Dachstuhlbrand in der Kolpingstraße

Am gestrigen Dienstagnachmittag kam es in der Kolpingstraße zu einem Dachstuhlbrand in einem Mehrfamilienhaus. Die Flammen konnten durch die Wipperfürther Feuerwehr schnell gelöscht werden, zu Schaden kam dabei niemand.

Gegen 15.45 Uhr wurde der Wipperfürther Feuerwehr gestern ein Dachstuhlbrand in der Kolpingstraße auf dem Düsterohl gemeldet. Die rasch herbeigeeilten Kräfte konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen und ein Übergreifen der Flammen auf andere Wohnungen und Häuser verhindern. Die zehn Bewohner des Mehrfamilienhauses waren nicht akut gefährdet und konnten das Gebäude unbeschadet verlassen.

Im Anschluss an die Löscharbeiten wurde das Dach durch einen Dachdecker abgedeckt und provisorisch gesichert. Die Hausbewohner konnten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, der Brandort wurde durch die Polizei beschlagnahmt. Die Ursache des Brandes wird in den kommenden Tagen durch Brandermittler untersucht.

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B 237 gesperrt: OVAG setzt Pendelbusse ein


Die Busse der Linie 336 werden am Sonntag großräumig umgeleitet

Wer am kommenden Sonntag mit der Linie 336 zwischen Hückeswagen und Wipperfürth unterwegs sein will, muss sich auf einige Änderungen gefasst machen: Die Bundesstraße 237 ist von Sonntag- bis Montagmorgen zwischen Bevertalstraße und Montanus-Kreisel wegen Bauarbeiten voll gesperrt. Die OVAG setzt Pendelbusse ein.

Zwischen Sonntagmorgen, 3 Uhr, und Montagmorgen, 5 Uhr, werden auf der Bundesstraße zwischen Hückeswagen und Wipperfürth großzügige Asphaltarbeiten durchgeführt, daher können auch die Busse der OVAG nicht den normalen Linienweg fahren. Die Linie 336 wird zwischen Westenbrücke und Busenbacher Weg in beiden Fahrtrichtungen über Posthäuschen, Grüneweg, Westhofen und Kammerforsterhöhe umgeleitet.

Für Fahrgäste, die vom Hückeswagener Zentrum in Richtung Wipperfürth oder zurück möchten, setzt die OVAG Pendelbusse ein. Diese verkehren von der Bahnhofstraße über Wiehagen bis zur Haltestelle „Schmalbeinsweg“ und entsprechend zurück. Am Schmalbeinsweg ist ein Umstieg in die Busse der Linie 336 in Richtung Wipperfürth bzw. Remscheid-Lennep möglich. Die Haltestellen „Tannenbaum“ und „Klingelnberg“ entfallen während der Vollsperrung ersatzlos.

>> Fahrplan der OVAG-Pendelbusse am Sonntag (PDF)

Tritte gegen Polizeibeamte: 24-Jähriger Wipperfürther randalierte am Marktplatz

Ein 24-jähriger Wipperfürther sorgte in der Nacht von Samstag auf Sonntag für Ärger am Marktplatz: Nach Informationen der Polizei kam er einem Platzverweis nicht nach, wehrte sich gegen seine Festnahme und trat nach den Beamten.

Gegen 3.30 Uhr am frühen Sonntagmorgen wurde die Polizei zu Streitigkeiten in eine Wipperfürther Gaststätte am Marktplatz gerufen. Dort erteilte sie drei Personen einen Platzverweis, dem die Gruppe allerdings zunächst nur widerwillig nachkam. Einer aus der Gruppe, ein 24-jähriger Wipperfürther, kehrte mehrfach zum Einsatzort zurück. Um den Platzverweis durchzusetzen, sollte der Alkoholisierte schließlich in Gewahrsam genommen werden. Dagegen wehrte sich der junge Mann heftig und begann, nach den eingesetzten Beamten zu treten.

Die restliche Nacht verbrachte der 24-Jährige in einer Polizeizelle. Dort wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Nach seiner Ausnüchterung wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt. Auf ihn wartet nun unter anderem eine Anzeige wegen Widerstands gegen Polizeibeamte.

Wegen Auftritt von „Kay One“: Zensureklat in Wipperfürther Facebook-Gruppe


Die Facebook-Gruppe „Du weisst du bist Wipperfürther wenn…“

Der Rapper „Kay One“ gilt für gemeinhin als sehr umstritten. Auch viele Wipperfürther empfinden dies so. Ein Umstand, der den Admins einer örtlichen Facebook-Gruppe offenbar sauer aufstößt. Zahlreiche Meinungen zu einem geplanten Auftritt von „Kay One“ wurden gelöscht, mehrere Personen aus der Gruppe geworfen und blockiert.

Eigentlich stand alles unter einem guten Vorzeichen: Am 10. September sei ein Live-Auftritt von „Kay One“ in der „Alten Drahtzieherei“ geplant, kündigte ein kurzer und knapper Post in der Facebook-Gruppe „Du weisst du bist Wipperfürther wenn…“ an. Die Reaktionen der Wipperfürther darauf waren allerdings recht eindeutig: Eine Mehrheit der User äußerte sich ablehnend gegenüber der geplanten Veranstaltung. Aussagen wie „Was will der denn hier?“, „Das fehlte noch“ und „So einen brauchen wir hier nicht“ bestimmten die Kommentarzeilen. Alles recht harmlos, sollte man meinen. Doch die Administratoren der Gruppe sahen dies offenbar anders.

So wurde die gesamte Diskussion über den geplanten Auftritt des Friedrichshafener Rappers kommentarlos gelöscht, die daran beteiligten Gruppenmitglieder entfernt und anschließend blockiert. Doch damit nicht genug: Auch einige Mitglieder, die gar nicht an der Diskussion um „Kay One“ beteiligt waren, wurden ohne jegliche Angabe von Gründen entfernt und geblockt. Anfragen an die Admins zum Hintergrund der massiven Löschungen blieben bislang unbeantwortet. Immerhin hatte die Aktion offenbar Konsequenzen zur Folge: Einer der bisher drei Administratoren legte sein „Amt“ bereits nieder. „Du weisst du bist Wipperfürther wenn…“ gilt als die größte Facebook-Gruppe für das Wipperfürther Stadtgebiet und umfasst rund 3.100 Mitglieder.

„Fahrt nach Hückeswagen zum Einkaufen!“


Großbaustelle: Die Bauarbeiten in der Unteren Straße schreiten voran

Man könnte glatt meinen, dass sich einige Wipperfürther sehnlichst den Tod ihrer Innenstadt herbeiwünschen. Dieser Eindruck entsteht zumindest, schaut man sich zahlreiche Beiträge der letzten Tage in diversen Facebook-Gruppen an. Ein Kommentar zum Gebaren der Wipperfürther Wutbürger, die sich selbst als „Kritiker“ bezeichnen.

Auf Facebook geht es oft hoch her – egal, zu welchem Thema. Im Schutze einer vermeintlichen Anonymität des Internets kann jeder, der sich dies von Angesicht zu Angesicht im Leben niemals trauen würde, mal so richtig vom Leder ziehen und seinen Emotionen freien Lauf lassen. In letzter Zeit sind es immer häufiger die oft zitierten „Wutbürger“, die ihren Überschuss an Tagesfreizeit dazu nutzen, in den sozialen Netzwerken wahlweise gegen „linksversiffte Gutmenschen“, die „etablierten Altparteien“ oder einfach gegen alles einzutreten, was in ihren Augen als „Skandal“, „Eklat“ oder „Produkt des verbrauchten Systems“ zu werten ist.

In den Facebook-Gruppen „Du weisst du bist Wipperfürther wenn…“ und „WippTalk“ geht es meist noch verhältnismäßig gesittet zu. Und doch ufern auch dort zahlreiche „Diskussionen“, die oft nur noch sehr rudimentär als solche bezeichnet werden können, in stumpfe Beleidigungen, unbewiesene Behauptungen und vorsätzliche Falschaussagen aus. Im Fokus steht dabei die Großbaustelle in der Wipperfürther Innenstadt. Wie kaum ein anderes Thema erhitzt das „Integrierte Handlungskonzept“ (InHK) und dessen Umsetzung die Gemüter. Vor allem der Einzelhandel klagt über erhebliche Probleme seit Beginn der Arbeiten, sorgt sich über die ausbleibende Kundschaft und prangert das Baustellenmanagement seitens der Verwaltung an.

Das wohlige Gefühl in der Magengegend, etwas „Gutes“ getan zu haben

Während überzeugte Lokalpatrioten gerade in derartig schwierigen Zeiten den örtlichen Einzelhandel und damit „ihre“ Stadt so gut es eben geht unterstützen würden, zeigt sich in den Wipperfürther Facebook-Gruppen ein gänzlich anderes Bild: Die Postings werden im Wesentlichen bestimmt von Beschwerden. Gründe dafür gibt es offenbar genug. Ob gesperrte Straßen, für Veranstaltungen gesperrte Parkplätze, zu viele leere Parkplätze, zu wenig Parkplätze, kostenloses Parken für Elektroautos, in Kauf zu nehmende Umwege, die Bauarbeiter, die Verwaltung, der Rat, der Bürgermeister: Das Repertoire der Unzufriedenen ist groß und die Liste ließe sich ewig fortführen. Hauptsache, man kann sich beschweren und genießt anschließend das wohlige Gefühl im Bereich der Magengegend, etwas „Gutes“ getan zu haben.

Denn tatsächlich wähnen sich selbsternannte „Kritiker“ mit sinnfreien Aufforderungen wie „Fahrt nach Hückeswagen zum Einkaufen!“ in dem geradezu törichten Glauben, sie würden der Stadt und ihrem Einzelhandel durch eine permanente Berieselung der Wipperfürther Facebook-Gemeinde mit vermeintlich skandalösen Aufdeckungen rund um die Durchführung der Bauarbeiten einen Gefallen tun. In der Realität erweisen sie ihrer Heimatstadt jedoch einen regelrechten Bärendienst. Schon längst haben die Bewohner der Nachbarkommunen und damit eine hohe Zahl an potentiellen Kunden des Wipperfürther Einzelhandels mitbekommen, dass sich das Einkaufen in der Hansestadt angeblich nicht mehr lohnt. Wer ständig liest und hört, dass das Parken in Wipperfürth nicht mehr möglich sei, man ständig im Stau stehe und zahllose Umwege nehmen müsse, kauft eben früher oder später nur noch im Heimatort oder anderswo.

Wer Widerworte gibt, ist „dumm“ oder ein „Systemschaf“

Wagt es mal jemand, den Sinn der systematischen und fast schon propagandistisch anmutenden Beschwerden durch die vermeintlichen „Kritiker“ in Frage zu stellen, wird man beleidigt, für „dumm“ oder zum „Systemschaf“ erklärt. Widerworte sind nicht gewollt. Wer anderer Meinung ist, hat es „nicht geschnallt“. So sind sachliche und zielorientierte Diskussionen in den Wipperfürther Facebook-Gruppen zum Thema InHK kaum noch möglich und deren Reichweite im hohen vierstelligen Bereich sorgt verlässlich dafür, dass auch die benachbarten Städte und Gemeinden mit der dort ansässigen Lokalpresse vom „Zank und Streit“ in Wipperfürth Wind bekommen.

Gerechtfertigte Kritik, die es im Rahmen der Umsetzung eines derartigen Großprojekts wie dem InHK immer gibt und zwangsläufig auch geben muss, direkt an die ausführende Baufirma oder an die Verwaltung heranzutragen, scheint für die Wipperfürther Facebook-Wutbürger also offenbar nicht gewinnbringend oder befriedigend zu sein. Bleibt nur die leise Hoffnung, dass die schweigende Mehrheit der Hansestädter den Scharfmachern während der restlichen Bauzeit kein Gehör mehr schenkt und man demnächst auch in unseren Nachbarkommunen wieder öfter vernehmen kann: Fahrt nach Wipperfürth zum Einkaufen!