Verschiedene Varianten zur Gestaltung des Marktplatzes werden diskutiert


Wenig Aufenthaltsqualität, viele Parkplätze: Der Wipperfürther Marktplatz

Die Umsetzung des „Integrierten Handlungskonzepts“ (InHK) schreitet voran. In der weiteren Planung steht jetzt die zukünftige Gestaltung des Marktplatzes im Fokus der Akteure. Verschiedene Entwurfsvarianten wurden den Wirten, Pächtern, Anwohnern, Eigentümern und Interessensgruppen am Mittwochabend vorgestellt.

Der Marktplatz als Hotspot des Kneipenlebens und viel gepriesenes „Kleinod“ im Stadtbild spaltet die Gemüter. Das wurde im Laufe der Infoveranstaltung am Mittwochabend im Sitzungssaal des Rathauses mehr als deutlich. Geladen waren die Wirte, Eigentümer und Pächter des Marktplatzes sowie die verschiedenen Interessensgruppen. Wolfgang Mesenholl vom Planungsbüro MWM stellte die bisher erarbeiteten Varianten für eine mögliche zukünftige Gestaltung des Marktplatzes vor, im Rahmen derer als wesentliche Ziele eine Erhöhung der Aufenthaltsqualität auf dem Marktplatz sowie eine Sicherung der Flächen für Außengastronomie formuliert wurden.

Im Vorfeld der Abendveranstaltung waren vor allem die Parkplätze in aller Munde, da sich in der Stadt hartnäckige Gerüchte über angebliche Planungen eines „autofreien“ Marktplatzes hielten. So ging es auch im Sitzungssaal vorrangig um die zukünftig angedachte Anzahl der Stellplätze auf dem Marktplatz. Aus den Reihen der Wirte und des ESW wurde an die Verantwortlichen appelliert, man solle den Marktplatz wie ein „rohes Ei“ behandeln, weil die jetzige Situation über Jahrzehnte gewachsen sei und gut funktioniert habe. Baudezernent Volker Barthel betonte, dass die Bewilligung von Fördermitteln für eine Umgestaltung des Marktplatzes durch die Bezirksregierung ohne eine entsprechende Reduzierung von Stellplätzen kaum möglich sei.

Komplett „autofrei“ wird der Marktplatz aller Voraussicht nach nicht werden. Dennoch gab es bei den Veranstaltungsbesuchern einiges an Vorbehalten gegenüber den Entwürfen. Anwohner befürchteten, zukünftig noch schwieriger einen Parkplatz in der Nähe ihres Hauses zu finden. Wirte und ESW äußerten ihre Bedenken darüber, dass die umliegende Gastronomie jahrzehntelang von den Autos auf dem Marktplatz profitiert hätten und bei weniger Stellplätzen Umsatzeinbußen eintreten könnten. Doch es gab auch positive Stimmen. Nach diesen sei es eine einmalige Möglichkeit, aus dem „Parkplatz“ endlich wieder einen „richtigen Marktplatz“ zu machen. Gerade die Banken und die Gastronomie seien nicht auf Parkplätze direkt am Haus angewiesen und würden von einer höheren Aufenthaltsqualität des Marktplatzes profitieren.

Am Mittwoch, den 18. November findet in der „Alten Drahtzieherei“ eine abendliche Infoveranstaltung für alle Interessierten zum Thema Marktplatz statt. Dann werden die verschiedenen Varianten auch der breiten Öffentlichkeit ausführlich vorgestellt.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s