Städtische Gleichstellungsbeauftragte setzt Kesselhaus unter Druck

In einem Brief an den Betreiber des Kesselhaus bemängelte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wipperfürth „sexistische“ und daher „negative Äußerungen“ mit „fiesem Beigeschmack“. Eine bisher erteilte Sondernutzungserlaubnis für Plakate mit Werbung für die Partyreihen „Miezenball“ und „Flotter 3er“ wurde der Discothek jetzt entzogen.

Nach eigener Auffassung ist ein Themenschwerpunkt der Wipperfürther Gleichstellungsbeauftragten die „Mitwirkung in allen gleichstellungsrelevanten Angelegenheiten“. Diesen Auftrag nahm die Beauftragte jetzt offensichtlich etwas zu ernst: In deren vom Kesselhaus auf seiner Facebook-Seite veröffentlichten Schreiben heißt es, der Text auf den Werbetafeln der Discothek sei „nur zweideutig“ zu verstehen, „und zwar sexistisch, ’schlüpfrich‘, negativ!“. Und weiter:

Männer aber auch Frauen sollen auf der Basis von sexistischen Äußerungen, „Flotter 3er“ gelockt werden! Das Sie junge Menschen ansprechen und einladen wollen durch Ihre Plakatierung ist doch nur legitim aber es kommt mir auf das Wie an! Ich gebe Ihnen nur Anregungen, bei Ihrer Werbung weniger sexistische Äußerungen zu machen und somit den bereits vorhandenen Wertezerfall unserer Jugend nicht weiter zu fördern, um Diskriminierungen beider Geschlechter vorzubeugen. Es geht Ihnen doch darum, Angebote für Ihre Einrichtung/Kesselhaus zu machen, ohne einen fiesen „Beigeschmack“ haben zu müssen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei!

Dass es nicht nur, wie in dem Schreiben angekündigt, bei bloßen „Anregungen“ bleiben sollte, bekam das Kesselhaus nun durch einen Entzug der städtischen Sondererlaubnis für seine Werbeplakate der angeblich „zweideutig“ angehauchten Partyreihen „Miezenball“ und „Flotter 3er“ zu spüren. In der städtischen Mitteilung heißt es, der Betreiber des Kesselhauses habe die Hinweise der Gleichstellungsbeauftragten nicht zum Anlass genommen, den Veranstaltungen einen Namen zu geben, der nicht zweideutig zu verstehen sei.

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15 Kommentare zu “Städtische Gleichstellungsbeauftragte setzt Kesselhaus unter Druck

  1. Wie kann ein vertreter des volkes, welches die gleichstellungsbeauftragte ist, nur so verbohrt und spießig sein?! Schon mal drüber nachgedacht, dass man frühestens mit 16 in ne disco darf, aber sex quasi schon ab 14 legal ist? Sie sollten sich schämen die ohnehin in schlechter lage befindliche eventbranche mit ihrem gleichstellungsunsinn zu malträtieren!

  2. Mal ganz im ernst:haben die damen u herren nichts besseres oder wichtigeres zu tun?absolut lächerlich! Vielleicht sollte man sich mal mehr darum kümmern das die stadt an den wochenenden nachts nicht ständig verwüstet wird oder sonst was! Mfg

  3. Da können wir aber wirklich froh sein, dass sich bei der Stadtverwaltung um solch wirklich wichtigen Dinge gekümmert wird. Unwichtig ist sicherlich, dass die Stadt dringend attraktiver gestaltet werden sollte, neue Geschäfte, ein überarbeitetes Stadtfest, neue Events und vieles weitere benötigt. Da schadet man doch lieber dem, was überhaupt noch für Wipperfürth spricht.

  4. Solang wir über so stumpfsinnigen Quatsch diskutieren, kann es uns ja nicht so schlecht gehen.
    Wenn sich jemand wegen sowas diskriminiert fühlt und sich beschwert, sollte er mal über sein Leben nachdenken…….

  5. Einer der vielen Gründe, warum Wipperfürth nach und nach den Bach hinunter geht: ganz miese Politik und „Vertretung“ der Öffentlichkeit.

  6. Ich bin immer wieder froh wenn ich sowas lese, dass wir uns über so schwerwiegende Sachen wie die Werbung des Kesselhauses Gedanken machen können. Und über all die Probleme die soooo unwichtig sind nicht sprechen, oder versuchen sie zu lösen. Das finde ich echt SUPER!

    Mich würde mal sehr Interessieren wer diese überaus nette Dame ist.
    (Zum Glück gibt es ja noch die kommenden Kommunalwahlen, wo man sich dann nochmal für einen evtl anderen „Wind“ entscheiden kann)
    Schönes Wochenende morgen und bitte denkt nicht zu viel nach auf der Heimfahrt…(z.B. was auf den Plakaten am Straßenrand steht, nicht das man nachher noch männliche Besucher aus der Stadtverwaltung im Kesselhaus antrift….. Ups das wäre ja peinlich)

  7. tja – was soll man dazu sagen !?…

    die wirklichen Probleme bleiben auf der strecke- aber solange man im öffentlichen dienst – buchstäblich seinen „dienst nach Vorschrift verrichtet“ wird es wohl immer so bleiben !…

    die Damen und herren aus der Stadtverwaltung sind herzlichst dazu eingeladen , mal ein paar Wochen in der freien wirtschaft oder dem handel zu agieren- danach wird ihnen einiges klarer und wertiger !

    ein solcher missdienst – komplett vorbei an der Realität- bleibt ausschliesslich unserem Beamtentum vorbehalten – klingt komisch ? – ist aber (leider) so !!

    mfg

    ralf hesse

  8. 1. Fakt ist, das diese sogenannte Beauftragte von Steuergeldern bezahlt wird.
    2. Fakt ist das Sie ganz klar keine wirkliche Aufgabe zu haben scheint. Und dann nicht durchdachte, absolut überflüssige Behauptungen von sich gibt.
    3. Fakt 3 ist: die stelle ist nicht unnötig aber in diesem Fall ganz klar falsch besetzt!

  9. Das ist doch herauszufinden, wer die gute Damen ist. Aber ihr Statement ist doch so wichtig wie der berühmte Sack Reis in China, oder?

  10. Hmmmm, gerade überlegt ob es demnächst keinen Puffreis und keine Blaskapelle mehr gibt??
    Zum Lachen.

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