„Winterzauber“ zur Eröffnung der Bahnstraße


Die komplett neu gestaltete Bahnstraße

Es ist soweit: Die erste Straße der Wipperfürther Innenstadt wurde im Zuge des „Integrierten Handlungskonzepts“ (InHK) komplett neu gestaltet und wird am kommenden Samstag im Rahmen eines „Winterzaubers“ offiziell eröffnet.

Zwar wurde die Bahnstraße schon gut eine Woche vorher wieder für den Verkehr freigegeben, jedoch soll der Abschluss dieses ersten Bauabschnitts im Rahmen der Umsetzung des InHKs noch einmal gebührend gefeiert werden. Mit Fertigstellung der Bahnstraße verfügt Wipperfürth nun über eine moderne, barrierefreie Einkaufsstraße mit ansprechender Beleuchtung und Möblierung, die bereits einen kleinen Vorgeschmack auf das zukünftige Erscheinungsbild der Innenstadt bietet. Zudem wurde eine freundlicherweise von der Volksbank Wipperfürth-Lindlar eG gestiftete, digitale Informationsstele installiert, die in Zukunft über die Stadt, Veranstaltung und touristische Angebote informieren soll. Der Verkehr in der Bahnstraße wird jetzt in beiden Richtungen geführt, vom Kreisel Radiumstraße kommend in Richtung Hochstraße und umgekehrt.

Am Samstag wird die Bahnstraße um 10 Uhr durch Bürgermeister Michael von Rekowski offiziell eröffnet. Anschließend enthüllt Helmut Vilmar, Vorstand der Volksbank Wipperfürth-Lindlar eG, eine von der Volksbank gestiftete digitale Informationsstele. Für das leibliche Wohl sorgen die ansässigen Händler – und das auch noch gratis. Wer möchte, kann eine Spende abgeben, die dem ebenfalls in der Bahnstraße ansässigen Verein „Noh Bieneen“ zu Gute kommt. Der Nikolaus und die Musikschule Wipperfürth werden das Programm weihnachtlich abrunden. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zum „Winterzauber“ in der Bahnstraße eingeladen.

>> „Winterzauber“ auf Facebook

Advertisements

1,5 Promille: Alkoholisierter Pkw-Fahrer mit nur einem Vorderreifen unterwegs

Ein deutlich alkoholisierter Autofahrer wurde am Samstagabend dabei beobachtet, wie er versuchte, mit nur einem Vorderreifen an seinem Pkw die Ringstraße hoch zu fahren. Zuvor war er offenbar schon in Marienheide an einem Unfall beteiligt.

Wie die Polizei berichtet, meldete sich ein Zeuge gegen 17.55 Uhr bei der Polizei, nachdem er einen offenbar alkoholisierten Autofahrer beobachtet hatte. Dieser befuhr von der Gaulstraße kommend die Ringstraße in Richtung Berufskolleg. An dem grauen Ford Focus fehlte der rechte Vorderreifen komplett, so dass das Fahrzeug auf Grund der mangelnden Bodenhaftung den steilen Berg nicht hochkam. Der Fahrer rollte daraufhin wieder rückwärts die Ringstraße runter und stellte den Pkw auf dem Parkplatz einer Apotheke ab.

Die herbeigerufenen Polizeibeamten stellten fest, dass der abgestellte Pkw am linken Außenspiegel, am rechten vorderen Kotflügel und an der Beifahrerseite Beschädigungen aufwies. Neben dem fehlenden Vorderreifen war zudem der rechte Außenspiegel mit Klebeband befestigt. Der Fahrzeugführer, ein 43-jähriger Wipperfürther, stand deutlich unter Alkoholeinfluss. Ein Vortest ergab einen Wert von 1,5 Promille. Er gab an, dass er gegen 17.20 Uhr in Marienheide auf der Leppestraße unterwegs war und es dort zu einer Kollision der Außenspiegel mit einem anderen Fahrzeug kam. Anschließend verlor er die Kontrolle über seinen Pkw und sei nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Der andere Fahrer sei einfach weitergefahren.

Dem 43-Jährigen Wipperfürther wurde eine Blutprobe entnommen, da Nachtrunk nicht ausgeschlossen werden könne, so die Polizei. Zudem wurde der Führerschein beschlagnahmt und ein Strafverfahren eingeleitet. Wer Hinweise zu der Trunkenheitsfahrt oder dem angeblichen Unfallhergang in Marienheide geben kann, möge sich mit dem Verkehrskommissariat Wipperfürth unter Tel. 02261/81990 in Verbindung setzen.

Fünf Automaten bei Einbruch in Spielhalle aufgehebelt

Beim Einbruch in eine Spielhalle in der Hochstraße konnten die bislang unbekannten Täter in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag mehrere Automaten aufhebeln und Bargeld erbeuten. Die Polizei bittet nun um Hinweise aus der Bevölkerung.

Im Zeitraum zwischen 1 und 3 Uhr hebelten die Einbrecher am frühen Donnerstagmorgen die Haupteingangstür einer Spielhalle in der Hochstraße auf und gelangten in die Innenräume. Dort hebelten sie die Frontseiten von fünf Spielautomaten auf und entwendeten die Geldbehälter. Sie richteten einen Schaden in Höhe von rund 2000 Euro an.

Wer Hinweise zu verdächtigen Personen, Fahrzeugen oder Kennzeichen hat, möge diese an die Polizei unter dem kostenfreien Notruf 110 weitergeben.

Infoveranstaltung: Konstruktive Ideen zur zukünftigen Gestaltung des Marktplatzes


Wolfgang Mesenholl (3. v. l.) und Jan Siebenmorgen (4. v. l.) von der Planungsgruppe MWM

Bis auf wenige Ausnahmen verlief die Diskussion rund um die zukünftige Gestaltung des Marktplatzes gestern Abend in der Drahtzieherei ruhig und sachlich. Im Vorfeld hatte es Ankündigungen von Protestaktionen mit Trillerpfeifen gegeben. Stattdessen wurden viele Ideen und Anregungen in den Planungsprozess eingebracht.

Mit Spannung war die Infoveranstaltung am Mittwochabend in der Alten Drahtzieherei erwartet worden. Eine Hand voll von Einzelpersonen hatte im Vorfeld der Veranstaltung angekündigt, Trillerpfeifen verteilen und damit ihren Protest gegen die Vorhaben des „Integrierten Handlungskonzepts“ (InHK) lautstark äußern zu wollen. Letztlich kamen die Pfeifen nicht zum Einsatz, dafür brachten die etwa 180 anwesenden interessierten Bürger konstruktive Ideen und auch sachlich geäußerte Kritik zur Marktplatzgestaltung in die Diskussion ein.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Bürgermeister Michael von Rekowski stellten Jan Siebenmorgen und Wolfgang Mesenholl von der Planungsgruppe MWM zunächst den aktuellen Sachstand der Baumaßnahmen im Rahmen des InHK sowie die Planungsentwürfe für den Marktplatz vor. Drei Varianten sowie eine Variantenkombination aus Elementen der bisherigen Entwürfe und der in den vergangenen Wochen geäußerten Ideen und Anregungen von Bürgern, Anliegern und Eigentümern präsentierten die Planer den Zuhörern. Diese unterscheiden sich im Wesentlichen durch verschiedene Gestaltungsentwürfe an der Südseite des Platzes – unter anderem mit einer Freitreppe – sowie durch variierende Zufahrtsmöglichkeiten auf den Platz.

Nach Abschluss des InHKs in etwa genau so viele Stellplätze wie heute

In der anschließenden Diskussion, die Dr. Reimar Molitor von der Region Köln/Bonn e.V. moderierte, waren einmal mehr die Parkplätze das große Thema. Neben einigen Wortmeldungen aus dem Publikum, die den Marktplatz als „zu voll gestellt“ mit Autos sehen und fragten, warum auf dem Marktplatz „überhaupt geparkt werden muss“, wurde auch Kritik an der geplanten Reduzierung der Stellplätze laut. Diese bedeute den „Tod der Innenstadt“, weil immer mehr Parkplätze wegfielen, hieß es. Laut Antwort der Planungsgruppe gebe es nach Abschluss aller Maßnahmen des InHKs im Innenstadtbereich in etwa genau so viele Stellplätze wie heute.

Doch es ging auch um andere Themen. Unter anderem wurde kritisiert, dass Wipperfürth die einzige Stadt im Bergischen Land sei, die über keine öffentliche behindertengerechte Toilette verfüge. Am Surgères-Platz sei eine solche Toilette allerdings in der Planung des InHK enthalten, antwortete Wolfgang Mesenholl. Neben der Frage nach dem zukünftigen Standort der Taxiplätze, die laut Antwort von MWM nach wie vor auf dem Marktplatz bleiben sollen, bewegte viele Anwesende auch die Befürchtung, die Marktstraße könne durch die Umgestaltung des Marktplatzes sehr viel mehr Verkehrsbelastung erfahren als bislang. In zwei der vorgestellten Varianten würde die Zufahrt auf den Platz künftig ausschließlich über die Marktstraße erfolgen.

Bürger können sich weiterhin mit Ideen und Anregungen einbringen

Wer sich über die Pläne für den Marktplatz informieren möchte, kann dies im Internet auf der Homepage der Hansestadt Wipperfürth tun oder Infos über die Citymanagerin Mery Kausemann einholen. Diese ist entweder persönlich im Alten Stadthaus am Marktplatz oder telefonisch unter Tel. 02267/64219 erreichbar. Auch Ideen, Anregungen und Kritik zu den Entwürfen können dort geäußert werden und fließen in den weiteren Planungsprozess ein. Dieser schreitet mit der Sitzung des Arbeitskreises zum InHK am 27. November sowie des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) am 9. Dezember weiter voran.

Gut besuchter Infoabend zu „Wipp800“


Bürgermeister Michael von Rekowski begrüßt die Besucher des Infoabends

Rund 250 Besucher kamen am Donnerstagabend in die Drahtzieherei, um sich über das Wipperfürther Stadtjubiläum „Wipp800“ im Jahr 2017 zu informieren. Auch zum im gleichen Jahr stattfindenden „Westfälischen Hansetag“ gab es Informationen.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Im Jahr 2017 stehen gleich zwei große Veranstaltungen an, die einiges an Vorplanung benötigen. Zu diesem Zweck fand am Donnerstagabend in der Drahtzieherei eine Infoveranstaltung statt, um die zahlreich erschienenen interessierten Besucher über das weitere Vorgehen zu informieren. Dabei stellten Dirk Osberghaus und Franziska Körber von der Lenkungsgruppe „Wipp800“ zunächst die ersten Details zum „34. Westfälischen Hansetag“ vor, den Wipperfürth im Jahr 2017 ausrichten wird.

48 westfälische Hansestädte werden sich vom 30. Juni bis 2. Juli 2017 an Ständen in der Wipperfürther Innenstadt auf einem Hansemarkt präsentieren. Auf dem Hausmannsplatz ist ein „Fest der Kulturen“ geplant und auf dem Klosterberg soll ein Mittelaltermarkt stattfinden. Zudem gibt es ein Spielareal für Kinder sowie ein buntes Rahmenprogramm auf den Bühnen der bespielten Plätze. Erwartet wird für das Wochenende, basierend auf Erfahrungen von vergangenen Hansetagen, eine Gesamtbesucherzahl von 40.000 Personen. Um einem Verkehrschaos vorzubeugen, ist die Einrichtung von Park-and-Ride-Plätzen mit Shuttlebussen zwischen Stadtrand und City geplant.

Direkt nach dem Hansetag schließt sich vom 3. bis 9. Juli das „WippFestival“ an: In dieser Woche, dem Höhepunkt des Festjahres, soll die Identifikation der Wipperfürther mit ihrer Stadt sowie die Zusammengehörigkeit gestärkt werden. An den Werktagen sind verschiedene zielgruppenspezifische Programmpunkte geplant, die beispielsweise die Senioren, die Schulen und die Vereine in den Fokus rücken sollen. Das Wochenende am 8. und 9. Juli ist dann als ein „Dankeschön“ an die Bevölkerung für ihren unermüdlichen und ehrenamtlichen Einsatz gedacht. Unter anderem wird ein umfangreiches Bühnenprogramm mit bekannten Showacts stattfinden.

Das Motto von „Wipp800“ lautet „Wir zusammen – Von Wipperfürthern für Wipperfürther“. Dementsprechend lebt das Festjahr sowie insbesondere die unterjährigen Veranstaltungen vom Engagement und von den Ideen der Bürgerschaft. Wer sich selbst mit eigenen Vorstellungen und Anregungen zu Veranstaltungen oder Aktionen einbringen möchte, kann sich auf der Internetseite der Stadt Wipperfürth über die Kriterien und konzeptionellen Überlegungen informieren und dort auch die Unterlagen zur Einreichung abrufen.

Verschiedene Varianten zur Gestaltung des Marktplatzes werden diskutiert


Wenig Aufenthaltsqualität, viele Parkplätze: Der Wipperfürther Marktplatz

Die Umsetzung des „Integrierten Handlungskonzepts“ (InHK) schreitet voran. In der weiteren Planung steht jetzt die zukünftige Gestaltung des Marktplatzes im Fokus der Akteure. Verschiedene Entwurfsvarianten wurden den Wirten, Pächtern, Anwohnern, Eigentümern und Interessensgruppen am Mittwochabend vorgestellt.

Der Marktplatz als Hotspot des Kneipenlebens und viel gepriesenes „Kleinod“ im Stadtbild spaltet die Gemüter. Das wurde im Laufe der Infoveranstaltung am Mittwochabend im Sitzungssaal des Rathauses mehr als deutlich. Geladen waren die Wirte, Eigentümer und Pächter des Marktplatzes sowie die verschiedenen Interessensgruppen. Wolfgang Mesenholl vom Planungsbüro MWM stellte die bisher erarbeiteten Varianten für eine mögliche zukünftige Gestaltung des Marktplatzes vor, im Rahmen derer als wesentliche Ziele eine Erhöhung der Aufenthaltsqualität auf dem Marktplatz sowie eine Sicherung der Flächen für Außengastronomie formuliert wurden.

Im Vorfeld der Abendveranstaltung waren vor allem die Parkplätze in aller Munde, da sich in der Stadt hartnäckige Gerüchte über angebliche Planungen eines „autofreien“ Marktplatzes hielten. So ging es auch im Sitzungssaal vorrangig um die zukünftig angedachte Anzahl der Stellplätze auf dem Marktplatz. Aus den Reihen der Wirte und des ESW wurde an die Verantwortlichen appelliert, man solle den Marktplatz wie ein „rohes Ei“ behandeln, weil die jetzige Situation über Jahrzehnte gewachsen sei und gut funktioniert habe. Baudezernent Volker Barthel betonte, dass die Bewilligung von Fördermitteln für eine Umgestaltung des Marktplatzes durch die Bezirksregierung ohne eine entsprechende Reduzierung von Stellplätzen kaum möglich sei.

Komplett „autofrei“ wird der Marktplatz aller Voraussicht nach nicht werden. Dennoch gab es bei den Veranstaltungsbesuchern einiges an Vorbehalten gegenüber den Entwürfen. Anwohner befürchteten, zukünftig noch schwieriger einen Parkplatz in der Nähe ihres Hauses zu finden. Wirte und ESW äußerten ihre Bedenken darüber, dass die umliegende Gastronomie jahrzehntelang von den Autos auf dem Marktplatz profitiert hätten und bei weniger Stellplätzen Umsatzeinbußen eintreten könnten. Doch es gab auch positive Stimmen. Nach diesen sei es eine einmalige Möglichkeit, aus dem „Parkplatz“ endlich wieder einen „richtigen Marktplatz“ zu machen. Gerade die Banken und die Gastronomie seien nicht auf Parkplätze direkt am Haus angewiesen und würden von einer höheren Aufenthaltsqualität des Marktplatzes profitieren.

Am Mittwoch, den 18. November findet in der „Alten Drahtzieherei“ eine abendliche Infoveranstaltung für alle Interessierten zum Thema Marktplatz statt. Dann werden die verschiedenen Varianten auch der breiten Öffentlichkeit ausführlich vorgestellt.

Bauarbeiten im Zeitplan: Ab Ende November wieder alte Verkehrsführung


Die Wipperfürther Bahnstraße: Bald wieder frei befahrbar

Es dauert nicht mehr lange, bis die Baustellen vorerst wieder aus dem Stadtbild verschwunden sein werden: Ab Ende November wird die neu gestaltete Bahnstraße sowie der angrenzende Kreisverkehr an der „Alten Post“ für den Verkehr freigegeben. Auch die Bauarbeiten in der Unteren Straße werden bis dahin abgeschlossen sein.

Es ist ein Vorgeschmack, wie die Wipperfürther Innenstadt in Zukunft aussehen wird: Barrierefrei und neu gepflastert ist die Bahnstraße schon jetzt, bis Ende November soll zudem die neue Möblierung mit Bänken und Abfalleimern hinzukommen. Die Arbeiten am neuen Kreisverkehr an der Radiumstraße sind voll im Zeitplan. Bis Ende November werden diese abgeschlossen sein und die Bahnstraße wird wieder für den Verkehr freigegeben. Die Besonderheit: Im Gegensatz zu früher kann die Straße dann in beide Richtungen befahren werden, sowohl von der Hochstraße kommend in Richtung Radiumstraße als auch vom Kreisverkehr kommend zur Hochstraße.

Die Bahnstraße wird zwar bereits Ende November wieder geöffnet, dennoch wird am 5. Dezember der Abschluss dieses ersten komplett fertigen Bauabschnitts nochmal zünftig gefeiert. Von 10 bis 14 Uhr gibt es dann neben der offiziellen Eröffnung auch viele Angebote und Aktionen der Einzelhändler in der Bahnstraße. Auch die Untere Straße wird zum Ende diesen Monats wieder durchgehend befahrbar sein, momentan nimmt die BEW dort noch diverse kleinere Arbeiten vor.