Petition will „Fuchsmassaker“ in Hückeswagen und Wipperfürth verhindern


Bislang unterstützen mehr als 4.000 Personen die Petition

Eine Petition richtet sich zur Zeit gegen die vom 7. bis 14. Januar geplante Winterfuchsjagd durch den Hegering in den Stadtgebieten von Hückeswagen und Wipperfürth. Die mehr als 4.000 Unterstützer der Petition sehen keinerlei Gründe für die alljährliche Bejagung mehr. Wir geben an dieser Stelle einen Auszug aus dem Petitionstext wieder.

In Hückeswagen und Wipperfürth werden vom 07. bis 14.01.2017 wieder Füchse abgeschossen, berichtet der Remscheider General Anzeiger Ende 2016 in seinem Lokalteil Hueckeswagen. Eine Begründung für die „Winterfuchsjagd“ wird von Hegeringleiter Johannes Meier-Frankenfeld nicht genannt.

Dieses Vorhaben wird unter anderem auch vom Vorstand des Tierschutzverein Wipperfürth kritisiert. Diese Fuchsjagd würde nicht nur für die Füchse sondern für alle Wildtiere einen enormen Stress bedeuten. Dabei ist das Hauptargument. die Tollwut nahezu ausgerottet und eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm zählt zu den seltensten Parasitosen in Europa.“

Immer wieder wird seitens der Jäger auch gerne das Argument, dass sich Menschen durch den Verzehr von im Wald gepflückten Beeren mit dem Fuchsbandwurm anstecken könnten, angeführt. Dabei ist von keinem Fuchsbandwurm-Patienten bekannt, dass er oder sie sich durch Waldbeeren angesteckt hätte, so Professor Klaus Brehm, Biologe am Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg.

Auch die immer wieder genannte Rechtfertigung der Ausrottung von Niederwild durch den Fuchs ist in keinster Weise belegt.

Laut „Wildtierschutz Deutschland e.V.“ ist die Jagd sogar kontraproduktiv: Je stärker Füchse bejagt werden, desto mehr Nachwuchs gibt es – eine wie auch immer geartete „Regulation“ von Fuchsbeständen ist weder nötig, noch ist sie mit jagdlichen Mitteln überhaupt möglich.“

Die massenhafte Tötung von Füchsen in den 60er und 70er Jahren zur Bekämpfung der Tollwut, hatte ebenfalls keinen Erfolg. Nur der Einsatz von Impfködern konnte hier Abhilfe schaffen.

Mit dem Parasitenexperten Thomas Romig von der Universität Hohenheim belegt ein weiterer Wissenschafter, dass die Jagd keinen Einfluss auf die Häufigkeit des Fuchsbandwurmes hat. Das immer wieder gerne von den Jägern angeführte Argument für die Notwendigkeit der Fuchsjagd wird dadurch ein weiteres Mal widerlegt. Die Fuchsjagd ist und bleibt damit eine reine „Lustjagd“, der jährlich knapp 500.000 Fuechse zum Opfer fallen. Viele der Tiere werden nur angeschossen und verkriechen sich im Unterholz, wo sie dann elendig zu Grunde gehen.

Auch die Baujagd, bei der die Tiere unter Todesangst gewaltsam aus ihrem Bau getrieben werden, wird immer noch als beliebte Jagdmethode angewandt. Selbst vor dem brutalen Töten von Fuchswelpen wird nicht halt gemacht!

Die luxemburgische Regierung teilte mit, dass es seit dem Jagdverbot auf Füchse allen Unkenrufen zum Trotz, zu keinen nennenswerten Problemen gekommen ist. Auch im Nationalpark Eifel, in dem seit über 10 Jahren keine Füchse mehr bejagt werden, gibt es keine Hinweise auf eine Überpopulation von Füchsen oder Hinweise auf eine Bestandsgefährdung von Bodenbrütern.

Eine Petition des Tierschutzverein Kall und Umgebung e.V. hat vor zwei Jahren für Aufsehen gesorgt, da unglaublich eindrucksvoll zu erkennen war welche Macht wir als Gegner der Fuchsjagd haben. Ein geplantes Fuchsmassaker in Euskirchen wurde durch das grandiose Engagement der Tierschützer und knapp 21.700 Unterschriften abgesagt!!!!

Das geplante massenhafte Töten von Füchsen in Hückeswagen und Wipperfürth ist aus oben genannten Gründen völlig sinnlos und muss dringend verhindert werden.

Füchse gehören zu unserem Ökosystem dazu und sind keine Schädlinge sondern nützliche Mäusevertilger und Gesundheitspolizisten in unserer Natur !!

Zahlreiche Jäger in unserer Region dürften dies freilich anders sehen. Noch im vergangenen Jahr erläuterte Hegeringleiter Johannes Meier-Frankenfeld gegenüber der Rheinischen Post, dass der Fuchs auch weiterhin stark bejagt werden müsse. Er sei durch die Fuchsräude und den Fuchsbandwurm stark gefährdet und könne andere Waldbewohner oder auch Spaziergänger anstecken. Bei der Winterfuchsjagd im vergangenen Jahr wurden insgesamt 19 Füchse erlegt, dabei konnten laut Meier-Frankenfeld „keine krankhaften Auffälligkeiten festgestellt“ werden.

>> Petition: Stoppt das Fuchsmassaker in Hückeswagen und Wipperfürth

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