Spätes Tor sorgt für knappen Heimsieg

Nachdem der VfR Wipperfürth am vorletzten Wochenende in Nümbrecht mit einem 0:2 die erste Saisonniederlage einstecken musste, sollte gestern auf den heimischen Ohler Wiesen wieder ein Sieg her. Allerdings sah es lange Zeit nicht danach aus: Gegen starke Kölner hatte der VfR vor allem Probleme im Aufbauspiel.

Norbert Scheider durfte der gestrigen Partie gegen DSK Köln wieder direkt am Platz beiwohnen. Im Auswärtsspiel gegen den SSV Homburg-Nümbrecht am vorletzten Spieltag, das der VfR mit 0:2 verlor, musste der Trainer nach einer überzogenen Entscheidung des Schiedsrichters die Nümbrechter Sportanlage verlassen. Gestern sah Scheider auf den Ohler Wiesen dann zunächst nicht viel Gutes von seiner Mannschaft. Die Wipperfürther bauten viel zu zögerlich Druck auf die gegnerische Spielhälfte auf, so dass es in der ersten Hälfte bei gerade mal einer Torchance durch Neuzugang Andy Dreiner blieb, der am Kölner Tormann scheiterte.

Nach der Pause wurde DSK zunehmend stärker und angriffslustiger. In dieser Phase war es einmal mehr Schlussmann Tobias Kapellen zu verdanken, dass der Wipperfürther Kasten sauber blieb. Offenbar dämmerte der Scheider-Elf zu diesem Zeitpunkt nach den zahlreichen Möglichkeiten der Kölner, dass ihr letztes Stündlein geschlagen hatte: Zumindest drängte der VfR jetzt mehr nach vorne und belohnte sich dann auch nach einigen guten Chancen mit dem 1:0 durch Franco Lemke knapp zehn Minuten vor Schluss. Die Führung konnte Wipperfürth relativ ungefährdet über die Zeit bringen und kehrte somit auf die Siegerstraße der Bezirksliga zurück.

Nach sieben Spielen steht der VfR damit auf dem fünften Tabellenplatz und muss am kommenden Sonntag wieder auswärts beim Tabellenzehnten SC West Köln ran.

Umgehungsstraße: Neue Wupperbrücke nimmt langsam Gestalt an

Die neue Wupperbrücke, die als „B 237 N“ von der Egener Straße aus in die Lenneper Straße geführt werden soll, nimmt Formen an. Beide Uferseiten sind bereits miteinander verbunden und auch die Arbeiten an der Zuwegung auf dem Bahnhofsareal schreiten zügig voran. Im kommenden Sommer soll das Verkehrsprojekt abgeschlossen sein.

Rund 5,5 Millionen Euro macht der Bund für das Straßenbauvorhaben und den Brückenbau locker. Durch die seit langem geplante, aber erst jetzt umgesetzte Verlängerung der Nordtangente „B 237 N“ sollen die Verkehrsachse der Westtangente entlastet und der innerstädtische Durchgangsverkehr reduziert werden. Zudem wird die Fahrzeit beispielsweise von Hämmern zur Leiersmühle deutlich verringert, da die bislang nötige Schleife über die Kreuzung Lenneper Straße/Westtangente und damit das Passieren mehrerer Ampelanlagen wegfällt.

Über Jahre hinweg stand die 500 Meter lange Umgehungsstraße auf der Kippe, da ein Anwohner wegen seiner Meinung nach unzureichendem Lärmschutz gegen das Land geklagt hatte. Schließlich wurde die Klage nach Gesprächen mit Bürgermeister Michael von Rekowski doch zurückgezogen und das Land NRW konnte das vom Bund finanzierte Projekt absegnen.

Neuer interkommunaler Bauhof wird am Tag der offenen Tür vorgestellt

Am Dienstag hat der neue Bauhof für Wipperfürth und Hückeswagen an der Egener Straße seinen Betrieb aufgenommen. Zunächst musste noch viel organisiert werden, doch jetzt klappt alles weitgehend wie am Schnürchen. Der Bauhof und seine Mitarbeiter sollen am 13. Oktober bei einem „Tag der offenen Tür“ der Bevölkerung vorgestellt werden.

„Shared Services“ – so nennt sich im Neudeutschen die Zusammenlegung von städtischen Leistungen mehrerer Kommunen. In den letzten Jahren wurden Wipperfürth und Hückeswagen zu landes- und sogar bundesweiten Vorreitern solcher Projekte, die die Stadtkassen erheblich entlasten sollen. In den ursprünglichen Planungen wurde schon darüber geredet, die beiden Schwimmbäder der Städte abzureißen und ein neues, gemeinsames Bad an der Stadtgrenze zu errichten. Dieses Vorhaben wurde zum Glück nicht realisiert. Bislang beschränken sich die „Shared Services“ auf ein gemeinsames Gebäudemanagement, eine gemeinsame Stadtkasse und den Bauhof.

Dieser umfasst eine Salzhalle, eine Fahrzeughalle und ein Bürogebäude auf einem insgesamt rund 9.000 m² großen Gelände. 43 Mitarbeiter arbeiten für den Bauhof und kommen sowohl aus Wipperfürth als auch aus Hückeswagen. Der ehemalige Bauhof am Stauweiher, in dem jahrzehntelang auch Tonnen von Salz für den Winterdienst bereit lagen, wurde an die Firma Voss verkauft. Auch der Betriebshof in Wiehagen wird geräumt, ein Nachmieter steht bereits in den Startlöchern. Dafür wird es in Hückeswagen zwei Außenlager in Herweg und an der Peterstraße geben.

Am Sonntag, 13. Oktober, hat die Wipperfürther und Hückeswagener Bevölkerung die Möglichkeit, den neuen Bauhof und seine Mitarbeiter bei einem „Tag der offenen Tür“ kennenzulernen. Von 14 bis 18 Uhr kann man sich das Gelände sowie Gebäude, Fahrzeuge und Geräte ansehen und sich über das Aufgabenspektrum des Bauhofs informieren. Zudem gibt es Getränke und Grillwurst. Parkplätze stehen zwischen Penny-Markt und Genossenschaft zur Verfügung.