Phoenix erstmals in Hämmern


Mit dem „Schweinehaufen“ wird auch morgen wieder einem Spieler zum Geburtstag gratuliert.

(pho) Am morgigen Samstag um 15 Uhr starten die Footballer der Phoenix Bergisch-Land ihr erstes Heimspiel im „neuen Wohnzimmer“ an der Hilgersbrücke gegen die Troisdorf Jets II. Nach bald 25 Jahren fliegt an diesem Wochenende endlich wieder das Leder-Ei über Hämmern.

Es war ein bisher turbulentes Jahr für den Phoenix. Nach dem Umzug der Abteilung Phoenix vom TV Wipperfürth zum TSV Hämmern in diesem Frühjahr sind nun alle Beteiligten sehr gespannt auf die Saison an neuer Spielstätte. Es wird aber die erwartet schwere Saison in Hämmern. Wieder durften junge, talentierte Spieler in höhere Ligen abgegeben werden. Aber das macht den Jungs hier auf dem Lande nichts. Denn Phoenix zu sein heißt auch eine ganz besondere Philosophie zu teilen. Head-Coach Christian „Happy“ Fröhlich erklärt:

„Wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen. Bereits 1999 hatten die Hämmern Bandits ihre erfolgreiche Mannschaft (die Bandits stiegen seiner Zeit bis in die dritte Liga auf) aus dem Spielbetrieb zurückziehen müssen. Spieler in der nahen Umgebung zu begeistern oder Auswärtige anzulocken schien damals bereits aussichtslos. An diesen Randbedingungen hat sich ja bis heute nicht viel getan. So verstehen wir uns jetzt als Ausbildungs-Akademie unserer Region. Jedes Jahr reifen in unserer Truppe viele junge Spieler heran, die auch das Potential haben, in höheren Ligen zu spielen. Klar wären wir mit den Jungs gerne besser und würden höher spielen. Aber lassen wir die Kirche mal im Dorf. Wir sind stolz auf die Jungs und ein enger Kontakt bleibt immer bestehen. So spielt unser QB Basti seit letztem Jahr in der obersten Spielklasse und durfte in diesem Jahr bereits in der Europaleague starten. Und wer weiß, vielleicht stehen wir eines Tages alle wieder zusammen auf dem Platz.“

Nun gilt es, aus den vielen Anfängern und den verbliebenen Spielern ein Team zu formen. In den ersten zwei Spielen musste bereits viel Lehrgeld gezahlt werden. Gegen die Wuppertal Greyhounds und die Kerpen Bears gab es zwei hohe Niederlagen. „Der Punktestand darf uns aber gerade nicht interessieren. Viel wichtiger ist es, den Jungs den Spaß am Spiel zu vermitteln. Nur so kann Erfahrung gesammelt werden. Da brauchen wir jetzt viel Geduld. Aber die Stimmung im Team ist nach wie vor besser denn je“, versichert Coach „Happy“. Mit der zweiten Mannschaft der Troisdorf Jets empfängt man nun den nächsten starken Gegner.

Bei Würstchen vom Grill, Salaten, Kuchen, frischen Waffeln sowie kalten und warmen Getränken wird das Spiel wie auch in den letzten Jahren gefeiert. Die Besucher dürfen sich bei bester Stimmung wieder auf Musik und einen Stadionsprecher freuen, der das Spiel in den Grundzügen erklärt. Außerdem erwarten wir zum ersten Münzwurf in Hämmern einen Besuch aus der Wipperfürther Politik. Endlich in einem grandiosen Umfeld angekommen, freuen wir uns nun alle wahnsinnig, mit Herz und Seele für Hämmern und unser Bergisches Land zu spielen! Trommeln, Posaunen und Töpfe sind erwünscht. Denn es darf auch gerne laut werden.

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