Schlagende, tretende und schreiende Hagenerin landete in Polizeigewahrsam

Statt in der Disco landete sie in der Zelle: Eine 20-jährige Hagenerin hatte in der Nacht von Samstag auf Ostersonntag so heftig randaliert, dass sie in stark alkoholisiertem Zustand von der Polizei in Gewahrsam genommen werden musste. Dies hielt die junge Dame allerdings nicht davon ab, auch noch die Beamten anzupöbeln.

Der jungen Frau aus Hagen wurde gegen 0.30 Uhr am Ostersonntag der Einlass in eine Diskothek in der Lenneper Straße verwehrt. Sie hatte im Eingangsbereich randaliert, woraufhin die Polizei gerufen wurde. Die Beamten erteilten der 20-Jährigen zunächst einen Platzverweis, dem diese aber nicht nachkam. Sie wurde daraufhin in Gewahrsam genommen und zur Polizeiwache transportiert. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von etwa 1,1 Promille. Während der gesamten Fahrt schlug und trat die junge Hagenerin nach den Polizisten und schrie ohne Unterlass. Auf der Wache musste sie eine Blutprobe abgeben und die Nacht in der Zelle verbringen.

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Warum Wipperfürth oft den meisten Regen in Nordrhein-Westfalen abbekommt


Es staut sich im Oberbergischen: Simulation zur Entstehung von Steigungsregen

Eigentlich ziemlich gemein: Über 34.000 km² ist unser Heimatland Nordrhein-Westfalen groß und ausgerechnet wir im kleinen, aber feinen Wipperfürth bekommen oft den meisten Regen ab. Aber warum ist das so? Die Ursache ist denkbar einfach: Wir leben genau dort, wo die atlantischen Luftmassen erstmals auf Berge treffen.

Schaut man sich die Niederschlagsstatistiken diverser Wetterstationen in Nordrhein-Westfalen an, wird man immer wieder auf einen Namen treffen: Wipperfürth. Die älteste Stadt des Bergischen Landes thront auffällig oft an der einsamen Spitze der Regenmengen in NRW – und das sowohl täglich und monatlich als auch jährlich. So kommen an grauen Wintertagen mit Dauerregen gut und gerne mal Summen von über 50 Liter pro Quadratmeter zusammen. Im gesamten Jahr werden es meist zwischen 1.400 und 1.500 Liter. Zum Vergleich: In Köln kommen in einem Jahr gerade mal knapp 800 Liter runter, in der Zülpicher Börde sogar nur um die 600 Liter.

Der Grund für diesen schon recht großen Unterschied liegt westlich von uns. Fährt man vom Bergischen aus nach Köln hinunter weiter in Richtung Belgien und Niederlande, wird man kaum auf größere Berge treffen. Weite und flache Landschaften prägen das Bild bis an die Küsten des Ärmelkanals und des Atlantiks. Gerade von dort kommt über das Jahr hinweg meist auch unser Wetter: Milde und feuchte Luftmassen gelangen mit zum Teil kräftigen westlichen Strömungen immer wieder zu uns ins Bergische. Da auf dem Weg vom Meer ins Binnenland größere Erhebungen fehlen, stauen sich die mit Feuchtigkeit angereicherten Luftmassen erstmals im bis zu 400 Meter hohen Oberbergischen und regnen sich bei uns ab.

Selbst im deutlich höher gelegeneren Sauerland fällt im Vergleich zum Oberbergischen über das Jahr hinweg weniger Regen. Die von Westen kommenden Luftmassen verlieren bereits an den ersten Steigungen so viel an Feuchtigkeit, dass für das Sauerland häufig nicht mehr allzu viel übrig bleibt. So kommt das Hochsauerland mit der Region um Winterberg und den Kahlen Asten in der Jahressumme oft auf ein paar hundert Liter weniger als das Oberbergische. Nicht umsonst weist der Norden des Oberbergischen Kreises mit seinem Wasserreichtum die höchste Talsperrendichte in ganz Europa auf. Das viele Nass von oben hat also auch seine guten Seiten…

InHK: Grüne wollen Wipperfürther Einzelhandel unterstützen


Mit dieser Karte wollen sich die Grünen für das Einkaufen in Wipperfürth stark machen

Das „Integrierte Handlungskonzept“ (InHK) zum Umbau der Innenstadt spaltet weiterhin die Gemüter. Auch in diesem Jahr kommen auf Händler, Anwohner und Nutzer der City zahlreiche Bauarbeiten mit Sperrungen und Umleitungen zu. Die Wipperfürther Grünen wollen sich deshalb nun für den lokalen Einzelhandel einsetzen.

Gleich von mehreren Seiten sei das Thema Innenstadtentwicklung und damit auch das InHK nicht positiv kommuniziert worden, so die Grünen. Sowohl die Stadtspitze als auch ESW und IG lebten den integrierten Ansatz des Konzeptes zu wenig und schädigten sogar den Standort Innenstadt durch verkürzte Darstellungen und mangelnden Unternehmergeist, heißt es in einer Mitteilung auf der Internetseite der Wipperfürther Grünen. Demnach wolle der Ortsverein eine Aktion mit dem Ziel starten, „endlich wieder positive Signale und Initiativen“ auszulösen.

In ihrer Kartenaktion plädieren die Grünen für mehr Regionalität, Nachhaltigkeit und Demokratie. Die hohen Steuermittel, die von Land und Stadt in die City investiert werden, ließen sich nicht durch einen plumpen Stadtumbau rechtfertigen. Niemand werde mehr einkaufen, wenn er oder sie nun links oder rechts herum fahren soll. Viel mehr bedürfe es einer ernsthaften Umsetzung des integrierten Ansatzes, der nicht zuletzt den Einzelhandel, die Immobilienbesitzer und private Initiativen in den Fokus nimmt, so die Grünen. Eine „Politik der 70er-Jahre mit viel Betongold“ werde die Ratsfraktion nicht unterstützen, heißt es.

Gerade bei solchen Projekten sei Demokratie gefordert. Dies bedeute aber nicht, dass wenige Bedenkenträger „automatisch die Wahrheit gefressen“ hätten. Kritik sei einzubeziehen und in die Pflicht zu nehmen, finden die Wipperfürther Grünen. Wer sage, wie es nicht geht, der müsse auch sagen, wie es geht. Daher sprechen sich die Grünen für einen anderen Arbeitskreis aus, der mehr Denkweisen berücksichtigen und beispielsweise jungen Leuten die Möglichkeit geben solle, den Händlern zu sagen, was ihnen in Wipperfürth fehlt.

>> Grüne Wipperfürth

DSL-Ausbau geht zügig voran


Neu errichtetes Multifunktionsgehäuse in der Gaulstraße

Der Breitbandausbau im ländlichen Raum war auch für Wipperfürth in den vergangenen Jahren immer wieder ein großes Thema. Nicht nur Anwohner klagten über langsames Internet, auch die ansässigen Unternehmen vermissten einen schnellen DSL-Anschluss. Nun allerdings scheint sich ein Ende der trägen Datenverbindungen abzuzeichnen.

Bereits in den Jahren 2010 bis 2012 wurden die Außenbereiche Kupferberg, Kreuzberg, Egen, Hämmern, Thier, Agathaberg und Dohrgaul mit Unterstützung der Hansestadt Wipperfürth durch die Telekom mit modernster VDSL-Technik ausgestattet. Nun nimmt der von der Telekom eigenfinanzierte Ausbau für weitere rund 6.000 Haushalte im Bereich der Wipperfürther Innenstadt neue Fahrt auf. Die dafür nötigen Bauarbeiten haben bereits begonnen.

Los ging es mit den Tiefbauarbeiten in der Innenstadt, auf dem Düsterohl sowie auf der Leye, Neye und Sanderhöhe, in Münte und im Tal der Wipper bis Ohl. Diese sollen laut Telekom bis Juni 2016 abgeschlossen sein. Die ersten DSL-Multifunktionsgehäuse wurden bereits errichtet. Spätestens im vierten Quartal diesen Jahres sollen dann die fertigen Anschlüsse mit Downloadraten bis zu 100 Mbit/s über die Provider buchbar sein.

Zusätzlich zu den aktuell laufenden Ausbauten hat die Wipperfürther Verwaltung im Februar einen Förderantrag für Beratungs- und Planungsleistungen nach der Richtlinie „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ gestellt. Mit einer Förderzusage könne nach Rücksprache mit den zuständigen Bundesministerium „kurzum gerechnet werden“, so die Verwaltung. Ziel ist es, die Versorgungslage im gesamten Stadtgebiet und in den Gewerbegebieten durch ein Fachplanungsbüro prüfen zu lassen und weitere Förderanträge zum Ausbau der verbleibenden unterversorgten Bereiche zu stellen.

Tobias Kapellen verlässt den VfR


Der VfR Wipperfürth feiert in diesem Jahr seinen 102. Geburtstag

Ein herber Verlust für den abstiegsbedrohten VfR Wipperfürth: Der langjährige Stammspieler und Torhüter Tobias Kapellen wird den Verein zum Saisonende in Richtung Lindlar verlassen. Er suche „eine neue Herausforderung“, heißt es.

Der VfR Wipperfürth ohne seinen Keeper Tobias Kapellen? Das war für lange Jahre absolut undenkbar. Mit der Zeit mauserte sich der 30-Jährige zu einem der besten Torhüter im gesamten Fußballkreis Berg und damit auch zum ungefährdeten Stammspieler beim VfR. Wie „Oberberg aktuell“ berichtet, soll damit jedoch bald Schluss sein. Kapellen heuert demnach zur neuen Saison beim benachbarten Landesligisten TuS Lindlar an – und zwar ligaunabhängig. Damit wird Kapellen auch für Lindlar spielen, wenn der TuS wieder in die Bezirksliga absteigen sollte.

Wipperfürther Stadtmeister 2016 im Schwimmen stehen fest

(dlrg) Am gestrigen Samstag war es wieder soweit: Bereits zum zehnten Mal fanden im Walter-Leo-Schmitz-Bad die Stadtmeisterschaften im Schwimmen statt. Die DLRG konnte zu den Wettkämpfen wieder eine sehr hohe Zahl an Schwimmern und Schwimmerinnen begrüßen. Auch zahlreiche Fans fanden den Weg ins Schwimmbad.

Die Sportler mussten in Abhängigkeit ihres Alters jeweils ein oder zwei Disziplinen absolvieren. Nach insgesamt 55 spannenden Läufen standen die neuen Stadtmeister fest:

  • AK 8 m: Wilbert Lürs, Nikolausschule
  • AK 8 w: Jona Schwammborn, KGS St. Antonius
  • AK 9 m: Louis Gude, Nikolausschule
  • AK 9 w: Ronja Auer, KGS St. Antonius
  • AK 10 m: Philipp Tupait, KGS St. Antonius
  • AK 10 w: Eva Lily Jeschke
  • AK 11/12 m: Fynn Raffelsieper, TV Wipperfürth
  • AK 11/12 w: Sophie Wroblowski
  • AK 13/14 m: Hendrik Jan Hintemann, TV Wipperfürth
  • AK 13/14 w: Janine Schulz, DLRG Marienheide
  • AK 15/16 m: Jakob Tschernich, DLRG Marienheide
  • AK 15/16 w: Manisha Pramor, TV Wipperfürth
  • AK 17/18 m: Pascal Kratzke, TV Wipperfürth
  • AK 17/18 w: Frederike Kurth, DLRG Wipperfürth
  • AK offen m: Henry Wuttke, DLRG Wipperfürth
  • AK offen w: Elke Berges, DLRG Marienheide

Neben den Einzelwettbewerben ermittelten auch zahlreiche Staffeln ihre Stadtmeister. Titel gingen dabei an die KGS St. Nikolaus, die KGS St. Antonius, die Hermann-Voss-Realschule, das Team Bürgerbad Hückeswagen, den TV Wipperfürth und an die DLRG.

Der vom Stadtsportverband gestiftete Preis für den teilnehmerstärksten Verein ging auch dieses Jahr wieder an den TV Wipperfürth unter der Leitung von Thomas Kratzke. Den Titel der teilnehmerstärksten Schule konnte die St.-Antonius-Grundschule mit 37 Einzelstartern und 9 Staffeln verteidigen. Damit sicherten sich die KGS St. Antonius und der TV Wipperfürth wiederholt die Pokale und das damit verbundene Preisgeld.

Insgesamt freute sich die Wipperfürther DLRG über 138 Einzelschwimmer und 26 Staffeln, die wiederum aus jeweils vier Schwimmern bestanden. Genau 138 Einzelteilnehmer gab es auch bei den Stadtmeisterschaften im letzten Jahr. Die Zahl der Staffeln ist erfreulicherweise leicht gestiegen. Ein besonderer Dank der DLRG gilt den Lehrern und Trainern, die ihre Schützlinge so zahlreich an den Start brachten. Für die Zukunft dürfen gerne noch mehr Jugendliche und Erwachsene die Veranstaltung durch ihre Teilnahme weiter aufwerten, so die DLRG.

>> Ergebnislisten und weitere Infos: Homepage der DLRG Wipperfürth

Polizei und Staatsanwaltschaft fahnden nach gewerbsmäßigem Betrüger


Gleich vier Mal an einem Tag plünderte der Unbekannte Konten von Bankkunden

Polizei und Staatsanwaltschaft Aachen fahnden zur Zeit mit Fotos einer Überwachungskamera nach einem Betrüger, der im vergangenen Jahr in Aachen, Wipperfürth und Nümbrecht-Winterborn aufgefallen ist. Möglicherweise ist er gewerbsmäßig tätig und hat weitere Taten im gesamten Bundesgebiet begangen.

Der bislang unbekannte Tatverdächtige hatte in den verschiedenen Banken jeweils einen gefälschten österreichischen Pass vorgelegt, der auf die Personalien eines real existierenden Kunden ausgestellt war. Damit ließ er sich Geldbeträge auszahlen und ergaunerte sich mehrere tausend Euro. Wie der Mann an die Kundendaten gelangen konnte, ist bislang unklar.

Der Mann verübte seine Taten am Dienstag, dem 1. September 2015 zunächst zwei Mal in Aachen (11.09 Uhr und 11.27 Uhr), bevor er am Nachmittag des selben Tages um 14.09 Uhr in Wipperfürth und kurz darauf in Nümbrecht-Winterborn erschien. Polizei und Staatsanwaltschaft hatten bereits im vergangenen Jahr Bilder aus Überwachungskameras veröffentlicht, bisher jedoch keinerlei Hinweise auf den gesuchten Mann erhalten.

Hinweise auf die Identität der Person nimmt die Aachener Kripo unter Tel. 0241/9577-31301 oder 0241/9577-34210 (außerhalb der Bürozeiten) entgegen.

Drogenkonsum: Rollerfahrer fiel fast zu Boden

Bei einer Polizeikontrolle auf der Nordtangente ging den Beamten am vergangenen Freitagabend ein 32-jähriger Rollerfahrer ins Netz: Er stand unter Einfluss von Drogen und fuhr zudem ohne gültige Fahrerlaubnis.

Der Besatzung eines Streifenwagens fiel am Freitag um 17.45 Uhr auf der Nordtangente die unsichere Fahrweise des Rollerfahrers auf und hielt diesen daraufhin an. Zuvor war der 32-Jährige in Schlangenlinien vor den Polizisten hergefahren. Als der Mann von seinem Roller absteigen wollte, fiel er fast zu Boden. Im weiteren Verlauf der Kontrolle hatte er mit deutlichen Gleichgewichtsproblemen zu kämpfen. Zudem konnten die Beamten körperliche Anzeichen für kürzlichen Drogenkonsum feststellen. Darauf angesprochen, gab der 32-Jährige diesen auch zu.

Nach Abnahme einer Blutprobe musste der Mann seinen Roller stehen lassen. Da bei der Kontrolle zudem festgestellt wurde, dass er sich nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis befand, wartet auf ihn auch diesbezüglich ein Strafverfahren.