LEADER: „Bergisches Wasserland“ wird in Millionenhöhe gefördert

3,1 Millionen Euro stehen dem „Bergischen Wasserland“ mit den Kommunen Burscheid, Kürten, Odenthal, Wermelskirchen, Hückeswagen, Marienheide, Radevormwald und Wipperfürth bis zum Jahr 2020 für innovative Projektideen zur Verfügung. Die Region hatte sich in einem Förderwettbewerb mit insgesamt 43 Teilnehmern durchgesetzt.

LEADER – abgekürzt für „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“ – zielt bereits seit einigen Jahrzehnten auf die Förderung ländlicher Räume innerhalb der Europäischen Union ab. Schon Anfang der 90er Jahre wurden strukturell benachteiligte und rural geprägte Regionen in zwei Förderperioden durch den „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) unterstützt. Seit der Fortführung des Programms mit „LEADER+“ ab der Jahrtausendwende und zwei weiteren Förderperioden bis zum Jahr 2020 dürfen sich zunehmend auch ländliche Räume in der Bundesrepublik über eine umfangreiche Förderung durch die EU freuen.

Das „Bergische Wasserland“ – so nennt sich das Zweckbündnis aus den rheinisch-bergischen Kommunen Burscheid, Kürten, Odenthal und Wermelskirchen sowie Hückeswagen, Marienheide, Radevormwald und Wipperfürth auf oberbergischer Seite – hat sich in einem NRW-weiten Wettbewerb mit 43 Teilnehmern für die Förderperiode von 2014 bis 2020 neben 28 ähnlichen Zusammenschlüssen durchgesetzt. Insgesamt stehen Fördermittel in Höhe von 75 Millionen Euro zur Verfügung, davon wird das „Bergische Wasserland“ 3,1 Millionen erhalten.

162 Projekte wurden für die Bewerbung eingereicht

Was aber nun anstellen mit dem Geldsegen? Nach dem LEADER-Ansatz sollen die Mittel insbesondere für die Stärkung und Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsplätzen, aber auch von Tourismus, Lebensqualität, Dorfleben, Kultur sowie für Projekte gegen den Klimawandel verwendet werden. Ein weites Themenfeld also, das viel Spielraum für innovative Projektideen bietet. So hatten Vereine, Organisationen, Kommunen und Einzelpersonen im Vorfeld der Bewerbung für die LEADER-Förderung insgesamt 162 Projekte eingereicht. Das Ganze unter dem Leitbild einer regionalen Entwicklungsstrategie, die vier Handlungsfelder beinhaltet.

Innerhalb des Handlungsfelds „Leben und Arbeiten“ wurden für Wipperfürth unter anderem eine Kooperation der Berufskollegs zur Sicherung und Stärkung der beruflichen Bildung in der Region, ein sogenannter „Bildungsstättenleuchtturm“ sowie das Pfadfinderbegegnungszentrum als mögliche zu fördernde Projekte formuliert. Im Hinblick auf „Naherholung und Tourismus“ sind auf Wipperfürther Stadtgebiet ein Ausbau der Themenwege, die Ergänzung um Aussichtspunkte und Rastplätze, ein „GastroRadweg“ sowie ein flexibles Rad-Leihsystem angedacht.

Einrichtung eines Fahrradbus-Verkehrs vom Rhein bis nach Oberberg?

Neben einzelnen, jeweils auf die Städte und Gemeinden des „Bergischen Wasserlands“ bezogenen Projektideen wurden auch zahlreiche kommunenübergreifende Vorschläge eingereicht. Unter anderem ist die Einrichtung eines Fahrradbus-Verkehrs vom Rhein bis nach Oberberg in Kooperation mit der OVAG geplant. Darüber hinaus stellen der Breitbandausbau, die Sicherstellung der ländlichen Nahversorgung, die Vernetzung der einzelnen Bürgerbusse, E-Mobilität sowie interkommunale Zusammenarbeit die großen Themen dar.

Nicht alle Projekte können gefördert werden, da die Mittel begrenzt sind. Insgesamt werden als LEADER-Region in der Regel zwischen 40 und 60 Projekten umgesetzt. Zwischen dem 21. Juli und 16. September diesen Jahres läuft die Projektaufrufphase, in der nochmal alle Projektideen eingereicht werden können. Ab dem 11. November werden dann die Anträge durch die Bezirksregierung geprüft und über die Zuwendung aus dem Fördertopf entschieden. Alle Projektträger können sich zuvor umfangreich durch das Regionalmanagement beraten lassen.

>> LEADER Bergisches Wasserland

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Mit Messer bewaffnet: Raubüberfall auf Kiosk in der Unteren Straße

Am hellichten Tag überfiel ein bislang unbekannter Mann am gestrigen Dienstagabend ein Tabak- und Zeitschriftengeschäft in der Unteren Straße. Mit einem Messer bedrohte er die Angestellte und erbeutete das Geld aus der Kasse.

Um 18.10 Uhr am Dienstagabend betrat der Mann das Ladenlokal in der Unteren Straße. Er hatte eine Kapuze aufgezogen, bedrohte die Angestellte des Kiosks mit vorgehaltenem Messer und forderte von ihr das Bargeld aus der Kasse. Mit dem erbeuteten Geld konnte der Unbekannte schließlich in Richtung Innenstadt flüchten. Die sofort eingeleitete Fahndung blieb erfolglos. Der Täter wird beschrieben als etwa 30 Jahre alt, 180 cm groß, mit dünner Statur und bekleidet mit einem dunkelblauen Anorak mit Kapuze sowie einer Pudelmütze.

Hinweise bitte an das Kriminalkommissariat unter Tel. 02261/81990.

Jörgensmühle: Frontal gegen Mauer geprallt

Ein 61-Jähriger Mann aus Kürten ist am Montagnachmittag mit seinem Fahrzeug auf der L 286 in Jörgensmühle frontal gegen eine Grundstücksmauer geprallt. An dem Pkw des Seniors entstand Totalschaden, zudem liefen Betriebsstoffe aus.

Um kurz nach 16 Uhr befuhr der 61-Jährige am Montag die L 286 aus Wipperfürth kommend in Richtung Kürten. Aus bislang ungeklärter Ursache kam der Mann kurz hinter Jörgensmühle nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte mit seinem Pkw gegen eine Grundstücksmauer. Da der Kürtener regelmäßig Medikamente einnimmt, wurde eine Blutprobe zur Feststellung seiner Fahrtüchtigkeit entnommen. Der Pkw, an dem Totalschaden entstand, wurde abgeschleppt. Wegen auslaufender Betriebsstoffe wurde die Untere Wasserbehörde hinzugezogen.

36-Jähriger bedrohte Asylbewerber mit Messer

Ein 36-jähriger Wipperfürther landete am Dienstagabend in Polizeigewahrsam, nachdem er zuvor mit ordentlich Alkohol im Blut die Asylbewerberunterkunft in der Bahnstraße aufgesucht und dort einen 41-Jährigen mit einem Messer bedroht hatte.

Um 18.15 Uhr am Dienstagabend erschien der Aussiedler aus Kasachstan deutlich alkoholisiert in der Bahnstraße und bedrohte einen Bewohner der dortigen kommunalen Unterbringungseinrichtung für Asylbewerber. Er hielt ein Messer in die Richtung des 41-jährigen Mannes und drohte damit, dass er alle abstechen werde. Die herbeigerufene Polizei beschlagnahmte das Messer und sprach dem 36-Jährigen einen Platzverweis aus. Als er diesem nicht nachkam, nahmen ihn die Beamten zur Verhinderung weiterer Straftaten mit auf die Wache, wo er in der Zelle seinen Rausch ausschlafen durfte. Auf den Wipperfürther wartet nun ein Strafverfahren. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund könne ausgeschlossen werden, so die Polizei.

Stadtradeln in Wipperfürth: Die 100.000 sollen geknackt werden


Knackt Wipperfürth die 100.000 km? Jeder Kilometer zählt!

Dieses Jahr ist es wieder so weit: Nachdem Wipperfürth bereits 2014 am „Stadtradeln“ teilnahm und mit insgesamt 263 Radlern in drei Wochen fast 90.000 Kilometer zurücklegte, soll in diesem Jahr die magische 100.000-Kilometer-Marke geknackt werden. Jeder kann sich ab jetzt online anmelden und seine gestrampelten Kilometer eintragen.

Der Aktionszeitraum vom 16. Mai bis zum 5. Juni startet mit einer von der IG Fahr Rad und Dirk Osberghaus von der Stadtverwaltung organisierten Auftakttour am Pfingstmontag. Bei dieser geht es für alle interessierten Radler um 10 Uhr vom Marktplatz aus nach Egen, wo eine kleine Erfrischung wartet. Anschließend geht es drei Wochen lang um jeden Kilometer – und vor allem um den Klimaschutz: Ziel der Aktion ist es schließlich, möglichst viele Menschen zum Umstieg vom Auto auf das Fahrrad zu bewegen und damit etwas für das Klima zu tun.

Und so funktioniert das „Stadtradeln“ in Wipperfürth:

  • Im Zeitraum von 16. Mai bis 5. Juni möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegen, egal ob in der Freizeit, auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen.
  • Mitmachen können alle, die in Wipperfürth wohnen, arbeiten, zur Schule gehen oder einem Wipperfürther Verein angehören.
  • Die Anmeldung ist möglich unter www.stadtradeln.de, wo sich jeder einem Wipperfürther Team anschließen oder ein eigenes Team gründen kann.
  • Alle während des Aktionszeitraums geradelten Kilometer werden im Online-Radelkalender auf stadtradeln.de eingegeben und verhelfen so der ältesten Stadt des Bergischen Landes zu einer hoffentlich guten Endplatzierung.

Zum Stadtradeln-Endspurt findet am Sonntag, den 5. Juni das „Bergische Trassen-Treffen“ auf der Wasserquintett-Bahntrasse zwischen Marienheide und Bergisch-Born sowie der Balkantrasse zwischen Leverkusen-Opladen und Remscheid-Lennep statt. Von 10 bis 16 Uhr wird es hierfür eine Stempelstation direkt an der Trasse in Höhe von „RR-Bikes“ geben. Die Sieger des Wipperfürther Stadtradelns 2016 werden dann im Rahmen der Bergwertung von „Rund um Köln“ am Sonntag, den 12. Juni am Eventpoint in Agathaberg geehrt.

>> Mehr Infos zum Stadtradeln 2016 in Wipperfürth

Muttertag im Zeichen der Jugend: Phoenix-U16 und die Flames feiern Premiere

(pho) Hämmern rückt am Sonntag mit seinem ersten Liga-Turnier der U16 in den Mittelpunkt der Football-Landesliga NRW Süd. Zum ersten Mal bestreitet die U16-Mannschaft der PHOENIX Bergisch-Land ein Turnier auf dem heimischen Grün in Hämmern. Ab 11 Uhr treffen vier U16 Teams in 6 Spielen im Turniermodus aufeinander.

Aber nicht nur die Jungs feiern Ihre Premiere in der Öffentlichkeit. Auch die Cheerleader, die Flames of Phoenix, werden am Sonntag zum ersten Mal ihr Programm darbieten und die Jungs zusätzlich von der Sideline aus anfeuern. Mit frischem Grillgut aus der Region, Salaten, Kuchen und kalten Getränken freuen sich die Footballer bei prallem Sonnenschein und vorausgesagten 26 Grad auf ein volles Haus und eine geile Football-Party an der Hilgersbrücke.

Spielplan:

  • 11.00 Uhr: PHOENIX Bergisch Land U16 – Düsseldorf Bulldozer U16
  • 11.00 Uhr: Westerwald Giborim U16 – Schiefbahn Riders U16
  • 12.00 Uhr: PHOENIX Bergisch Land U16 – Schiefbahn Riders U16
  • 12.00 Uhr: Westerwald Giborim U16 – Düsseldorf Bulldozer U16
  • 13.00 Uhr: PHOENIX Bergisch Land U16 – Westerwald Giborim U16
  • 13.00 Uhr Schiefbahn Riders U16 – Düsseldorf Bulldozer U16

Im Anschluss spielt die erste Mannschaft des TSV Hämmern ab 16 Uhr um den Aufstieg.

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Neustrukturierung des Kürtener Nahverkehrs: Auch Wipperfürth könnte profitieren


Demnächst als Schnellbus über Wipperfeld nach Bensberg oder Duckterath?

Im rheinisch-bergischen Kürten ist Mobilität zur Zeit das ganz große Thema. Neue Schnellbuslinien und Park-and-Ride-Plätze sind angedacht, um die zahlreichen Pendler aus der Gemeinde schneller in Richtung Gladbach und Köln zu bringen. Von den geplanten Änderungen im ÖPNV könnte letztlich auch Wipperfürth profitieren.

Glaubt man Dr. Reimar Molitor vom Verein „Region Köln/Bonn e.V.“, muss es jetzt schnell gehen: Explodierende Mietpreise und der immer stärker in Erscheinung tretende Wohnungsmangel in Köln ließen vor allem Familien in die umliegenden Kommunen flüchten, berichtete der Diplom-Geograph auf einer Veranstaltung in Kürten. Damit diese auch zukünftig in einer möglichst akzeptablen Zeit zu ihren Jobs in die Domstadt gelangen können, seien „mutige Schritte“ erforderlich. Der Stillstand auf den Straßen werde sich weiter verschärfen, Autofahrer würden zum Umstieg auf den ÖPNV gezwungen sein, „weil es keine andere Möglichkeit gibt“, so Molitor.

Für das Bergische bedeute dies zunächst einmal den Bau eines Park-and-Ride-Platzes in Kürten-Spitze sowie die Einrichtung von Schnellbuslinien. Diese könnten beispielsweise von Wipperfürth aus über Wipperfeld und Bechen nach Spitze und von dort aus weiter nach Bensberg zum KVB-Bahnhof der Linie 1 oder über Eikamp und Hebborn weiter zum S-Bahnhof Duckterath fahren. Langfristig könne die Trasse der Linie 1 von Bensberg aus weiter nach Spitze ausgebaut sowie ein zweites S-Bahn-Gleis zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach realisiert werden.

Von den geplanten Änderungen würde auch Wipperfürth in nicht unerheblichem Maße profitieren. Bei einer durchschnittlichen Fahrtdauer in die Kölner City von 82 Minuten mit der Buslinie 426 und S-Bahn-Linie 11 dürften sich bisher wohl nur wenige Wipperfürther Pendler überlegt haben, vom Auto auf den ÖPNV umzusteigen. Die Chancen für eine Umsetzung stehen nicht schlecht: Im Jahr 2019 läuft der Solidarbeitrag aus, damit werden Finanzmittel frei.

>> Region Köln/Bonn e.V.