Ohne Müll und ohne Bargeld: Kaffeebecher der Zukunft im „Lenz Café&Deli“


Käffchen gefällig? Im „Lenz Café&Deli“ jetzt bargeldlos und umweltfreundlich

Im Wipperfürther „Lenz Café&Deli“ gibt es jetzt einen neuen Kaffeebecher, aus dem man nicht nur trinken, sondern mit dem man auch bezahlen kann: Eine kleiner Chip macht es möglich. Zudem will das Café künftig seinen Beitrag dazu leisten, die Unmengen an Müll, die tagtäglich durch Coffee-to-go-Becher entstehen, zu reduzieren.

Kaffee ist ein absolutes Volksgetränk – die Deutschen trinken durchschnittlich 150 Liter pro Kopf und Jahr, in anderen Ländern ist der Kaffeekonsum teils noch deutlich höher. Diese Entwicklung hat hierzulande mit dem Beginn der Industrialisierung begonnen, in den 90er Jahren schwappte der Coffee-to-go-Trend aus den USA herüber. Mittlerweile ist der Kaffee auf die Hand nicht nur zum Ausdruck urbanen Lifestyles geworden, den es an jeder Ecke gibt, sondern auch ein echtes Umweltproblem: Rund 2,8 Milliarden Pappbecher landen fundierten Schätzungen zufolge alleine in Deutschland jährlich im Müll, 7,6 Millionen am Tag oder 320.000 pro Stunde. Das alles wohlgemerkt, obwohl es Mehrweg-Alternativen gibt und viele Menschen schon alleine aus Geschmacksgründen Porzellan bevorzugen und auf Pappbecher verzichten.

Die Wipperfürther Agentur „cyber-Wear“ hat eine Lösung dieser Problematik in ihrem Portfolio und testet sie derzeit im „Lenz Café&Deli“ im Alten Bahnhof Wipperfürth: Ein Coffee-to-go-Cup aus Porzellan, der mit einem RFID-Chip (Radio Frequency Identification / „Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen“) ausgestattet ist. Der innovative Becher ist ressourcenschonend, weil er unbegrenzt wiederverwendbar ist, und ermöglicht bargeldloses Zahlen. Diese Vorzüge lagen auch für Christoph Lenz, dem Betreiber des kleinen Cafés im Alten Bahnhof Wipperfürth, sofort auf der Hand. Neben einem reichhaltigen Frühstücksangebot, hausgemachten Suppen und Eintöpfen sowie selbstgebackenen Kuchen liegt in dem Café das Augenmerk auf richtig guten Kaffeespezialitäten. Damit soll sich auch der Gast auf dem Arbeitsweg verwöhnen können. Im Café befindet sich der formschöne Kaffeebecher gerade in der Testphase und löst bislang durch die Bank begeisterte Reaktionen bei den Kunden aus.

Verkaufspreis im Porzellanbecher ist gegenüber dem regulären Preis günstiger

Das Guthaben wird beim Becherkauf im Café aufgeladen, beim Bezahlen ist später also kein Bargeld mehr vonnöten, der Preis für den Kaffee wird einfach vom Chip abgebucht. Dadurch eignet sich der Becher samt Prepaid-Betrag auch als Geschenk für Kaffeeliebhaber, von dem der Beschenkte tage-, wochen- oder monatelang etwas hat. Selbstverständlich können beliebig oft neue Beträge aufgeladen werden. Das ist aber noch nicht alles – jeder Bechereinsatz wird auch vom Lenz Café&Deli honoriert: Der Verkaufspreis für jedes Heißgetränk ist gegenüber dem regulären Preis günstiger. Die Kaffeetasse der Zukunft kostet 9,90 Euro inkl. einer Gratisfüllung, kann sich also sehr schnell rechnen. Den besseren Geschmack aus einem Porzellangefäß gibt es zu dem guten Gefühl, die Umwelt nicht über Gebühr belastet zu haben, noch dazu.

RFID ist eine Technologie für Sender-Empfänger-Systeme, sie macht das automatische und berührungslose Identifizieren und Lokalisieren von Objekten über Radiowellen möglich. Der Code auf dem Transponder des Kaffeebechers kann an einem Lesegerät beim Gastronomen ausgelesen werden. Jedweder Papiereinsatz – ob Pappbecher, Geldscheine und Stempel-Karten – wird damit überflüssig. Trendsetter aus Wipperfürth und Umgebung und alle, die Lust auf guten Geschmack mit gutem Gewissen haben, sollten sich ihr Exemplar deshalb schnellstmöglichst sichern. Schließlich kann jeder Tag und jeder Cafébesuch früher bereits einen gesparten Pappbecher bedeuten. Und für ortsansässige Kaffeeliebhaber gibt es – ob mit oder ohne Prepaid-Guthaben – kaum ein ausgefalleneres und zugleich persönliches Geschenk.

>> Impressionen und weitere Informationen unter www.lenzcafedeli.de.

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Einbruchswelle im Wipperfürther Stadtgebiet

Herbstzeit, Einbruchszeit: Das bekamen jetzt mehrere Wipperfürther zu spüren, die in den vergangenen Tagen Opfer von Wohnungseinbrüchen wurden. Ganze fünf Mal schlugen die bislang allesamt unbekannten Täter in der ältesten Stadt des Bergischen Landes zu.

Gleich zwei Einbrüche fanden in der Zeit von 18 Uhr am Freitag und 11 Uhr am Samstag statt. In der Paul-Gerhardt-Straße hebelten die unbekannten Diebe ein zur Flurstraße hin gelegenes Fenster auf der Rückseite eines Einfamilienhauses auf. Dort durchsuchten sie das gesamte Haus und flüchteten mit bislang unbekannter Beute. In der Flurstraße selbst hebelten die Täter ebenfalls ein Fenster auf, um in ein gerade im Umbau befindliches Einfamilienhaus zu gelangen. Da das Gebäude wegen der Arbeiten nahezu leergeräumt war, konnten die Kriminellen in diesem Fall vermutlich keine Beute machen. Bereits am Freitag drangen Unbekannte in eine Erdgeschosswohnung in der Flurstraße ein, ebenfalls über ein aufgehebeltes Fenster an der Rückseite des Gebäudes. Die Tatzeit lag hier zwischen 12 Uhr und 21.45 Uhr.

In der Zeit zwischen Donnerstag und Sonntag schlugen Einbrecher im Leuchtenbirkener Weg zu. Hier hebelten sie eine Terrassentür auf, gelangten so ins Gebäude und durchsuchten es. Über eine mögliche Beute wurde bis jetzt noch nichts bekannt. Am Hausmannsplatz konnte sich am Freitag ein Unbekannter in die Wohnung einer 86-Jährigen schleichen. Sie kümmerte sich gerade um die Blumen vor dem Haus und hatte ihre Wohnungstür geöffnet gelassen. Der Kriminelle durchsuchte das Schlafzimmer der Seniorin und stahl Schmuck und Uhren.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang eindringlich darauf hin, dass gerade mit Beginn der dunklen Jahreszeit wieder mit einer Zunahme von Einbrüchen gerechnet werden muss. Wer verdächtige Beobachtungen mache, solle sich nicht scheuen, die Polizei zu verständigen. Hinweise nimmt die Polizei jederzeit unter dem kostenfreien Notruf 110 entgegen.

DLRG-Fahrzeughalle: Einsatzmaterial entwendet und Chaos angerichtet


Sinnlose Zerstörungswut in der DLRG-Fahrzeughalle

Sehr enttäuscht waren die Helfer der DLRG Wipperfürth, als sie erfuhren, dass in der Nacht von Montag auf Dienstag in die alte und jetzige Fahrzeughalle eingebrochen wurde. Ein Teil der Halle wird der Ortsgruppe kostenlos zur Nutzung überlassen. Die Einweihung der neuen Halle ist erst für das Frühjahr 2017 geplant.

Unbekannte drangen gewaltsam in die Halle ein und leerten mehrere Pulver-Feuerlöscher, einen davon im Motorrettungsboot, was für eine erhebliche Sauerei sorgte. Darüber hinaus wurden Kisten durchwühlt und ein riesiges Chaos angerichtet. Entwendet wurde bei diesem Einbruch wichtiges Einsatzmaterial vom Rettungsboot: Fernglas, Bolzenschneider, Bootsmesser, Wurfsack, Stethoskop, Erste-Hilfe-Material und weitere Kleinteile. Hinterlassen wurden dafür Fäkalien.

Sieben freiwillige Helfer waren am Dienstagabend drei Stunden lang damit beschäftigt, Boot und Fahrzeug zu reinigen sowie die Halle aufzuräumen, um die Einsatzbereitschaft der Wipperfürther DLRG wiederherzustellen. Solche Taten stimmen die ausschließlich ehrenamtlichen Kräfte sehr traurig, da das gesamte Material aus Mitgliedsbeiträgen und größtenteils aus Spenden finanziert wurde und ihre Arbeit jetzt mit Füßen getreten wurde. Anzeige wurde erstattet, Hinweise zu den Tätern nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.

Über die ehrenamtliche Arbeit der DLRG kann man sich auf der Webseite wipperfuerth.dlrg.de informieren. Die Kontoverbindung für Spenden lautet: DLRG OG Wipperfürth e.V., IBAN DE94 3706 9840 5109 5380 10 bei der Volksbank Wipperfürth-Lindlar eG.

Barbara Kisseler ist tot


Barbara Kisseler im Mai 2012 beim Nachwuchspreis von „Studio Hamburg“

Wie erst jetzt bekannt wurde, verstarb am vergangenen Freitag die langjährige Hamburger Kultursenatorin Barbara Kisseler nach schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren. Geboren am Niederrhein, wuchs die parteilose Politikerin in Hückeswagen auf und ging in den 60er Jahren auf das Wipperfürther St.-Angela-Gymnasium, wo sie im Juli 1970 ihr Abitur ablegte.

„Unsere Kultursenatorin hat bis zum Schluss dafür gekämpft, sich schon bald wieder mit voller Kraft für diese Stadt und ihre Kultur einsetzen zu können. Auch ich habe gehofft, dass sie diesen Kampf gewinnen wird.“ So äußerte sich Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) am Montagmittag, als er den Tod der beliebten Kulturpolitikerin bekanntgeben musste. Kisseler galt seit langen Jahren bundesweit als eine der profiliertesten Vertreterinnen ihrer Zunft, wurde im Sommer 2015 als erste Frau an die Spitze des Deutschen Bühnenvereins gewählt. Der Deutsche Kulturrat bezeichnete Kisseler als „eine empathische Kämpferin für Kulturpolitik“.

Nachdem Kisseler im Sommer 1970 am St. Angela ihr Abitur erlangte, studierte sie an der Uni Köln Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften sowie Germanistik und Pädagogik. Anschließend war sie nach Stationen beim Deutschlandfunk und beim WDR im Kulturdezernat der Stadt Bonn tätig, bevor sie 1982 das Kulturamt der Stadt Hilden übernahm und 1986 zur Leiterin des Düsseldorfer Kulturamts ernannt wurde. Im Juli 2003 wurde Kisseler Staatssekretärin für Kultur im Berliner Senat, 2006 übernahm sie dann den Vorsitz der Senatskanzlei. Im Vorfeld der Bundestagswahl 2009 wurde sie von Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier in sein Kompetenzteam berufen. Zur Hamburger Kultursenatorin wurde Kisseler schließlich im März 2011 ernannt.

Tankstelle überfallen: Maskierte Räuber erbeuteten Bargeld und Alkohol

Zwei maskierte Täter überfielen am gestrigen Samstagabend die Tankstelle in der Gladbacher Straße. Sie forderten die Angestellte mit einer Schusswaffe dazu auf, ihnen Bargeld herauszugeben. Die Fahndung nach den Tätern verlief bislang negativ.

Um 22.45 Uhr am Samstagabend betraten die maskierten Täter den Verkaufsraum der Tankstelle in der Gladbacher Straße. Dort forderten sie die 47-jährige Angestellte unter Vorhalt einer Schusswaffe zur Herausgabe von Bargeld auf. Anschließend flüchteten die Täter mit dem Bargeld und einer Flasche Alkohol stadtauswärts. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief negativ.

Die beiden Täter wurden wie folgt beschrieben: Der erste Täter war etwa 190 cm groß, maskiert und mit einer grünen Jacke bekleidet. Der zweite Täter war etwa 170 cm groß und ebenfalls maskiert. Bei beiden Tätern soll es sich um Jugendliche bzw. Heranwachsende handeln. Sie sprachen mit osteuropäischem Akzent und sollen Lederhandschuhe getragen haben.

Hinweise zu den Tätern nimmt die Polizei unter Tel. 02261/8199-0 entgegen.