Polizeibilanz nach Weiberfastnacht: Deutlich weniger Einsätze als im Vorjahr

Die Polizei zieht nach den Feierlichkeiten an Weiberfastnacht eine recht positive Bilanz: 14 Platzverweise mussten im Wipperfürther Stadtgebiet ausgesprochen werden, für sieben Personen endete die jecke Party im Polizeigewahrsam. Insgesamt verzeichneten die Beamten in Wipperfürth deutlich weniger Einsätze als im Vorjahr.

Im Laufe des Tages kam es in Wipperfürth zu sieben Anzeigen, davon vier wegen Körperverletzung und eine wegen gefährlicher Körperverletzung. In der Unteren Straße hatten es die Ordnungshüter zudem mit Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte zu tun. Gegen 20.30 Uhr kauerte dort eine 23-jährige Frau in einer Hausecke und kreischte hysterisch und lautstark herum. Darüber hinaus hatte sie Drogen dabei. Als die herbeigerufene Polizei die Personalien der Frau feststellen wollte, versuchte die ebenfalls anwesende 51-jährige Mutter, dies zu verhindern und schlug um sich. Die Beamten fesselten die Mutter, woraufhin die 23-Jährige ebenfalls auf die Polizisten losging. Auch sie wurde gefesselt, verletzte mit ihrem erheblichen Widerstand allerdings drei Beamte. Auf Mutter und Tochter wartet nun ein Strafverfahren, beiden wurde eine Blutprobe entnommen.

Gegen 21.10 Uhr brannte auf dem Wipperfürther Marktplatz ein Verteilerkasten, der das Festzelt mit Strom versorgte. Das Feuer wurde durch Sicherheitskräfte mit Pulverlöschern gelöscht, jedoch gab es keinen Strom mehr. Das Zelt musste geräumt werden, was nach Polizeiangaben ohne Komplikationen gelang. Nach einer guten Stunde gelang es, den Strom umzuleiten und so die Versorgung des Festzeltes wiederherzustellen. Um 22.45 Uhr konnte die Party weitergehen, viele Gäste hatten zu diesem Zeitpunkt den Marktplatz allerdings schon verlassen.

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Wipperfürth Alaaf!

Morgen ist es wieder soweit: Mit dem Wieverfastelovend wird der Wipperfürther Fasteleer eingeläutet. Ob auf dem Marktplatz, der Drahtzieherei oder auf den Straßen der Hansestadt: Überall ist in den kommenden fünf Tagen ordentlich was los. Wir geben einen kleinen Überblick über das, was die Wipperfürther in der jecken Zeit erwartet.

Sturm auf das Rathaus und Party im Festzelt
Donnerstag, ab 10.11 Uhr – Marktplatz
Beim traditionellen Sturm auf das Wipperfürther Rathaus wird der Straßenkarneval eingeläutet. Trotz Gegenwehr wird Bürgermeister Michael von Rekowski auch diesmal wieder den Rathausschlüssel an die Narrenzunft Neye abgeben müssen – so viel ist sicher. Schließlich soll im Anschluss in den Kneipen rund um den Marktplatz sowie im Festzelt ordentlich gefeiert werden. Übrigens: Auch in diesem Jahr gilt in diesem Bereich wieder ein striktes Glasverbot.

Ü-30 Weiberfastnacht 2014
Donnerstag, ab 16.11 Uhr – Alte Drahtzieherei
Wem es im Laufe des Tages auf dem Marktplatz zu kalt werden sollte, kann mindestens genau so gut in der Drahtzieherei weiterfeiern – vorausgesetzt, man ist im Alter schon ein wenig vorangeschritten: Für alle über 30 steigt in der „Drahte“ eine Weiberfastnachtsparty mit einer Sekt-Happy-Hour ab 16.11 Uhr. Der Eintritt kostet im VVK 10 Euro, an der Abendkasse 12 Euro.

Baggerparty
Freitag, ab 20 Uhr – Mehrzweckhalle Kreuzberg
Gebaggert werden darf nicht nur an Wieverfastelovend, sondern auch am Freitagabend in der Kreuzberger Mehrzweckhalle. Bei der „Baggerparty“ der Kreuzberger Schützen ist bis 22 Uhr Happy Hour angesagt, für Musik sorgt DJ Hillsrocker. Um 21 Uhr bringt ein Sonderbus der OVAG alle Partygäste vom Wipperfürther Busbahnhof aus sicher nach Kreuzberg.

Karnevalsparty: Noch 24 Stunden bis zum Zug
Samstag, ab 20.11 Uhr – Alte Drahtzieherei
In freudiger Erwartung auf den Wipperfürther Zoch am nächsten Tag kann am Vorabend in der Drahtzieherei schon mal weiter das Feiern geübt werden. Einlass ist ab 18 Jahren, Karten gibt es im VVK für 10 Euro sowie an der Abendkasse für 12 Euro.

Närrisches Kesseltreiben
Samstag, ab 21 Uhr – Kesselhaus
Zum mittlerweile dritten Mal steigt im Kesselhaus die Kostümparty der Narrenzunft Neye und deren Dreigestirn. Kostümierung ist erwünscht, Karten gibt es im VVK für 5 Euro (Volksbank Wipperfürth-Lindlar, Brauhaus, Hansecafé, Sport Höfer, Penne, Ströppchen, Schnitzelhaus Röttenscheid) sowie an der Abendkasse für 6 Euro.

Wipperfürther Karnevalszug
Sonntag, ab 13.11 Uhr – Innenstadt/Neye
Alljährlicher Höhepunkt des Straßenkarnevals ist der Zug durch die Neye-Siedlung und die Innenstadt, zu dem wieder zehntausende Besucher erwartet werden. Start ist wie immer um 13.11 Uhr in der Neye. Voraussichtlich wird es wieder einige Zeit dauern, bis der jecke Lindwurm in der City angelangt ist. Warmschunkeln ist also auch diesmal wieder mehr als ratsam.

Ü-30 After-Zug-Party
Sonntag, ab 16.11 Uhr – Alte Drahtzieherei
Nach dem Zug ist vor der After-Zug-Party: Alle, die über 30 sind, können sich direkt aus der Innenstadt in die Drahtzieherei begeben, um dort bei Karnevals- und Partymusik ausgelassen weiterzufeiern. Eintritt im VVK 10 Euro, an der Abendkasse 12 Euro.

Kreuzberger Rosenmontagszug
Montag, ab 14.11 Uhr – Westfalenstraße
Am Rosenmontag ist in Wipperfürth noch längst nicht alles vorbei. Wer nach dem Sonntag noch nicht genug vom Karneval hat und nicht nach Köln fahren will, ist in der letzten rheinischen Bastion vor Westfalen gut aufgehoben: Beim Kreuzberger Rosenmontagszug kann mit vielen Wagen, Fuß- und Musikgruppen nochmal zünftig gefeiert werden.

Nubbelverbrennung
Dienstag, ab 19.11 Uhr – Marktplatz
In Köln ist sie schon jahrhundertelang Tradition, bei uns setzt sie sich jetzt erst wieder durch: Der Nubbel, eine lebensgroße Strohpuppe, wird verbrannt und damit auch alle Sünden, die über die Karnevalstage begangen wurden. Erstmals wird das Ende der jecken Zeit wieder auf dem Marktplatz, direkt vor dem Rathaus feierlich begangen.

27-jähriger Wipperfürther verprügelt Freundin auf Wanderparkplatz

Zu einem besonders brutalen Fall von häuslicher Gewalt kam es am Dienstagnachmittag auf einem Wanderparkplatz im Rösrather Stadtteil Forsbach. Dort prügelte ein 27-jähriger Wipperfürther auf seine Freundin ein und schleifte sie anschließend in den nahegelegenen Wald, wo ihr schließlich die Flucht gelang.

Wie die rheinisch-bergische Polizei mitteilt, holte der 27-Jährige seine 31-jährige Freundin am Dienstagnachmittag gegen 16 Uhr von ihrem Arbeitsplatz in Rösrath ab. Statt nach Hause fuhr der Wipperfürther die Frau jedoch auf einen Wanderparkplatz in Forsbach. Dort stieg der Mann aus, zog die 31-Jährige vom Beifahrersitz und prügelte auf sie ein. Auch als die Frau bereits am Boden lag, trat er ihr mehrfach gegen den Oberkörper. Als der Wipperfürther begann, sie in den Wald hineinzuschleifen, konnte die 31-Jährige flüchten.

Beamte der Polizeiwache Overath/Rösrath begleiteten die Frau ins Krankenhaus und anschließend in ihre Wohnung, wo der 27-Jährige bereits seine persönlichen Sachen abgeholt und den Wohnungsschlüssel zurückgelassen hatte. Am Abend konnte er in seiner Wipperfürther Wohnung angetroffen werden, wo ihm für die Wohnung der Freundin ein 10-tägiges Rückkehrverbot mit Androhung eines Zwangsgeldes in Höhe von 500 Euro ausgesprochen wurde. Zudem erwartet ihn ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung.

Eifersuchtsdrama: 33-Jähriger wollte Schlafenden erstechen

Wie Staatsanwaltschaft und Polizei jetzt bekanntgaben, ereignete sich von Freitag auf Samstag in einer Wipperfürther Wohnung ein Eifersuchtsdrama. Dabei versuchte ein 33-Jähriger, den neuen Lebensgefährten seiner Ex-Frau zu töten.

Der 33-jährige Täter drang am Samstag gegen 2.45 Uhr in die Wohnung seiner getrennt lebenden Ehefrau ein. Dort fand er die 31-Jährige gemeinsam mit ihrem neuen Lebensgefährten schlafend im Bett vor. Offenbar schlug der Täter erst mit einem Gegenstand auf den im Bett liegenden Mann ein, um dann mit einem Messer auf dessen Oberkörper einzustechen. Trotz Verletzungen gelang es dem Opfer zu flüchten, während die 31-Jährige die Polizei alarmierte.

Der Täter wurde noch am Tatort festgenommen, das Opfer musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Lebensgefahr bestehe allerdings nicht, wie die Polizei mitteilt. Es wurde Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen, die Ermittlungen dauern an.

Kupferberg: Vier Motorroller entwendet

Bereits am vergangenen Wochenende verschafften sich unbekannte Täter gewaltsam Zugang zu einer Lagerhalle in der Dörpinghauser Straße und entwendeten aus einem dort stehenden Container vier Motorroller. Trotz umfangreicher Suchmaßnahmen fehlt sowohl von den Dieben als auch von den Rollern bislang jede Spur.

Zwischen 14 Uhr am Samstag (8.2.) und 3.30 Uhr am Sonntag (9.2.) brachen die Diebe gewaltsam eine Tür aus dem Mauerwerk und gelangten so in den Hallenkomplex der ehemaligen Tennishallen in der Dörpinghauser Straße. Der im Hallenbereich gelagerte Container enthielt vier Vespa-Roller, den die unbekannten Täter wahrscheinlich mit Hilfe eines größeren Fahrzeugs entwendeten. Zwei der Roller sind zugelassen mit den Kennzeichen GM-PV 66 und GM-PV 67.

Für die Wiederbeschaffung der Roller lobt deren Besitzer eine Belohnung in Höhe von 500 Euro aus. Wer Hinweise zu verdächtigen Personen, Kennzeichen oder Fahrzeugen machen kann, möge sich an die Polizei unter dem kostenfreien Notruf 110 wenden.

Feuer in Baracke an der Hilgersbrücke

Wegen einer „unklaren Rauchentwicklung“ eilte die Wipperfürther Feuerwehr am gestrigen Freitagmorgen in die Lenneper Straße zwischen Wipperhof und Hämmern. Vor Ort stellte sich heraus, dass in dem heruntergekommenen und seit Jahren leerstehenden Wohnhaus an der Hilgersbrücke Papier und Unrat brannten.

Um kurz nach 6 Uhr wurde die Feuerwehr Wipperfürth gestern wegen einer Rauchentwicklung zur Hilgersbrücke gerufen. Als die Einsatzkräfte ankamen, entdeckten sie brennenden Müll in einem Flur des dortigen völlig heruntergekommenen Gebäudes. Den Brand konnte der Trupp schnell löschen. Personen wurden bei einer weiteren Untersuchung des leerstehenden Hauses nicht entdeckt. Nach gut einer Stunde konnten die Kräfte wieder einrücken.

Der ehemalige „Grüne Sattel“, eine seit den 80er Jahren geschlossene Kneipe, ist schon seit einigen Jahren in keinem guten Zustand. Auf Grund der zerstörten Eingangstür und fehlender Absicherungen ist das Gebäude für jedermann betretbar, Müllsammler und Obdachlose werden immer wieder gesichtet. Nach Aussagen von Anwohnern befinden sich die Eigentümer des Gebäudes im Ausland. Die Stadt hat keine Handhabe, da sich das Objekt in Privatbesitz befindet.

Mit dem Shuttlebus zur Prunksitzung

Am Samstagabend ist es wieder soweit: Die große Prunksitzung der Narrenzunft Neye steht an. Da die Mühlenberghalle zur Zeit immer noch saniert wird, muss die Veranstaltung dieses Jahr in Hückeswagen stattfinden. Die Narrenzunft hat daher einen Shuttleservice eingerichtet, der die Gäste sicher in die Nachbarstadt und wieder zurück bringt.

Der erste Höhepunkt der langen Wipperfürther Karnevalssession 2013/14 steht kurz bevor. Am Samstag dürfen sich die Gäste der Prunksitzung in der Hückeswagener Mehrzweckhalle auf ein buntes Programm freuen. Mit dabei sind neben dem Dreigestirn der Narrenzunft und dem Tanzcorps Blau-Weiß Neye unter anderem die Cheerleader des 1. FC Köln, die Blauen Funken Köln, die Kolibris, die Kurt Kokus Show Band sowie der „Pfundskerl“ Kai Kramosta.

Beginn der Veranstaltung in der Mehrzweckhalle Brunsbachstal (Zum Sportzentrum 7) ist um 19 Uhr, Einlass ab 17.45 Uhr. Es gibt nur noch wenige restliche Karten, die an der Abendkasse erhältlich sind. Bereits reservierte Tickets können ebenfalls an der Abendkasse abgeholt werden. Um den Wipperfürthern die An- und Abreise so einfach wie möglich zu machen, bietet die Narrenzunft Neye einen Busshuttle für die Hin- und Rückfahrt zwischen Wipperfürth und der Hückeswagener Mehrzweckhalle an. Die Fahrt ist für alle Gäste der Sitzung kostenlos.

Fahrzeiten Hinfahrt:

  • 17.30 Uhr ab Wipperfürth Busbahnhof
  • 17.35 Uhr ab Hochstraße/West-Apotheke
  • 18.15 Uhr ab Wipperfürth Busbahnhof
  • 18.20 Uhr ab Hochstraße/West-Apotheke

Fahrzeiten Rückfahrt:

  • 0.00 Uhr ab Mehrzweckhalle
  • 0.45 Uhr ab Mehrzweckhalle
  • 1.30 Uhr ab Mehrzweckhalle
  • 2.15 Uhr ab Mehrzweckhalle

Haltestellen auf der Rückfahrt sind Hochstraße und Wipperfürth Busbahnhof.

„Ich bringe dich und deine Familie um“

Einiges an Ärger gab es am vergangenen Samstagmorgen am Wipperhof: Vor der dortigen Diskothek griff ein erheblich alkoholisierter junger Mann mehrere Polizisten an, nachdem er zuvor in ein Taxi gekotzt und randaliert hatte.

Wie die Polizei berichtet, hatte ein 22-Jähriger am Samstagmorgen offenbar soweit dem Alkohol zugesprochen, dass er jegliche Kontrolle über sich verlor. Gegen 2.25 Uhr rief ein Taxifahrer die Polizei, nachdem sich der junge Mann im Taxi übergeben hatte und anschließend vor der Diskothek in der Lenneper Straße randalierte. Als die Beamten eintrafen, empfing er sie mit den Worten „Ihr scheiß Bullen, ich mach euch fertig“. Dann ging er mit erhobenen Fäusten auf die Polizisten los, welche den Angriffsversuchen des Betrunkenen zunächst ausweichen konnten.

Dennoch war der Einsatz von vier Beamten notwendig, um dem Randalierer Handschellen anlegen zu können. Durch Schläge und Tritte wurden zwei Polizisten im Gesicht getroffen und weitere zwei Beamte an der Hand verletzt. Nach seiner Festnahme brüllte der Mann die Polizisten mit den Worten „Ich bringe dich und deine Familie um“ an und versuchte selbst noch im Streifenwagen, die Beamten mit Schlägen und Kopfstößen anzugreifen. Auf der Wache wurde dem 22-Jährigen ein Alkoholwert von etwa 1,5 Promille nachgewiesen. Nach seiner Ausnüchterung kam der junge Mann wieder auf freien Fuß. Allerdings erwartet ihn nun ein Strafverfahren wegen Bedrohung, Beleidigung, Körperverletzung und Widerstand gegen Polizeibeamte.

Unbekannter beschädigt Fahrzeug und begeht Fahrerflucht

Bereits am Mittwoch kam es in Ente an der B 506 zu einer Beschädigung an einem parkenden Fahrzeug. Wie die Polizei berichtet, machte sich der Unfallverursacher aus dem Staub, statt sich um die Schadensregulierung zu kümmern.

Der Besitzer eines Passats parkte sein Fahrzeug am vergangenen Mittwoch (5.2.) am Straßenrand der B 506 in der Ortschaft Ente und hielt sich anschließend in einem nahegelegenen Wohnhaus auf. Als er einen lauten Knall hörte, schaute er sofort aus dem Fenster, konnte jedoch zunächst nichts Besonderes entdecken. Erst als er das Haus später verließ, entdeckte er Beschädigungen an einem Kotflügel und einem Reifen seines Autos.

Die Polizei vermutet, dass der Unfallverursacher um 15.10 Uhr die B 506 von Wipperfürth aus in Richtung Gladbach befuhr und dabei gegen den am Straßenrand geparkten Passat stieß. Die Schadenssumme beläuft sich auf über 800 Euro. Der Unbekannte fuhr weiter, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Wer Hinweise zu dem Unfallfahrer hat, möge sich an das Verkehrskommissariat Wipperfürth unter Tel. 02261/81990 wenden.