Oberbergische Bundestagsabgeordnete stellt Strafanzeige gegen Björn Höcke


Online-Strafanzeige gegen Björn Höcke (AfD) wegen Volksverhetzung

Die oberbergische Bundestagsabgeordnete Michaela Engelmeier (SPD) kündigte am gestrigen Abend an, den AfD-Funktionär Björn Höcke nach seiner umstrittenen Rede am Dienstag in Dresden wegen Volksverhetzung anzuzeigen.

Die 56-jährige SPD-Politikerin erklärte am Mittwochabend auf ihrer Facebook-Seite, dass sie sich dazu entschlossen habe, gegen Höcke Strafanzeige zu stellen. „Immer nur reden und empört aufschreien hilft nicht viel. Volksverhetzung ist ein schwerwiegender Strafbestand!“, so Engelmeier. Damit steht die Oberbergerin nicht allein da: Auch die Linken-Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch kündigten am Mittwoch an, Anzeige gegen den AfD-Vertreter zu erstatten. Zudem fordern die Bundestagsabgeordneten Eva Högl (SPD) und Özcan Mutlu (Grüne), die Thüringer Landtagsabgeordnete Katharina König (Linke) und Anwalt Mehmet Daimagüler, der die Angehörigen eines NSU-Opfer im Prozess gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe vertritt, ein Disziplinarverfahren gegen den verbeamteten Geschichtslehrer.

Björn Höcke hatte bei einer Rede am Dienstag im Dresdner Brauhaus Watzke zum Berliner Holocaust-Mahnmal gesagt, dass „wir Deutschen“ das einzige Volk seien, „das sich ein Denkmal der Schande ins Herz der eigenen Hauptstadt gepflanzt hat“. Der deutsche Gemütszustand sei der „eines brutal besiegten Volkes“. Zu seinen politischen Zielen stellte Höcke zudem fest: „Ich zeige euch den langen entbehrungsreichen Weg zum absoluten Sieg! Denn die AfD braucht den absoluten Sieg!“. Seine Anhänger forderte er dazu auf, sich „im Dienst am Vaterland“ zu „verzehren“. „Ich möchte euch als neue Preußen!“, so der 44-Jährige in seiner Rede.

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Hochstraße: Geldbörse aus Geschäft geklaut

Ein bislang unbekannter Täter entwendete am Mittwochnachmittag in einem Geschäft in der Hochstraße eine Geldbörse und flüchtete anschließend mit einem alten, schwarzen Ford Mondeo in Richtung Marktplatz.

Der Mann betrat am Mittwoch gegen 15.30 Uhr das Geschäft, während sich der Geschädigte in den hinteren Räumen des Gebäudes aufhielt. Der „Kunde“ nutzte die Gelegenheit und nahm eine auf dem Schreibtisch liegende Geldbörse an sich. Hiermit flüchtete er umgehend und stieg in einen alten, schwarzen Ford Mondeo, mit dem er in Richtung Marktplatz davon fuhr.

Bei dem Täter soll es sich um einen 25 bis 30 Jahre alten Mann mit athletischer Figur handeln. Er war zwischen 180 und 190 cm groß, hatte dunkle kurze Haare sowie einen dunkleren Hauttyp. Während der Tat soll der Unbekannte einen schwarzen, modernen Strickpullover getragen haben. Wer Hinweise zu dem Mann oder dem PKW geben kann, möge sich mit dem Kriminalkommissariat Wipperfürth unter Tel. 02261/81990 in Verbindung setzen.

Petition will „Fuchsmassaker“ in Hückeswagen und Wipperfürth verhindern


Bislang unterstützen mehr als 4.000 Personen die Petition

Eine Petition richtet sich zur Zeit gegen die vom 7. bis 14. Januar geplante Winterfuchsjagd durch den Hegering in den Stadtgebieten von Hückeswagen und Wipperfürth. Die mehr als 4.000 Unterstützer der Petition sehen keinerlei Gründe für die alljährliche Bejagung mehr. Wir geben an dieser Stelle einen Auszug aus dem Petitionstext wieder.

In Hückeswagen und Wipperfürth werden vom 07. bis 14.01.2017 wieder Füchse abgeschossen, berichtet der Remscheider General Anzeiger Ende 2016 in seinem Lokalteil Hueckeswagen. Eine Begründung für die „Winterfuchsjagd“ wird von Hegeringleiter Johannes Meier-Frankenfeld nicht genannt.

Dieses Vorhaben wird unter anderem auch vom Vorstand des Tierschutzverein Wipperfürth kritisiert. Diese Fuchsjagd würde nicht nur für die Füchse sondern für alle Wildtiere einen enormen Stress bedeuten. Dabei ist das Hauptargument. die Tollwut nahezu ausgerottet und eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm zählt zu den seltensten Parasitosen in Europa.“

Immer wieder wird seitens der Jäger auch gerne das Argument, dass sich Menschen durch den Verzehr von im Wald gepflückten Beeren mit dem Fuchsbandwurm anstecken könnten, angeführt. Dabei ist von keinem Fuchsbandwurm-Patienten bekannt, dass er oder sie sich durch Waldbeeren angesteckt hätte, so Professor Klaus Brehm, Biologe am Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg.

Auch die immer wieder genannte Rechtfertigung der Ausrottung von Niederwild durch den Fuchs ist in keinster Weise belegt.

Laut „Wildtierschutz Deutschland e.V.“ ist die Jagd sogar kontraproduktiv: Je stärker Füchse bejagt werden, desto mehr Nachwuchs gibt es – eine wie auch immer geartete „Regulation“ von Fuchsbeständen ist weder nötig, noch ist sie mit jagdlichen Mitteln überhaupt möglich.“

Die massenhafte Tötung von Füchsen in den 60er und 70er Jahren zur Bekämpfung der Tollwut, hatte ebenfalls keinen Erfolg. Nur der Einsatz von Impfködern konnte hier Abhilfe schaffen.

Mit dem Parasitenexperten Thomas Romig von der Universität Hohenheim belegt ein weiterer Wissenschafter, dass die Jagd keinen Einfluss auf die Häufigkeit des Fuchsbandwurmes hat. Das immer wieder gerne von den Jägern angeführte Argument für die Notwendigkeit der Fuchsjagd wird dadurch ein weiteres Mal widerlegt. Die Fuchsjagd ist und bleibt damit eine reine „Lustjagd“, der jährlich knapp 500.000 Fuechse zum Opfer fallen. Viele der Tiere werden nur angeschossen und verkriechen sich im Unterholz, wo sie dann elendig zu Grunde gehen.

Auch die Baujagd, bei der die Tiere unter Todesangst gewaltsam aus ihrem Bau getrieben werden, wird immer noch als beliebte Jagdmethode angewandt. Selbst vor dem brutalen Töten von Fuchswelpen wird nicht halt gemacht!

Die luxemburgische Regierung teilte mit, dass es seit dem Jagdverbot auf Füchse allen Unkenrufen zum Trotz, zu keinen nennenswerten Problemen gekommen ist. Auch im Nationalpark Eifel, in dem seit über 10 Jahren keine Füchse mehr bejagt werden, gibt es keine Hinweise auf eine Überpopulation von Füchsen oder Hinweise auf eine Bestandsgefährdung von Bodenbrütern.

Eine Petition des Tierschutzverein Kall und Umgebung e.V. hat vor zwei Jahren für Aufsehen gesorgt, da unglaublich eindrucksvoll zu erkennen war welche Macht wir als Gegner der Fuchsjagd haben. Ein geplantes Fuchsmassaker in Euskirchen wurde durch das grandiose Engagement der Tierschützer und knapp 21.700 Unterschriften abgesagt!!!!

Das geplante massenhafte Töten von Füchsen in Hückeswagen und Wipperfürth ist aus oben genannten Gründen völlig sinnlos und muss dringend verhindert werden.

Füchse gehören zu unserem Ökosystem dazu und sind keine Schädlinge sondern nützliche Mäusevertilger und Gesundheitspolizisten in unserer Natur !!

Zahlreiche Jäger in unserer Region dürften dies freilich anders sehen. Noch im vergangenen Jahr erläuterte Hegeringleiter Johannes Meier-Frankenfeld gegenüber der Rheinischen Post, dass der Fuchs auch weiterhin stark bejagt werden müsse. Er sei durch die Fuchsräude und den Fuchsbandwurm stark gefährdet und könne andere Waldbewohner oder auch Spaziergänger anstecken. Bei der Winterfuchsjagd im vergangenen Jahr wurden insgesamt 19 Füchse erlegt, dabei konnten laut Meier-Frankenfeld „keine krankhaften Auffälligkeiten festgestellt“ werden.

>> Petition: Stoppt das Fuchsmassaker in Hückeswagen und Wipperfürth