Fastenbrechen: Muslime feiern Zuckerfest

Seit gestern Abend ist die Fastenzeit für Muslime in aller Welt vorbei. Der Fastenmonat Ramadan endete mit dem Sonnenuntergang. Auch in Wipperfürth feiern Muslime jetzt das dreitägige „Zuckerfest“ – das Fest des Fastenbrechens.

Eigentlich hat das „Zuckerfest“ traditionell einen anderen Namen: „Bayram“ auf türkisch oder „Eid al-Fitr“ auf arabisch. Die Bezeichnung des Zuckerfestes hat sich eingebürgert, weil viele Muslime zum Anlass des Fastenbrechens Süßigkeiten und Schokolade an die Kinder verteilen. Besonders Baklava, die türkische Spezialität aus mit Walnüssen und Pistazien gefülltem und in Sirup getauchtem Blätterteig, gehört zu den beliebtesten Köstlichkeiten in diesen Tagen. Auch Dolma, gefüllte Weinblätter mit Reis, Fleisch und Gemüse, dürfen häufig nicht fehlen.

Wichtiger als das Essen ist aber das Beisammensein mit der Familie und auch das Gebet. Mit dem ersten Festgebet am Morgen kurz nach Sonnenaufgang wird das Fest des Fastenbrechens eingeläutet. In muslimisch geprägten Ländern bleiben sämtliche Behörden, Schulen, Universitäten und Banken während des Festes durchweg geschlossen. In Deutschland können sich Muslime in einzelnen Bundesländern für das Ramadanfest freinehmen. So ist es in Rheinland-Pfalz muslimischen Schülern erlaubt, am heutigen Tag nicht zum Unterricht zu erscheinen.

Ramazan Bayramınız Mübarek olsun! Ein gesegnetes Ramadanfest!

Advertisements

Ab 22 Uhr sind die Schotten dicht

Wipperfürth bekommt zunehmend ein Problem mit seiner Nachtversorgung: Bis vor wenigen Monaten war es noch möglich, nahezu rund um die Uhr an zwei Tankstellen der Stadt kleinere Besorgungen zu machen. Mittlerweile muss sich der nachtaktive Mensch schon bis in die Nachbarstadt Hückeswagen aufmachen.

Samstag, kurz vor Mitternacht, Wipperfürther Innenstadt: Man entschließt sich spontan dazu, noch ein paar Bier und einige Snacks zum Ausklang des Abends zu besorgen. Eigentlich kein Problem, sollte man meinen – schließlich befindet man sich in der City und irgendein Kiosk oder eine Tankstelle wird schon noch offen haben. Kiosk? Fehlanzeige. Ein richtiges „Büdchen“, das seinen Namen verdient und auch in den Randzeiten die Versorgung mit den wichtigsten Artikeln des täglichen Bedarfs gewährleistet, existiert in Wipperfürth schon seit vielen Jahren nicht mehr.

Bleiben noch die Tankstellen. Bis vor wenigen Monaten galt die Esso-Tankstelle in Hämmern noch als Anlaufpunkt für alle diejenigen, die mit dem letzten Kasten Bier die Nacht zum Tag machen oder einfach nur noch mit dem Erwerb einer Tiefkühlpizza ihren nächtlichen Heißhunger stillen wollten. 24 Stunden, 365 Tage im Jahr – das war einmal. Ab 23 Uhr liegen die Zapfsäulen an der alten Papiermühle im Dunkeln. Auch die Shell-Tankstelle am Wipperhof, die bis vor Kurzem zumindest an den Wochenenden bis tief in die Nacht geöffnet hatte, macht jetzt schon um 22 Uhr die Schotten dicht. Die Aufschrift „Nachtschalter“ am Shop hat ihre Bedeutung verloren.

Das Mittelzentrum Wipperfürth mit seinen knapp 22.000 Einwohnern wird nun in den Nachtstunden komplett von der Nachbarstadt Hückeswagen versorgt: Der Shell-Shop in der Peterstraße ist der einzige in der näheren Umgebung, der noch 24 Stunden lang geöffnet hat.

Brandneue Züge ab Montag auf der Oberbergischen Bahn im Einsatz

Ab dem morgigen Montag sind auf der Oberbergischen Bahn auf der Strecke zwischen Marienheide, Gummersbach, Engelskirchen und Köln die neuen Züge des Typs „Alstom Coradia LINT“ unterwegs. Die Neufahrzeuge bieten deutlich mehr Komfort.

Eigentlich sollten die neuen Züge schon seit Anfang des Jahres zwischen Meinerzhagen und Köln fahren, die Auslieferung verzögerte sich aber immer wieder. Ab morgen sollen nach Auskunft der Deutschen Bahn dann ausnahmslos die neuen Triebwagen des Typs „Alstom Coradia LINT“ auf der RB 25 eingesetzt werden. Nach und nach plant das Verkehrsunternehmen, insgesamt 56 dieser Züge auf allen Strecken des „Kölner Dieselnetzes“ fahren zu lassen.

Mit ergonomischer Bestuhlung, Steckdosen an den Plätzen, Klimatisierung, Info-Bildschirmen und Videoüberwachung weisen die neuen Züge einen deutlich höheren Komfort auf als die alten Triebwagen. Diese wurden häufig wegen ihrer unbequemen Sitze und der lauten Fahrgeräusche kritisiert. Auch die Wipperfürther können von den Neuerungen profitieren: Die Oberbergische Bahn gilt für die Fahrt von und nach Köln mit Umstiegen in Engelskirchen, Gummersbach oder Marienheide als Alternative zur Verbindung über Bergisch Gladbach.

>> Fahrplan der Oberbergischen Bahn (RB 25)

82-Jähriger fällt fast auf Trickdiebinnen rein

Ein 82-Jähriger wäre in seiner Wohnung in der Alten Kölner Straße am Mittwoch beinahe Opfer von zwei Trickdiebinnen geworden. Die Frauen gaben sich als Spendensammlerinnen aus und verschafften sich unaufgefordert Zutritt zu der Wohnung.

Um 18.15 Uhr klingelten die beiden jungen Frauen an der Wohnungstür des Seniors. Sie seien Spendensammlerinnen und der 82-Jährige solle sich in eine Unterschriftenliste eintragen. Während dieser der Aufforderung Folge leistete, betraten die Frauen unaufgefordert die Wohnung und baten um einen Tee oder Kaffee. In der Zeit, als der Senior die Getränke zubereitete, sahen sich die Frauen in der Wohnung um. Als der 82-Jährige dies bemerkte, forderte er die angeblichen Spendensammlerinnen sofort auf, die Wohnung zu verlassen. Erst danach musste er feststellen, dass sie in seinem Schlafzimmer bereits Schränke und Schubladen geöffnet hatten. Mitgenommen hatten die Frauen allerdings nichts, sie flüchteten mit leeren Händen.

Die erste der beiden Frauen soll etwa 16 Jahre alt und schmächtig sein sowie einen dunklen Teint und schwarze Haare haben. Die zweite Frau wird als etwa 25 Jahre alt, korpulent und dunkelblond beschrieben. Hinweise zu verdächtigen Personen, Kennzeichen oder Fahrzeugen sind an die Wipperfürther Kriminalpolizei unter Tel. 02261/81990 zu richten.

Zwei Rollerfahrer bei Unfällen verletzt

Bei zwei Unfällen sind in den vergangenen Tagen zwei Rollerfahrer verletzt worden. Am Samstagabend lief bei Ommerborn ein nicht angeleinter Hund auf die Straße, wodurch der Fahrer des Rollers stürzte und am gestrigen Montagvormittag fuhr bei Weinbach eine Pkw-Fahrerin auf einen wartenden Roller auf.

Am Samstag befuhr ein 25-jähriger Rollerfahrer gegen 20.30 Uhr die Straße in Richtung Kloster Ommerborn. In der Nähe des Klosters kam ihm eine Spaziergängerin mit Hund entgegen, der nicht angeleint war und unvermittelt in Richtung des Rollers lief. Der Fahrer musste stark abbremsen, touchierte den Hund und stürzte dabei zu Boden. Die Hundehalterin sprach den Verletzten an, zeigte in Richtung der Gebäude um das Kloster und gab an, dass sie dort wohne. Anschließend verschwand die Frau, um ihren entlaufenen Hund zu suchen. Der 25-Jährige erlitt Verletzungen, die stationär im Krankenhaus behandelt werden mussten. Das Verkehrskommissariat sucht nun nach der 65 bis 70 Jahre alten Hundehalterin. Die Frau soll 165 bis 170 cm groß sein und schulterlange, hellgraue Haare haben. Hinweise können unter Tel. 02261/81990 abgegeben werden.

Bei einem weiteren Unfall am gestrigen Montagvormittag kam ein 20-jähriger Rollerfahrer zu Schaden. Um 11.25 Uhr fuhr der Wipperfürther auf der L286 in Richtung Kürten und wollte dort in Höhe Weinbach nach links in die Straße „Seidenfaden“ abbiegen. Wegen des Gegenverkehrs kam er dort zum Stehen. Eine 73-jährige Pkw-Fahrerin aus Wipperfürth erkannte den Rollerfahrer zu spät und konnte trotz einer starken Bremsung den Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Durch den Aufprall wurde der 20-Jährige auf die Motorhaube des Pkws geschleudert und erlitt dabei leichte Verletzungen. Er musste für eine ambulante Behandlung mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus verbracht werden. An Roller und Pkw entstand leichter Sachschaden.

Zwei Testspielkracher auf den Ohler Wiesen

Die WM ist fast vorbei, Deutschland ist fast Weltmeister, auf den Ohler Wiesen geht es aber jetzt erst so richtig los: Zwei große bergische Traditionsvereine geben sich die Ehre gegen den VfR Wipperfürth, der sein 100-jähriges Vereinsjubiläum feiert.

Schon am morgigen Sonntag kommt der Mittelrheinligist SV Bergisch Gladbach 09 an die Ohler Wiesen. Der Traditionsclub von der Strunde blickt auf eine wechselvolle Vereinsgeschichte zurück und konnte in der Neuzeit insbesondere durch den Aufstieg in die Regionalliga im Jahr 2012 von sich reden machen. Auch wenn die Gladbacher zwei Jahre später wieder eine Klasse tiefer spielen, ist der Verein mehr denn je Anziehungspunkt weit über die Grenzen der rheinisch-bergischen Kreisstadt hinaus. Anpfiff des Testspiels gegen den VfR Wipperfürth ist um 16 Uhr.

Wenn die Feierlichkeiten zum vierten deutschen Weltmeistertitel abgeklungen sind, trifft der VfR Wipperfürth auf den Wuppertaler SV. Der Oberligist tritt am Mittwochabend auf den Ohler Wiesen an und will im Testspiel einige neue Akzente setzen. Dies scheint auch dringend erforderlich, denn neben dem im Juli 2013 eröffneten Insolvenzverfahren plagen den Verein vor allem Probleme mit den spielerischen Leistungen seiner Profimannschaft. An die Erfolge vergangener Zeiten konnte der ehemalige Bundesligist schon lange nicht mehr anknüpfen und mit dem dritten Platz in der Oberliga am Ende der abgelaufenen Saison mochte sich so mancher WSV-Fan überhaupt nicht anfreunden. Im Testspiel gegen den VfR müssen die Wuppertaler um 19 Uhr ran.