer wieder Kommunikationsprobleme im Verein auftraten, eskaliert die Auseinandersetzung nun erneut. Wir geben an dieser Stelle ungekürzt einen offenen Brief des TSV-Mitglieds Martin Graffenberger wieder.

Als Mitglied des TSV Hämmern habe ich es nicht leicht, Euch – den Vorstand – zu erreichen. E-Mails werden nicht beantwortet und offenbar findet sämtliche Kommunikation lediglich öffentlich statt. So musste ich aus der Zeitung erfahren, dass meine Abteilung geschlossen wurde. Auch das Datum der Jahreshauptversammlung wurde mir über die Presse gewahr.

Habe ich bis gestern Mittag noch gedacht, dass man dies auf der JHV am Dienstag klären kann, so erreichte mich abends der besorgte Anruf einer Mutter eines Jugendfußballers. Sie wurde vom Vorstand (also Euch) informiert, dass ihr Erscheinen am Dienstag wichtig ist, da die Footballer den Vorstand stürzen und die Fußballabteilung schließen wollen.

Genau in diesem Moment war mein Siedepunkt erreicht, denn wie schon mehrfach in der Presse, so verbreitet Ihr nun auch persönlich „Alternative Fakten“. Da Ihr aber nicht die USA regiert, sondern lediglich einem gemeinnützigen Verein in Deutschland vorsteht, frage ich mich, ob Ihr mit dem StGB vertraut seid. Hier zuerst der §186 – Üble Nachrede.

Ich nutze somit erneut das Auskunftsrecht als Mitglied und frage:

  • Womit belegt Ihr Eure Aussage, dass die Footballer keine Jugendarbeit fördern und die Mannschaften im Jugendfußball auflösen?
  • Wie belegt Ihr die in der Presse gemachten Äußerungen über schwere Verstöße der Abteilung
    (wirtschaftlich und persönlich, kann eine Abteilung überhaut persönlich verstoßen?)

Wenn Ihr dies nicht könnt, bin ich gerne bereit, Eure Straftat durch einen ebenfalls veröffentlichten Widerruf für mich als nichtig zu betrachten.

Ihr werft der Abteilung weiterhin vor, dass wir Beitrag schulden. Davon ab, dass eine Abteilung keine Beiträge schulden kann, stellt sich mir hier die Frage, warum Ihr die entsprechenden Mitglieder nicht mahnt. Obliegt es nicht dem Kassenwart, das Geld einzufordern?

Wo wir bei diesem Thema sind, so frage ich mich, welche Position ich nun im Verein einnehme. Da ihr die Abteilung Football geschlossen habt, fällt der abteilungsgebundene Beitrag weg. Dennoch wurde mein SEPA-Mandat gebraucht, um diesen einzuziehen. Auch hier bitte ich um Klärung, denn der Missbrauch dieser Befugnis und aller anderen Footballbeitragsmandate fällt wieder in den Bereich StGB. Diesmal §266 – Untreue.

Ich dachte bisher, dass die Geschäftsführer eines Handwerkbetriebs und einer Event-Firma etwas umsichtiger mit Vereinbarungen und dem Geld anderer Menschen umgehen.

Doch wo wir beim Geld sind, will ich da auch bleiben. Es verwundert mich, dass trotz des Einzugs sämtlicher Beiträge wichtige Rechnungen nicht bezahlt werden. Alarmierend hierbei ist, dass den Kassenprüfern vom Kassenwart gesagt wurde, dass weder die satzungsbedingt verpflichtende jährliche Prüfung stattfindet, noch auf der JHV ein Bericht über die Kasse erfolgen wird.

Wurden denn die Spiellizenzen für unsere C-, E- und F-Jugenden bezahlt? Hier frage ich schon alleine, da Ihr die Footballer nicht wollt und eine 1. Mannschaft dieses Jahr nicht existiert, ob dann der Platz überhaupt bespielt wird. Außerdem mache ich mir Gedanken, was aus dem Platz wird, wenn der TSV durch Eure strafbaren Handlungen und Versäumnisse nicht mehr im Spielbetrieb existiert. Was ist da mit der Pacht. Die Stadt hat hier nicht wenig Geld in den Platz investiert aber alleinig unter der Auflage den Pachtvertrag erhalten, dass wir – der TSV Hämmern – ihn nutzen.

Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der sich der Förderung des Sports verschrieben hat. In der mir bei Eintritt ausgehändigten Satzung existiert keine Möglichkeit des geschäftsführenden Vorstandes einzelne Abteilungen zu schließen. Ein Mitgliederaufnahmestopp ist nicht vorgesehen und widerspricht dem Zweck gemäß Satzung. Damit habt Ihr doppelt satzungswidrig gehandelt. Ihr proklamiert, dass Football den Rasen zu sehr belastet, habt aber einen Nutzungsvertrag angeboten, wenn die Abteilung aus dem Verein tritt, wie passt das zusammen? Auch hier handelt Ihr gegen das Interesse des TSV.

Ihr erhebt Vorwürfe und äußert Euch derart, dass jeder Leser annehmen muss, dass diese faktisch belegbar sind, auf Anfrage nach Belegen reagiert Ihr jedoch nicht. Eine Kassenprüfung wird ebenso abgewiesen, wie eine Auskunft über Mitgliedslisten.

Ich erwarte den satzungsgemäß erforderlichen Bericht des Vorstandes, besonders des Kassenwartes. Da diverse Rechnungen nicht bezahlt wurden, satzungswidrig SEPA-Mandate missbraucht wurden und eine Kassenprüfung verweigert wird, muss ich sonst zum Schutze des Vereins davon ausgehen, dass Ihr als Vorstand bewusste Insolvenzverschleppung betreibt. Hierzu sei Euch §42 BGB ans Herz gelegt.

Des Weiteren erwarte ich, dass ich am Ende der JHV weiß, welcher Art meine Mitgliedschaft ist und dass eventuell erschlichene Beiträge entsprechend erstattet werden.

Abschließend bleibt mir nur noch übrig, Eure Motive zu erfragen. Das ganze Hin und Her fing an, als bei der letzten JHV Christian Fröhlich als Gegenkandidat zu Dir, Stefan Eckel aufgestellt wurde. Bei rund 30 anwesenden, stimmberechtigten Footballern und ca. 15 stimmberechtigten Fußballern und Skatspielern wurdest Du mit einer Stimme Vorsprung wiedergewählt. Seitdem ist Eure Stimmung verschnupft, aber warum? Weil wir Euch beim Wort genommen haben und die Satzung beherzigten? Monatelang habt Ihr doch immer wieder gesagt: Ja, Ihr seid die größte Fraktion bei uns, Ihr müsst auch in den Vorstand. Wenn doch der geschäftsführende Vorstand alleinentscheidend ist und der erweiterte Vorstand keinerlei Aussagekraft hat, welchen Vorstand habt Ihr denn gemeint? Ich habe Martin Weiss sogar noch gefragt und er hat mir bestätigt, dass der geschäftsführende Vorstand gemeint ist.

Ich hoffe bis spätestens Dienstag auf entsprechende Informationen.

Euer Mitglied

Martin Graffenberger

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Zum elften Mal: Wipperfürther Stadtmeister 2017 im Schwimmen stehen fest


Gut gefüllt war das Walter-Leo-Schmitz-Bad am vergangenen Samstag

(dlrg) Am vergangenen Samstag war es wieder soweit: Zum elften Mal fanden die Stadtmeisterschaften im Schwimmen im Walter-Leo-Schmitz-Bad statt. Die DLRG konnte zu den Wettkämpfen eine hohe Zahl an Schwimmerinnen und Schwimmern begrüßen.

Auch zahlreiche Fans fanden den Weg ins Schwimmbad. Die Sportler mussten in Abhängigkeit von ihrem Alter jeweils ein oder zwei Disziplinen absolvieren. Nach insgesamt 34 spannenden Läufen standen die neuen Stadtmeister fest:

  • AK 8 m: Felix Eicker, KGS St. Nikolaus
  • AK 8 w: Eva Volkenrath, KGS St. Antonius
  • AK 9 m: Jonas Voswinkel, KGS St. Nikolaus
  • AK 9 w: Jona Schwamborn, KGS St. Antonius
  • AK 10 m: Adrian Flossbach, KGS St. Antonius
  • AK 10 w: Charlotte Heckersbruch, TV Wipperfürth
  • AK 11/12 m: Tetje Fröhlich
  • AK 11/12 w: Sonja Saeger, EVB Gymnasium
  • AK 13/14 m: Johann Thiele, TV Wipperfürth
  • AK 13/14 w: Henriette Tschernich, DLRG Marienheide
  • AK 15/16 m: Jakob Tschernich, DLRG Marienheide
  • AK 15/16 w: Johanna Schreiber, DLRG OG Kürten
  • AK 17/18 m: Fabian Thumm, DLRG Brühl
  • AK 17/18 w: Alexandra Retzlaw, DLRG Marienheide
  • AK offen m: Frederic Stock, DLRG Brühl
  • AK offen w: Elke Berges, DLRG Marienheide

Neben den Einzelwettbewerben ermittelten auch zahlreiche Staffeln ihre Stadtmeister. An den Staffelwettkämpfen nahmen die KGS St. Nikolaus, die KGS St. Antonius, die Hermann-Voss-Realschule, das Team Bürgerbad Hückeswagen, der TV Wipperfürth, die DLRG Marienheide und die DLRG Wipperfürth teil. Der vom Stadtsportverband gestiftete Preis für den teilnehmerstärksten Verein ging auch dieses Jahr wieder an den TV Wipperfürth unter der Leitung von Thomas Kratzke. Den Titel der teilnehmerstärksten Schule konnte die St. Antonius Grundschule mit 30 Einzelstartern und 7 Staffeln verteidigen. Damit sicherten sich die KGS St. Antonius und der TV Wipperfürth wiederholt die Pokale und das damit verbundene Preisgeld.

Insgesamt freute sich die DLRG über 91 Einzelschwimmer und 18 Staffeln, die aus jeweils 4 Schwimmern bestehen. Die Teilnehmerzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr nur leicht gefallen. Ein besonderer Dank gilt den Lehrern und Trainern, die ihre Schützlinge so zahlreich an den Start brachten. Für die Zukunft dürfen gerne noch mehr Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Veranstaltung durch ihre Teilnahme weiter aufwerten. Die Ergebnislisten können auf der Webseite der DLRG eingesehen werden. Außerdem können sich interessierte Schwimmer und Nichtschwimmer dort über weitere Angebote der DLRG-Ortsgruppe Wipperfürth informieren.

Dieses Jahr wird auch wieder ein 24-Stunden-Schwimmen im Rahmen der Wipperfürther 800-Jahr-Feier veranstaltet. Das Event findet vom 24. Juni ab 10 Uhr bis 25. Juni um 10 Uhr im Walter-Leo-Schmitz-Bad statt. Jeder Schwimmer, der mindestens eine Bahn schwimmen kann, ist herzlich eingeladen und erhält dafür mindestens eine Urkunde.

>> DLRG Wipperfürth