Der Frühling kommt

Mit großen Schritten kommt der Frühling nach Wipperfürth: In den nächsten Tagen werden blauer Himmel, Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 18 Grad erwartet. Ein Vorbote des Klimawandels? Schließlich gab es selten zuvor so früh Frühlingstemperaturen und so wenig Schnee und Frost wie in diesem Winter.

Der Winter wurde von den Meteorologen schon vor einigen Wochen abgeschrieben. Ausdauernde Westwindlagen pumpten seit Dezember immer wieder milde Luftmassen vom Atlantik und dem Mittelmeerraum zu uns, so dass es der Frost aus Osteuropa schwer hatte, zu uns durchzudringen. So gab es gerade mal zwei annähernd winterliche Schneetage bei uns im Bergischen – und diese weiße Pracht taute dann auch ziemlich schnell wieder weg. Im Vergleich zum letzten Jahr, wo vor allem Autofahrer ihre Probleme mit Schneemassen von bis zu 45 Zentimetern bis in den März hinein hatten, war der ausgehende Winter ein Totalausfall.

Wer nun allerdings gleich den Klimawandel als Ursache für diesen Mildwinter heranzieht, sollte bedenken, dass es Schwankungen zwischen einer eher atlantischen und einer eher kontinentalen Prägung unseres Wettergeschehens schon immer gab. Die sogenannte „Nordatlantische Oszillation“ kann entweder positiv mit einer ausgeprägten Westdrift und mildem Wetter bei uns oder negativ mit Kälteeinbrüchen aus Nordosten sein. In den letzten Jahren war sie fast durchweg negativ, in diesem Jahr dagegen erstmals wieder deutlich positiv.

Der zu Ende gehende Mildwinter liegt also durchaus noch im Rahmen normaler Klimaschwankungen. Für die Zukunft dürften sich jedoch derartige frost- und schneearme Winter häufen – was auch Auswirkungen auf unsere Landwirtschaft und Vegetation hat. Schon in diesem Jahr sehen sich Förster mit Schädlingen wie dem Borkenkäfer konfrontiert, der von der milden Witterung profitieren und vor allem für die bei uns zahlreich vorhandenen Fichten gefährlich werden kann. Auch Mücken, Spinnen und anderes Getier könnte in Zukunft besser und in größeren Mengen bei uns überleben, wenn ihnen länger andauernde Frostperioden nicht den Garaus machen.

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