Klaus-Peter Flosbach (CDU): „Ich bin ein Wipperfürther Junge!“

Am 22. September ist Bundestagswahl. In den vergangenen Wochen haben wir daher den Kreiswahlvorschlägen für den Oberbergischen Kreis ein wenig auf den Zahn gefühlt. Erster Kandidat: Klaus-Peter Flosbach von der CDU.

WippBlog: Was hat Sie dazu bewogen, der CDU beizutreten und sich dort aktiv zu engagieren?

Klaus-Peter Flosbach: Das Engagement für andere oder eine bestimmte Sache, das Diskutieren und Argumentieren hat mir schon immer Freude gemacht. Ich habe mich bereits in der Schulzeit am EvB Gymnasium im dreiköpfigen Schulsprechergremium engagiert. Als mein Horizont als junger Erwachsener dann über mein engeres Umfeld hinaus ging, erschien mir die Junge Union als naheliegende Möglichkeit, mich auch über die Schule hinaus einzubringen. Meine Eltern hatten einen Lebensmittelladen in Wipperfürth, waren Kaufleute und als katholische Christen sehr werteorientiert. So stand die Familie der sozialmarktwirtschaftlichen Politik der CDU immer sehr nahe.

WippBlog: Wie wollen Sie die Interessen Oberbergs und seiner Kommunen aktiv in Berlin durchsetzen?

Klaus-Peter Flosbach: Als Bundestagsabgeordneter für den Oberbergischen Kreis verstehe ich mich zuallererst als Vertreter der Interessen der Oberbergerinnen und Oberberger. Deshalb bin ich auch viel mit den Menschen vor Ort in Kontakt. Ich bin viel im Wahlkreis unterwegs und gehe unter Menschen, um mich mit ihnen auszutauschen. Ich lade mehrere tausend Besucher im Jahr in den Bundestag ein, um Ihnen die Politik näher zu bringen und ihre Fragen zu beantworten. Insgesamt 22.000 Oberbergerinnen und Oberberg konnte ich so in den vergangenen elf Jahren in Berlin empfangen. Obwohl wir im Bund nicht direkt für die Kommunen zuständig sind, liegt mir insbesondere das Thema der Kommunalfinanzen sehr am Herzen. Ich bin froh, dass wir in der vergangenen Legislaturperiode hier ganz viel erreichen konnten. Diesen Weg wollen wir in den kommenden Jahren weitergehen.

WippBlog: Was wollen Sie in Zukunft der erhöhten finanziellen Belastung von Städten und Gemeinden, wie sie auch in Oberberg immer wieder deutlich wird, entgegensetzen?

Klaus-Peter Flosbach: Viele Menschen sorgt die Finanzsituation der Kommunen im Oberbergischen. Zwar ist das Land NRW laut Grundgesetz für die Finanzierung der nordrhein-westfälischen Kommunen zuständig. Die vergangenen Jahre haben aber gezeigt, dass der Bund die Städte und Gemeinden nicht im Stich lässt. Im Gegenteil: Wir haben sie in einem Ausmaß entlastet, wie es in der Geschichte einmalig ist. So übernimmt der Bund künftig die vollständigen Kosten für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung – allein bis 2020 eine Entlastung der Kommunen um 50 Milliarden Euro! Bei der Kinderbetreuung oder dem Bildungspaket steht die Bundesregierung an der Seite der Kommunen (5,4 Mrd. Euro für die U3-Betreuung und jedes Jahr 845 Mio. Euro für die laufenden Kosten). Auch deshalb geht es den meisten Städten und Gemeinden heute besser als unter Rot-Grün. Doch damit nicht genug: Wir wollen in der kommenden Legislatur die Kosten für die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung schrittweise übernehmen und die Kommunen damit weiter dauerhaft entlasten. Seit meiner Mitgliedschaft in der Landschaftsversammlung Rheinland ist dieses Thema für mich ein Dauerbrenner und findet bei mir volle Unterstützung. Außerdem soll eine Föderalismuskommission III eingesetzt werden, die auch die Finanzbeziehungen zwischen Bund, Länder und Kommunen kritisch unter die Lupe nimmtund dort, wo es knirscht, Korrekturen vornehmen soll.

WippBlog: Welche Beziehung haben Sie zu Wipperfürth, welche Erfahrungen haben Sie bereits hier gemacht und wie gefällt Ihnen die Stadt?

Klaus-Peter Flosbach: Ich bin ein Wipperfürther Junge! Ich bin hier geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen. Am EvB habe ich mein Abitur gemacht. Deshalb ist und bleibt Wipperfürth meine Heimat. Ich habe hier noch viele Freunde und Verwandte. Mein liebster Platz im Oberbergischen ist der Marktplatz in Wipperfürth. Ich bin hier Mitglied in zehn Vereinen und mindestens alle 14 Tage einmal in der Stadt.

WippBlog: Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit, außerhalb der Politik?

Klaus-Peter Flosbach: Wenn ich die Zeit finde, dann genieße ich die schöne Natur im Oberbergischen. Wandern und Radfahren sind ein guter Ausgleich für den oft hektischen und stressigen Alltag. Bei schlechtem Wetter greife ich auch ab und an zur Gitarre. Am liebsten Chansons oder kölsches Liedgut.

WippBlog: Zum Abschluss: Aus welchem Grund sollten die Wähler am 22. September ausgerechnet bei Ihnen ihr Kreuz machen?

Klaus-Peter Flosbach: Wenn man die vergangenen vier Jahre betrachtet, so beurteilen die meisten Menschen die Arbeit der Bundesregierung positiv. Wir haben die Finanzkrise so gut wie kein anderes Land in Europa durchschritten, es haben so viele Menschen Arbeit wie noch nie. Die Schere zwischen Arm und Reich beginnt sich wieder zu schließen. Wir beenden die jahrzehntelange Spirale der Neuverschuldung und investieren so viel Geld in Bildung und Forschung wie niemals zuvor. Das sind nur einige Beispiele die zeigen, dass es sich lohnt, der Union die Führung dieses Landes erneut anzuvertrauen. Ich habe als finanzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktionen einen Teil dazu beitragen können. Neben meines Sprecheramtes in Berlin habe ich mich jedes Jahr um mehr als tausend Anliegen der Oberbergerinnen und Oberberger gekümmert, die per Telefon, Mail oder Brief an mich herangetragen wurden. Dazu bin ich regelmäßig vor Ort bei den Menschen und besuche in Wahlkreiswochen und am Wochenende unzählige Vereine, Institutionen und Einrichtungen, um für die Bürgerinnen und Bürgern ansprechbar zu sein. Gerne will ich auch die kommenden vier Jahre meine ganze politische Erfahrung und mein Know-How für Oberberg in Berlin einbringen!

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