Infoveranstaltung: Konstruktive Ideen zur zukünftigen Gestaltung des Marktplatzes


Wolfgang Mesenholl (3. v. l.) und Jan Siebenmorgen (4. v. l.) von der Planungsgruppe MWM

Bis auf wenige Ausnahmen verlief die Diskussion rund um die zukünftige Gestaltung des Marktplatzes gestern Abend in der Drahtzieherei ruhig und sachlich. Im Vorfeld hatte es Ankündigungen von Protestaktionen mit Trillerpfeifen gegeben. Stattdessen wurden viele Ideen und Anregungen in den Planungsprozess eingebracht.

Mit Spannung war die Infoveranstaltung am Mittwochabend in der Alten Drahtzieherei erwartet worden. Eine Hand voll von Einzelpersonen hatte im Vorfeld der Veranstaltung angekündigt, Trillerpfeifen verteilen und damit ihren Protest gegen die Vorhaben des „Integrierten Handlungskonzepts“ (InHK) lautstark äußern zu wollen. Letztlich kamen die Pfeifen nicht zum Einsatz, dafür brachten die etwa 180 anwesenden interessierten Bürger konstruktive Ideen und auch sachlich geäußerte Kritik zur Marktplatzgestaltung in die Diskussion ein.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Bürgermeister Michael von Rekowski stellten Jan Siebenmorgen und Wolfgang Mesenholl von der Planungsgruppe MWM zunächst den aktuellen Sachstand der Baumaßnahmen im Rahmen des InHK sowie die Planungsentwürfe für den Marktplatz vor. Drei Varianten sowie eine Variantenkombination aus Elementen der bisherigen Entwürfe und der in den vergangenen Wochen geäußerten Ideen und Anregungen von Bürgern, Anliegern und Eigentümern präsentierten die Planer den Zuhörern. Diese unterscheiden sich im Wesentlichen durch verschiedene Gestaltungsentwürfe an der Südseite des Platzes – unter anderem mit einer Freitreppe – sowie durch variierende Zufahrtsmöglichkeiten auf den Platz.

Nach Abschluss des InHKs in etwa genau so viele Stellplätze wie heute

In der anschließenden Diskussion, die Dr. Reimar Molitor von der Region Köln/Bonn e.V. moderierte, waren einmal mehr die Parkplätze das große Thema. Neben einigen Wortmeldungen aus dem Publikum, die den Marktplatz als „zu voll gestellt“ mit Autos sehen und fragten, warum auf dem Marktplatz „überhaupt geparkt werden muss“, wurde auch Kritik an der geplanten Reduzierung der Stellplätze laut. Diese bedeute den „Tod der Innenstadt“, weil immer mehr Parkplätze wegfielen, hieß es. Laut Antwort der Planungsgruppe gebe es nach Abschluss aller Maßnahmen des InHKs im Innenstadtbereich in etwa genau so viele Stellplätze wie heute.

Doch es ging auch um andere Themen. Unter anderem wurde kritisiert, dass Wipperfürth die einzige Stadt im Bergischen Land sei, die über keine öffentliche behindertengerechte Toilette verfüge. Am Surgères-Platz sei eine solche Toilette allerdings in der Planung des InHK enthalten, antwortete Wolfgang Mesenholl. Neben der Frage nach dem zukünftigen Standort der Taxiplätze, die laut Antwort von MWM nach wie vor auf dem Marktplatz bleiben sollen, bewegte viele Anwesende auch die Befürchtung, die Marktstraße könne durch die Umgestaltung des Marktplatzes sehr viel mehr Verkehrsbelastung erfahren als bislang. In zwei der vorgestellten Varianten würde die Zufahrt auf den Platz künftig ausschließlich über die Marktstraße erfolgen.

Bürger können sich weiterhin mit Ideen und Anregungen einbringen

Wer sich über die Pläne für den Marktplatz informieren möchte, kann dies im Internet auf der Homepage der Hansestadt Wipperfürth tun oder Infos über die Citymanagerin Mery Kausemann einholen. Diese ist entweder persönlich im Alten Stadthaus am Marktplatz oder telefonisch unter Tel. 02267/64219 erreichbar. Auch Ideen, Anregungen und Kritik zu den Entwürfen können dort geäußert werden und fließen in den weiteren Planungsprozess ein. Dieser schreitet mit der Sitzung des Arbeitskreises zum InHK am 27. November sowie des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) am 9. Dezember weiter voran.

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