Kippt Michael von Rekowski das Rauchverbot in den Wipperfürther Kneipen?

Nach Vorbild des Neusser Bürgermeisters Herbert Napp wurde jetzt auch das Wipperfürther Stadtoberhaupt Michael von Rekowski öffentlich dazu aufgefordert, das neue nordrhein-westfälische Landesgesetz zum Rauchverbot in den Kneipen zu ignorieren und keine Kontrollen durch das Ordnungsamt durchführen zu lassen.

Herbert Napp ist passionierter Raucher. Und er hat genug von der Bevormundung durch die NRW-Landesregierung, die das Ziehen am Glimmstängel nicht nur in allen öffentlichen Gebäuden, sondern auch in den Gaststätten verboten hat. Der Bürgermeister, in seiner Stadt auch „Vesuv von Neuss“ genannt, weigert sich bislang, das neue NRW-Landesgesetz in den Neusser Kneipen kontrollieren zu lassen. Und auch in seinen städtischen Diensträumen raucht Napp munter weiter.

Wie Neuss ist auch Wipperfürth eine Stadt mit ausgeprägter Kneipentradition. Doch in letzter Zeit haben vor allem kleinere Gaststätten mit stark rückläufigen Gästezahlen zu kämpfen. Was im Sommer noch nicht so sehr als Problem auftritt, ist in der kalten Jahreszeit offensichtlich: Viele potentielle Kneipenbesucher scheuen sich auch angesichts des oftmals ungemütlichen bergischen Wetters davor, für jede Zigarette vor die Tür gehen zu müssen und bleiben deshalb lieber ganz zu Hause.

Das spüren offenbar auch viele Wipperfürther Kneipenwirte, von denen sich einige nun mit der öffentlichen Aufforderung an Bürgermeister Michael von Rekowski gewandt haben, es seinem Amtskollegen Herbert Napp gleichzutun und Kontrollen in den Gaststätten zu unterlassen. So weit wie Peter Lorenz, Inhaber der Neusser Kneipe „B9“, ging dabei allerdings noch keiner: Der Kneipenwirt sprach ein Hausverbot für den örtlichen SPD-Landtagsabgeordneten aus. Begründung: Er möchte keine Menschen bewirten, die maßgeblich für seinen Untergang sorgen.

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3 Kommentare zu “Kippt Michael von Rekowski das Rauchverbot in den Wipperfürther Kneipen?

  1. Ist der Bürgermeister nicht von Beruf Krankenpfleger? Wie kann man dann ein Rauchverbot schlecht heissen? Wie glaubhaft ist man dann noch in einer Vorbildsfunktion? Hoffentlich geht es nicht wie in der großen Politik auch, nur wieder um Stimmenfang und Mainstreampolitik.

  2. @ Bastian Bratsch: BM von Rekowski hat doch nicht den Ball gespielt, sondern er wurde von einigen Wirten dazu aufgefordert nach dem Neusser Vorbild zu handeln.
    Ich habe noch nirgends gelesen, dass M.v.R. das umsetzen will oder wie seine Meinung dazu ist.

  3. Es reicht so langsam wirklich mit den staatlichen Bevormundungen. Als damals in Deutschland das Kiffen verboten wurde, sind sämtliche Coffeeshops pleite gegangen. Oder kennt jemand noch einen? Tempolimit in Innenstädten, auch so was. Dass die Gurtpflicht für Autofahrer eingeführt wurde, (noch so eine Bevormundung) hat doch schließlich auch dazu geführt, dass inzwischen niemand mehr Auto fährt. Ähnlich ist es ja mit der Helmpflicht für Motorradfahrer. Gibt’s ja auch kaum noch. Und Penne und Hansecafe, die das Rauchverbot bereits vor Jahren umgesetzt haben, sind inzwischen ja auch fast pleite, oder? Botschaft angekommen? Es grüßt mit einem Augenzwinkern der Uwe

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