Drei Wochen Baustelle: Das Verkehrschaos und die stille Innenstadt


Stau auf der Ringstraße: Keine Seltenheit in den letzten Wochen

Seit mittlerweile fast einem Monat ist die Untere Straße im Zuge der Kanalbauarbeiten jetzt für den Durchgangsverkehr gesperrt und gleicht dadurch quasi einer Fußgängerzone. Gleichsam leiden vor allem die Ringstraße sowie Surgères-Platz und Gartenstraße im Berufs- und im Schülerverkehr unter einem massiven Verkehrschaos. Ein Lagebericht.

Dienstagnachmittag auf der Ringstraße am Klosterplatz. Nichts geht mehr. In beide Richtungen stehen die Fahrzeuge dicht an dicht und warten auf ein Weiterkommen. Doch es geht nur mühsam vorwärts: Für die Strecke vom Busbahnhof über den Klosterberg bis zur Gladbacher Straße brauchen die Autofahrer schon mal gut und gerne 20 Minuten. Zu Fuß hätte man den Weg in gerade mal der Hälfte der Zeit geschafft. Auch die Busse der „Wupsi“ aus Richtung Bergisch Gladbach sind durch die Staus teils so spät dran, dass die Anschlussfahrten ab Wipperfürth häufig nicht mehr pünktlich begonnen werden können und Folgeverspätungen zustande kommen. Anwohner sind genervt, müssen den Verkehrslärm und die Abgase ertragen.

Zugegeben: Die Ringstraße gilt schon seit jeher als regelrechtes Nadelöhr für Autofahrer und leidet zu den Spitzenzeiten immer wieder unter einer starken Verkehrsbelastung. Dafür sorgt insbesondere eine seit Jahren suboptimale Ampelschaltung am Knotenpunkt Gladbacher Straße/Ringstraße, die Fahrzeuge von der Ringstraße aus nur in einem ziemlich kurzen Zeitfenster in die Kreuzung auf die Gladbacher Straße einfahren lässt: Was seit ziemlich langer Zeit als kleines Problem bekannt ist, wurde nun im Zuge der Kanalbauarbeiten in der Innenstadt und (noch) unbefriedigender Umgehungsmöglichkeiten zu einem großen Problem.

Durch die dem Ende entgegenblickenden Baumaßnahmen auf dem Bahnhofsgelände mit der Fertigstellung der Wupperbrücke und dem Lückenschluss zwischen Nordtangente und Lenneper Straße keimt zumindest etwas Hoffnung auf. Die nördliche Umgehung der Innenstadt könnte durch effektiv kürzere Wegstrecken und eine geringere Anzahl an zu überwindenden Ampeln tatsächlich zu einer attraktiveren Alternative zur Ringstraße werden. Jedoch stellt sich die Frage, inwieweit im Hinblick auf weitere potentielle Nadelöhre wie der Gartenstraße und dem Surgères-Platz die Gefahr einer bloßen Verlagerung der täglichen Staus besteht.

Ungewohnte Stille und freie Parkplätze in der Innenstadt

Ein gänzlich anderes Bild bietet sich derweil in der Unteren Straße. Ungewohnt still ist es dort, wo sonst der Durchgangsverkehr ungehindert durchrauschen konnte und Gespräche auf dem Bürgersteig oft nur mit einer gleichzeitigen Erhöhung der Sprechlautstärke möglich waren. Autos sind kaum zu sehen, viele vor dem Start der Kanalbauarbeiten hoffnungslos belegte Parkplätze sind nun frei. Und dennoch: Die Innenstadt scheint belebt. Kunden bevölkern wie sonst auch die Geschäfte, bleiben mitten auf der Straße stehen und klönen mit Bekannten.

Es könnte an einer gewissen Bockigkeit liegen, die den Wipperfürthern zuweilen nachgesagt wird und die dafür sorgt, dass sie trotz Baustelle wohl auch weiterhin in „ihrem“ Städtchen einkaufen gehen werden. Gravierende Kundenrückgänge konnten zumindest bislang nicht festgestellt werden – was wohl auch von den vielfältigen Aktionen der Einzelhändler wie dem „Baustellenfest“ vor zwei Wochen herrühren dürfte. Wichtiger ist jedoch die Frage, wie potentielle auswärtige Besucher auf die veränderten Wegeführungen reagieren. Bemängelt wurde seit der Einrichtung der Baustelle vor allem die unzureichende Beschilderung der Umleitungsstrecken sowie der Parkplätze in Innenstadtnähe. Solange diese nicht restlos optimiert wird, steht die Bestandsfähigkeit des Wipperfürther Einzelhandels wohl auch weiterhin auf der Kippe.

Auch auf Facebook wurde in den vergangenen Wochen viel über das Thema des Innenstadtumbaus und seine möglichen Folgen gestritten und diskutiert. Neben der wie so oft in den sozialen Netzwerken mehr als reichlich vorhandenen billigen Polemik und Selbstbeweihräucherung kristallierte sich dabei vor allem der Konsens heraus, dass die grundsätzlichen Ziele des „Integrierten Handlungskonzepts“ sinnvoll und notwendig sind, die konkrete Form der Durchführung allerdings großen Verbesserungsbedarf aufweist. Inwiefern die geäußerte Kritik bei den Verantwortlichen ankommt und alternative Vorschläge wie der der IG Wipperfürth im Hinblick auf gesetzliche Restriktionen überhaupt umsetzbar sind, wird sich zeigen müssen. Die kommenden Jahre in der Wipperfürther Innenstadt versprechen in jedem Fall einiges an Spannung…

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Wipperfürther Stadtmeister 2015 im Schwimmen stehen fest

(dlrg) Am vergangenen Samstag war es wieder soweit – bereits zum 9. Mal fanden die Stadtmeisterschaften im Schwimmen im Wipperfürther Walter-Leo-Schmitz-Bad statt. Die DLRG konnte zu den Wettkämpfen wieder eine sehr hohe Zahl an Schwimmern und Schwimmerinnen begrüßen. Auch zahlreiche Fans fanden den Weg ins Schwimmbad.

Die Sportler mussten in Abhängigkeit von ihrem Alter jeweils ein oder zwei Disziplinen absolvieren. Nach insgesamt 54 spannenden Läufen standen die neuen Stadtmeister fest:

  • AK 8 m: Louis Gude, TV Wipperfürth
  • AK 8 w: Marica Förster, KGS St. Antonius
  • AK 9 m: Luis Will, KGS St. Antonius
  • AK 9 w: Eva Lily Jeschke
  • AK 10 m: Tetje Fröhlich
  • AK 10 w: Sophie Wroblowski, Schulverbund KGS, EGS, GGS
  • AK 11/12 m: Fynn Raffelsieper, Schulverbund KGS, EGS, GGS
  • AK 11/12 w: Lianne Hilger, Hermann-Voss-Realschule
  • AK 13/14 m: Jakob Tschernich, DLRG Marienheide
  • AK 13/14 w: Annemarie Gertz, St. Angela-Gymnasium
  • AK 15/16 m: Florian Schmidt, DLRG Marienheide
  • AK 15/16 w: Frederike Tschernich, DLRG Marienheide
  • AK 17/18 m: Pascal Kratzke, H2O Sauna und Badeparadies
  • AK 17/18 w: Michelle Marie Fligge, DLRG Wipperfürth
  • AK offen m: Henry Wuttke, DLRG Wipperfürth
  • AK offen w: Elke Berges, DLRG Marienheide

Neben den Einzelwettbewerben ermittelten auch zahlreiche Staffeln ihre Stadtmeister. Die meisten Titel konnten sich dabei Staffeln der Katholischen Grundschule St. Antonius sichern. Der vom Stadtsportverband gestiftete Preis für den teilnehmerstärksten Verein ging zum wiederholten Mal an den TV Wipperfürth unter der Leitung von Thomas Kratzke. Den Titel der teilnehmerstärksten Schule konnte die St. Antonius Grundschule mit 50 Einzelstartern und ganzen 11 Staffeln verteidigen. Damit sicherten sich die KGS St. Antonius und der TV Wipperfürth wiederholt die Pokale und das damit verbundene Preisgeld.

Insgesamt freute sich die DLRG über 138 Einzelschwimmer und 23 Staffeln, die wiederum aus jeweils 4 Schwimmern bestehen. Die Teilnehmerzahl ist etwas geringer als letztes Jahr, aber immer noch auf erfreulich hohem Niveau. Ein besonderer Dank gilt den Lehrern und Trainern, die ihre Schützlinge so zahlreich an den Start brachten. Für die Zukunft dürfen gerne noch mehr Jugendliche und Erwachsene die Veranstaltung durch ihre Teilnahme weiter aufwerten.

>> Internetseite der DLRG Wipperfürth

DLRG und Stadtsportverband richten Stadtmeisterschaften im Schwimmen aus

(dlrg) Bereits zum neunten Mal werden am kommenden Samstag (21. März) die Wipperfürther Stadtmeisterschaften im Schwimmen ausgetragen. Sämtliche Wettkämpfe finden ab 9 Uhr im Walter-Leo-Schmitz-Bad an der Ostlandstraße statt. Zur Teilnahme eingeladen sind alle Wipperfürther Schwimmerinnen und Schwimmer.

Geschwommen wird in insgesamt acht Altersklassen – es werden jeweils Einzel- und Staffelwettkämpfe angeboten. Während die kleinsten Schwimmer nur einmal 25 Meter Freistil absolvieren müssen, haben die älteren Schwimmer mit 50 Metern Freistil und 50 Metern Hindernisschwimmen schon größere Aufgaben zu bewältigen. Während traditionell Schulen und Vereine viele jugendliche Starter zur Teilnahme motivieren können, wünschen sich die Ausrichter auch möglichst viele erwachsene Teilnehmer, um spannende Wettkämpfe austragen zu können. Um eine Staffel stellen zu können, werden vier Teilnehmer benötigt, wobei durchaus auch Frauen in einer Männerstaffel und jüngere Schwimmer in einer Staffel einer älteren Altersklasse mitschwimmen können. Alle Teilnehmer erhalten eine Urkunde, die Sieger der Altersklassen können sich zusätzlich über eine Trophäe freuen.

>> Anmeldung ab sofort ausschließlich online unter http://www.wipperfuerth.dlrg.de
>> Anmeldeschluss: Mittwoch, 18. März

Wipperfürther Pokaltraum endet im Halbfinale

(svw) Die Ausrichtung des Bezirkspokals „Final Four“ am Sonntag in der Halle am Felderhofer Kamp kann definitiv als das Highlight im Volleyballsport in Oberberg der letzten Jahrzehnte bezeichnet werden. Die erste Herrenmannschaft des SV Wipperfürth qualifizierte sich als Landesligist als großer Außenseiter für das Final Four, bei dem mit Bonn, Aachen und Fischenich ansonsten nur Dritt- und Viertligisten am Start waren.

Im Halbfinale des Bezirkspokals trafen die Wipperfürther Herren vor toller Kulisse auf den derzeit Vierten der 3. Liga, SSF Fortuna Bonn. Das Team hatte sich vorgenommen, dem Gegner und den Fans einen großen Kampf zu liefern, um sich die Chance auf ein weiteres Pokalwunder zu erarbeiten. Doch dieses Mal war vor allem die physische Unterlegenheit zu groß und so musste man sich trotz maximalem Einsatz mit 0:3 dem haushohen Favoriten geschlagen geben. Direkt nach Spielende überwog aber bereits die Freude über das Erreichte.

Im zweiten Halbfinale schlug der TVA Fischenich als frisch gebackener Meister der 4. Liga und leichter Außenseiter den derzeitigen Tabellenführer der 3. Liga, PTSV Aachen, in einem engen Spiel mit 3:2. Damit trafen Bonn und Fischenich im Anschluss im Finale aufeinander. In einem sehr guten Match setzte sich am Ende Fischenich mit 3:1 durch und feierte die Titelverteidigung des Bezirkspokals und somit den Einzug in den WVV-Pokal.

In der Liga machte die erste Herrenmannschaft des SV Wipperfürth mit einem 3:0-Erfolg einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Aufstieg. Vor dem Pokalspektakel am Sonntag stand am Samstag zunächst „Ligaalltag“ auf dem Programm, wobei das angesichts der Bedeutung des Spiels eine große Untertreibung wäre. Und zum Glück hatten das auch alle Spieler so verinnerlicht und den Fokus auf das wichtige Heimspiel gegen Seelscheid gelegt. Mit einer konzentrierten und guten Vorstellung sicherte man sich durch den 3:0-Erfolg weitere wichtige Punkte im Kampf gegen Much um den direkten Aufstieg in die Verbandsliga. Noch zwei Spiele stehen für das Team an, die man ebenfalls erfolgreich bestreiten will, um das große Ziel zu erreichen.

Einbrecher erbeuteten Bargeld

Bislang unbekannte Täter konnten in den vergangenen Tagen bei zwei Einbrüchen im Wipperfürther Innenstadtbereich Bargeld erbeuten und richteten dabei Sachschaden an. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Die Diebe drangen am gestrigen Donnerstagabend zwischen 17.50 Uhr und 19.15 Uhr in ein Einfamilienhaus am Höhenweg ein. In das Gebäude gelangten sie durch ein gekipptes, doppelflügeliges Fenster, welches sie öffneten. Im Haus durchsuchten sie das Wohn- und das Arbeitszimmer, aus dem Wohnzimmer entwendeten die Einbrecher schließlich Bargeld. Im Anschluss verließen sie das Haus durch die Terrassentür.

Bereits am Dienstagmorgen zwischen 3.20 Uhr und 6 Uhr waren Kriminelle in der Hochstraße aktiv: Dort brachen sie gewaltsam die Nebeneingangstür einer Gaststätte auf und öffneten im Innenraum vermutlich durch Aufhebeln vier Spielautomaten. Daraus stahlen sie die Geldkassetten für Scheingeld. Der angerichtete Sachschaden beläuft sich auf etwa 1000 Euro.

Wer in beiden Fällen Angaben zu verdächtigen Personen, Pkw oder Kennzeichen machen kann, möge sich an die Polizei unter dem kostenfreien Notruf 110 wenden.

Final Four: Volleyballer des SV Wipperfürth wollen großen Kampf liefern

(svw) Das Wochenende wartet erneut mit einem hochkarätigen Volleyballhighlight in Wipperfürth auf: Die Herren des SV Wipperfürth stehen im Final Four des Bezirkspokals und treffen im Halbfinale auf den Drittligisten SSF Fortuna Bonn.

Am kommenden Sonntag um 14 Uhr empfangen die Herren des SV Wipperfürth in der Felderhofer-Kamp-Halle (Ursulinenstraße 2) den Tabellenvierten der dritten Liga, SSF Fortuna Bonn, zum Halbfinale im Final Four des Bezirkspokals. Nach dem sensationellen Einzug ins Final Four, als man im Achtelfinale unter anderem den Regionalligisten SG Mondorf bezwang, will man auch diesmal mit Unterstützung der Fans einen großen Kampf liefern. Der SV lädt alle Fans ein, sich dieses Event nicht entgehen zu lassen und das Team lautstark zu unterstützen.

Der Spielplan des gesamten Tages:

  • 1. Halbfinale: SV Wipperfürth (Landesliga) – SSF Fortuna Bonn (3. Liga), Anpfiff 14 Uhr
  • 2. Halbfinale: PTSV Aachen (3. Liga) – TVA Fischenich (Regionalliga), Anpfiff nach 1. Halbfinale
  • Finale: Sieger 1. Halbfinale vs. Sieger 2. Halbfinale, Anpfiff nach 2. Halbfinale

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