Neustrukturierung des Kürtener Nahverkehrs: Auch Wipperfürth könnte profitieren


Demnächst als Schnellbus über Wipperfeld nach Bensberg oder Duckterath?

Im rheinisch-bergischen Kürten ist Mobilität zur Zeit das ganz große Thema. Neue Schnellbuslinien und Park-and-Ride-Plätze sind angedacht, um die zahlreichen Pendler aus der Gemeinde schneller in Richtung Gladbach und Köln zu bringen. Von den geplanten Änderungen im ÖPNV könnte letztlich auch Wipperfürth profitieren.

Glaubt man Dr. Reimar Molitor vom Verein „Region Köln/Bonn e.V.“, muss es jetzt schnell gehen: Explodierende Mietpreise und der immer stärker in Erscheinung tretende Wohnungsmangel in Köln ließen vor allem Familien in die umliegenden Kommunen flüchten, berichtete der Diplom-Geograph auf einer Veranstaltung in Kürten. Damit diese auch zukünftig in einer möglichst akzeptablen Zeit zu ihren Jobs in die Domstadt gelangen können, seien „mutige Schritte“ erforderlich. Der Stillstand auf den Straßen werde sich weiter verschärfen, Autofahrer würden zum Umstieg auf den ÖPNV gezwungen sein, „weil es keine andere Möglichkeit gibt“, so Molitor.

Für das Bergische bedeute dies zunächst einmal den Bau eines Park-and-Ride-Platzes in Kürten-Spitze sowie die Einrichtung von Schnellbuslinien. Diese könnten beispielsweise von Wipperfürth aus über Wipperfeld und Bechen nach Spitze und von dort aus weiter nach Bensberg zum KVB-Bahnhof der Linie 1 oder über Eikamp und Hebborn weiter zum S-Bahnhof Duckterath fahren. Langfristig könne die Trasse der Linie 1 von Bensberg aus weiter nach Spitze ausgebaut sowie ein zweites S-Bahn-Gleis zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach realisiert werden.

Von den geplanten Änderungen würde auch Wipperfürth in nicht unerheblichem Maße profitieren. Bei einer durchschnittlichen Fahrtdauer in die Kölner City von 82 Minuten mit der Buslinie 426 und S-Bahn-Linie 11 dürften sich bisher wohl nur wenige Wipperfürther Pendler überlegt haben, vom Auto auf den ÖPNV umzusteigen. Die Chancen für eine Umsetzung stehen nicht schlecht: Im Jahr 2019 läuft der Solidarbeitrag aus, damit werden Finanzmittel frei.

>> Region Köln/Bonn e.V.

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