Zukunft Wipperfürth: Weniger, bunter, älter


Die Gemeindeporträts mit den Bevölkerungs- und Prognosedaten zum Download

Der Oberbergische Kreis hat eine neue Broschüre zur Bevölkerungsentwicklung seiner Städte und Gemeinden veröffentlicht. Auch für Wipperfürth sind sämtliche Daten in Grafiken und Zahlen übersichtlich zusammengefasst. Unter anderem gibt es einen Ausblick darauf, wie unsere Hansestadt im Jahr 2040 aussehen könnte.

Der demographische Wandel macht auch vor dem Oberbergischen nicht Halt: Geringe Geburtenzahlen und steigende Lebenserwartung stellen in Zukunft immer mehr Städte und Gemeinden vor die Herausforderung sinkender Einwohnerzahlen. Gerade ländliche Kommunen müssen sich in den kommenden Jahrzehnten darauf einstellen, dass selbst positive Wanderungssalden die negative natürliche Bevölkerungsveränderung nicht mehr kompensieren können. Dabei stehen Wipperfürth und Oberberg im bundesweiten Vergleich noch recht gut da. Im Gegensatz zu strukturschwachen Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern oder Nordhessen trägt vor allem die Nähe zu den Ballungsräumen an Rhein und Ruhr dazu bei, dass die Bevölkerungsabnahme bei uns aller Voraussicht nach nicht allzu gravierend ausfällt.

Laut Gemeindeporträt des Oberbergischen Kreises lebten zum Ende des Jahres 2014 insgesamt 21.334 Personen in Wipperfürth. Demnach werden es im Jahr 2020 nur noch rund 20.800 sein, zehn Jahre später noch knapp 19.850 und im Jahr 2040 etwa 18.800. Zudem wird ein deutlich steigender Anteil der über 45-Jährigen an der Wipperfürther Gesamtbevölkerung prognostiziert: Machten diese Ende 2014 noch einen Prozentsatz von 51% aus, könnten es 2040 schon fast 60% sein. Bei den Altersgruppen unter 10 Jahren wird angesichts weiterhin geringer Geburtenziffern mit einer stetigen Abnahme gerechnet, so dass sich auch die Wipperfürther Schullandschaft in Zukunft auf weitere Veränderungen gefasst machen muss.

Im Vergleich zu den anderen oberbergischen Kommunen wies Wipperfürth für 2014 den höchsten natürlichen Saldo durch Geburten und Todesfälle auf. Während Radevormwald durch einen deutlichen Überschuss an Sterbefällen 139 Einwohner „verlor“, waren es in Wipperfürth im gleichen Zeitraum nur 9. Die Anzahl der Zu- und Fortzüge glich sich 2014 für Wipperfürth aus: 937 Personen zogen zu, 938 von hier weg. Die Hansestadt verfügt somit im oberbergischen Vergleich zwar über eine geringe Zahl an Fortzügen, allerdings gab es auch wenig Zuzüge. Besonders Rade, Lindlar und Wiehl konnten durch einen Überschuss an Zuzügen positive Wanderungssalden in dreistelliger Höhe erzielen. Waldbröl hingegen hat mit der deutlich höchsten Zahl an Fortzügen zu kämpfen und beziffert auch insgesamt den höchsten Bevölkerungsverlust im Oberbergischen Kreis.

>> Gemeindeporträts Oberbergischer Kreis (PDF, 5 MB)

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