Der VfR im Mittelmaß der Bezirksliga

Im Jubiläumsjahr sollte es eigentlich wieder soweit sein: Dem 100-jährigen Geburtstag des VfR Wipperfürth sollte möglichst ein Wiederaufstieg des Clubs in die Landesliga folgen. Doch davon ist die Scheider-Truppe meilenweit entfernt, wie auch das erste Heimspiel seit Monaten am gestrigen Sonntag demonstrierte.

Die Tabellenkurve des VfR zeigt es: Nach einem sehr guten Start im vergangenen Spätsommer stecken die Wipperfürther seit mittlerweile zehn Spieltagen im Mittelmaß auf Platz 8 fest – nicht mehr und nicht weniger. Dabei lassen sich erstaunliche Leistungsschwankungen der Scheider-Elf feststellen: Nach einer Serie von fünf Niederlagen und nur einem Unentschieden im Herbst präsentierte sich der VfR während seiner langen Auswärtsphase im März von seiner besseren Seite. 11 Punkte aus fünf Spielen ergatterten die Hansestädter und begeisterten sogar mit Kantersiegen gegen den SSV Bergneustadt (6:3) und den SV Frielingsdorf (5:0).

Im ersten Heimspiel seit Anfang Dezember am gestrigen Sonntag war dies dann allerdings schon wieder vergessen. Gegen den SSV Homburg-Nümbrecht ging Wipperfürth mit einem 1:3 unter. Schon in der zweiten Spielminute traf Nümbrecht nach einem Eckstoß zur 0:1-Führung. Es folgte eine starke Phase des VfR mit einigen guten Möglichkeiten für die Wipperfürther, unter anderem mit zwei Aluminiumtreffern durch Patrick Althoff. In Hälfte zwei wurde Nümbrecht zunehmend angriffslustiger. Torwart Tobias Kapellen führte einen Elfmeter herbei, der prompt zum 0:2 verwandelt wurde. Dennis Grolewski gelang zehn Minuten vor Schluss noch der 1:2-Anschlusstreffer, doch Nümbrecht machte in der Nachspielzeit mit dem 1:3 den Deckel drauf.

Was dem VfR in dieser Saison augenscheinlich am meisten fehlt, ist die Konstanz. Deutlichen Siegen mit überragenden Leistungen folgen mitunter eindeutige Niederlagen und grottiger Stümperfußball. Es dürfte wohl vor allem der Personalproblematik zuzurechnen sein, dass der VfR insbesondere seine Dominanz in der Offensive aus den Vorjahren bislang vermissen lässt. Verletzungssorgen und beruflich bedingte Ausfälle machen Trainer Norbert Scheider die Anleitung seiner Schützlinge zur Zeit nicht gerade leicht. Das runde Jubiläum wird dieses Jahr daher nicht von einer Aufstiegsfeier gekrönt sein. Vielleicht ja dann mit einjähriger Verspätung…

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