Wipperfeld außer Rand und Band

Von heute bis einschließlich Montag wird Wipperfeld wieder ganz im Zeichen des alljährlichen Schützenfestes stehen. Neben der Kirmes mit Autoscooter, Karussell, Schießbude und zahlreichen Leckereien geht im Festzelt an allen Tagen ordentlich die Post ab.

Schon am heutigen Freitagabend starten die Jungschützen mit dem „Feieralarm“ unter dem Motto „Caribbean Summer Nights“ ins Festwochenende. Mit der Veranstaltungstechnik Bauer werden ab 20 Uhr eine große Lasershow sowie Black-, House- und Partybreaks im Festzelt geboten. Vom Wipperfürther Busbahnhof aus fährt ab 21 Uhr ein Pendelbus, der die Partygäste nach Wipperfeld bringt. Ab 23.30 Uhr verkehrt zudem halbstündlich der Discobus in die Dörfer.

Der Samstag beginnt gemütlich mit Kaffee und Kuchen beim Seniorennachmittag, zu dem die Schützenkapelle Wipperfeld aufspielt. Im Anschluss an die Abholung der Majestäten folgt dann das Schülerprinzenschießen, bei dem der amtierende Schülerprinz Alexander Beul den ersten Schuss hat. Nach der offiziellen Eröffnung und Ankündigung des Festes mit Glockenläuten, Böllerschießen und Fahnenhissung am Ehrenmal startet um 20 Uhr der große Eröffnungsball im Festzelt. „Die zwei Schweinfurter“ werden den Saal wie schon in den vergangenen Jahren zum Toben bringen.

Am Sonntag geht es um 9.30 Uhr mit dem Festhochamt weiter, bevor die Schützenkapelle ab 11 Uhr zum großen Festkonzert bittet. Zugleich findet eine Verlosung statt. Das Königspaar Robby Nitsch und Marion Klein wird ab 15.15 Uhr von den Schützen beim großen Festumzug durchs Dorf begleitet. Beim Prinzenvogelschießen sollen ab 17 Uhr auf dem Schießplatz die Nachfolger von Richard Kürten und Prinzessin Laura Bücheler bestimmt werden, anschließend geht es um 18 Uhr zur After-Zoch-Party ins Festzelt. Um 20.30 Uhr geht es mit Björn Heuser nahtlos über ins „Kölsche Mitsingkonzert“, bei dem der Gitarrist Klassiker zahlreicher bekannter Kölner Kultbands darbieten wird.

Traditionell geht es am Montag um 10 Uhr wieder mit einem Hochamt los, um 11 schließt sich das beliebte Frühschoppen nach „alter Wipperfelder Art“ mit zünftiger Blasmusik durch die Schützenkapelle sowie mit Kinderbelustigung an. Ein absolutes Highlight wartet um 16 Uhr mit dem Königsvogelschießen auf die Wipperfelder, bei dem der Schießplatz wieder bis in die hinterste Ecke gefüllt sein wird. Nach einem Tanzabend im Festzelt mit den „zwei Schweinfurtern“, der um 20 Uhr startet, geht es ab 21.30 Uhr zur Abholung der Majestäten, Krönung und Zapfenstreich sowie anschließend zum großen Fackelzug durch das Dorf.

Der mittlerweile schon weit über die Dorfgrenzen hinaus bekannte „Wipperfelder Nachtzauber“ bildet den grandiosen Abschluss des Festwochenendes. Seit 2008 wird nunmehr zum sechsten Mal das größte musiksynchrone Feuerwerk im Bergischen Land gezündet. Nachdem die letzte Rakete abgefeuert wurde, eröffnet das frisch gekrönte Königspaar den Krönungsball im Festzelt, zu dem bis zum Begräbnis des Peijas in den frühen Morgenstunden gefeiert und getanzt werden kann.

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Phoenix empfängt die Sauerland Mustangs

Am Samstagnachmittag wartet im Mühlenbergstadion das nächste Heimspiel auf die Footballer der Phoenix Wipperfürth. Diesmal geht es gegen die Sauerland Mustangs aus Hagen. Das Hinspiel im April konnte Wipperfürth mit 21:7 überzeugend für sich entscheiden. Zur Zeit belegen die Mustangs nach fünf Spielen den letzten Tabellenplatz. Bei einem Sieg am Samstag könnte die Phoenix Platz 2 der Tabelle erobern. Spielbeginn auf dem Mühlenberg ist um 15 Uhr, der Eintritt beträgt 2 Euro.

Unglaubliche Resonanz auf 24-Stunden-Schwimmen der Wipperfürther DLRG

(dlrg) 348 Teilnehmer und eine insgesamt zurückgelegte Schwimmstrecke von 1.107,5 km: So lautet die eindrucksvolle Bilanz des 24-Stunden-Schwimmens, das die DLRG Wipperfürth am 22. und 23. Juni zur Feier des Doppeljubiläums 100 Jahre DLRG und 75 Jahre DLRG in Wipperfürth im Walter-Leo-Schmitz-Bad ausgerichtet hat.

Mit diesen Zahlen werden die Ergebnisse aller bisherigen 24-Stunden-Schwimmen in den Schatten gestellt – 2011 konnten beispielsweise 143 Teilnehmer „nur“ eine Strecke von 455 km zurücklegen. Dass die diesjährige Veranstaltung von den Besucherzahlen her eine andere Dimension erreichen würde, ließ sich bereits erahnen, als zum offiziellen Startschuss am Samstag um 10 Uhr bereits zahlreiche Schwimmer ins Wasser gingen. Ziel des 24-Stunden-Schwimmens ist es, innerhalb eines kompletten Tages eine möglichst große Distanz im Wasser zurückzulegen. Um die Schwimmzeit möglichst optimal nutzen zu können, übernachteten zahlreichen Sportler in Zelten auf dem Außengelände des Schwimmbades.

Die Schwimmerinnen und Schwimmer konnten beliebig oft ins Wasser gehen und ihre persönliche Schwimmleistung immer weiter ausbauen – die fleißigen Helfer der Wipperfürther DLRG zählten rund um die Uhr die zurückgelegten Bahnen. Das Teilnehmerfeld war breit gestreut – die jüngste Teilnehmerin war mit 1 Jahr Sophia Gehrke, die mit Unterstützung der Mutter eine Strecke von 50 m zurücklegte, ältester Teilnehmer mit 81 Jahren Günter Döpper, der sogar noch eine Schwimmleistung von 200 m zum Gesamtergebnis beisteuern konnte.

Auch in diesem Jahr zeigten viele Sportler ein enormes Durchhaltevermögen. Die längste Strecke der sehr umkämpften „Damenwertung“ und zugleich die längste Strecke der Veranstaltung teilen sich mit jeweils beeindruckenden 30.700 m die für die Marienheider DLRG startenden Jennifer Matthäus und Julia Frewer. Den Pokal für die weiteste Strecke in der „Herrenwertung“ konnte Pascal Kratzke, der für das Team „Das Original“ startete, mit 25.000 m gewinnen. Die DLRG Wipperfürth als guter Gastgeber ließ den Kameraden der Marienheider DLRG auch in der Mannschaftswertung den Vortritt. Sie gewannen den Pokal mit einer Gesamtschwimmleistung von 183.200 m. Alle Teilnehmer erhielten im Rahmen der Siegerehrung eine Urkunde überreicht, die Platzierten der jeweiligen Altersklassen wurden darüber hinaus mit Medaillen geehrt.

Im Rahmen der Veranstaltung hatte die DLRG auch zu einer kleinen Feierstunde in die ehemalige Cafeteria des WLS-Bades geladen. Vor zahlreichen geladenen Gästen, darunter neben zahlreichen Vertretern aus Wirtschaft und Politik auch die stellvertretende Landrätin Mahler und die stellvertretende Bürgermeisterin Billstein, ließ die Vorsitzende Heike Radder die Geschichte der DLRG Wipperfürth Revue passieren und gab einen Ausblick auf die nähere Zukunft, wo die DLRG mit Unterstützung ihrer Partner den dringend erforderlichen Bau eigener Räumlichkeiten umsetzen möchte. Die Offiziellen betonten in Ihren Ansprachen die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements für die Gesellschaft, besonders gewürdigt wurde dabei auch die Tatsache, dass der Bootstrupp der DLRG Wipperfürth vor kurzem in Magdeburg zur Bekämpfung des Hochwassers und seiner Folgen eingesetzt wurde.

Die DLRG Wipperfürth ist mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden. Eine solch große Resonanz konnte nicht erwartet werden und ist daher umso erfreulicher. Um Gelingen der Veranstaltung haben maßgeblich die ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Ortsgruppe beigetragen, denen ein besonderer Dank gilt. Nicht vergessen möchten wir auch die Unterstützer und Sponsoren, die es möglich gemacht haben, eine solche Veranstaltung für alle Sportinteressierten völlig kostenfrei anzubieten. Namentlich erwähnen möchten wir neben der Stadt Wipperfürth insbesondere die BEW – Bergische Energie- und Wasser-GmbH, die die Ortsgruppe mit einer Spende von 1,00 € pro geschwommenen Kilometer unterstützt.

Alle Ergebnisse auf der Webseite der DLRG Wipperfürth.

Fatih-Moschee: Erster öffentlicher Gebetsruf auf dem Klosterberg

Schon seit vielen Jahrhunderten bitten die christlichen Kirchen ihre Gläubigen in der Stadt mit Glockengeläut zum Gang ins Gotteshaus, jetzt werden auch die zahlreichen Wipperfürther Muslime zum Gebet gerufen. Am vergangenen Freitag ertönte erstmals der Muezzinruf von der Fatih-Moschee auf dem Klosterberg.

Für den Vorsitzenden der türkisch-islamischen Gemeinde zu Wipperfürth, Tekin Yüksel, war es ein ganz besonderer Moment: Zum ersten Mal seit Gründung des Moscheevereins im Jahr 1977 wurde der Ruf zum Freitagsgebet durch Vorbeter Bayram Kiliç per Lautsprecher nach draußen übertragen. Unter Beisein von Michael von Rekowski, Pfarrerin Stefanie Eschbach und Pastor Thomas Jablonka wurde die Premiere und das friedliche Miteinander der Religionen feierlich begangen.

Bereits Anfang des Monats zeigte die Moscheegemeinde gemeinsam mit der Philippine German Community Oberberg und dem Bürgerverein Düsterohl beim dritten „Fest der Begegnung“ auf dem Mühlenberg, wie interkulturelle Verständigung und freundschaftliches Beisammensein in Wipperfürth funktioniert. Die beiden Festtage waren mit mehreren hundert Besuchern so erfolgreich, dass die Veranstaltung im nächsten Jahr auf dem Marktplatz stattfinden soll.

Was tun am Wochenende?

Ob Kesselhaus, Fußball-Länderspiel, Konzert, Domino, Feuerwehr, Schwimmen oder Radfahren: Am kommenden Wochenende wird in Wipperfürth trotz der bescheidenen Wetteraussichten wieder einiges geboten. Ein Überblick.

Los geht es schon am Samstagmorgen um 10 Uhr mit dem Start des 24-Stunden-Schwimmens der DLRG im Walter-Leo-Schmitz-Bad. Bis zum Sonntagmorgen kann rund um die Uhr geschwommen werden, der Eintritt ist frei. Dazu gibt es DJ-Musik sowie zwischen 1 und 4 Uhr die Chance auf zehn Schwimmbad- und Sauna-Gutscheine.

Am Samstagnachmittag kommt Ricardo Bielecki in die Drahtzieherei. Einige werden sich vielleicht erinnern: Der 21-Jährige nahm an der diesjährigen DSDS-Staffel teil und belegte den dritten Platz. An der Wupperstraße gibt er ab 16 Uhr ein Konzert mit Special Guest Daniel Neumann, anschließend findet eine Autogrammstunde statt. Eintritt im VVK 6 Euro, AK 8 Euro. Abends geht es dann gleich weiter mit Bieleckis „Großer Partynacht“. Einlass dann erst für alle ab 16 Jahren. Der Eintritt beträgt dann im VVK 8, an der AK 10 Euro.

Alternativen zur Teenie-Kreisch-Party gibt es am Samstagabend reichlich: Klassisch geht es um 19 Uhr in der Aula des St.-Angela-Gymnasiums zu. Dort wirken unter anderem die Kirchenchöre von Cäcilia Hämmern und der St.-Antonius-Grundschule, die „Red Shoes“ sowie Florian, Philipp und Julian Offermann beim Sommerkonzert „So lang man Träume noch leben kann“ mit. Eintritt 10 Euro, ermäßigt 5 Euro. Ein zweiter Konzerttermin findet am Sonntagabend um 18 Uhr statt.

Sportlicher geht es beim mittlerweile schon traditionellen Fußball-Länderspiel zwischen Rheinland und Westfalen zu. In Woeste bei Halver-Anschlag ist Anstoß um 19.30 Uhr, anschließend gibt es ein großes Scheunenfest. Organisiert wird das Ganze von der Feuerwehr Halver-Bommert.

Wer ab 23 Uhr noch nicht müde ist, kann der neuen Auflage des „Miezenballs“ im Kesselhaus beiwohnen. Alle Girls haben die ganze Nacht lang freien Eintritt (Mindestverzehr 3 Euro), dazu gibt es bis 24 Uhr Prosecco gratis. Musikalisch sorgt „Meines7b“ für feinste „KlubMusik“. Der Eintritt für Männer beträgt 6 Euro.

Sonntag

Am Sonntag geht es ab 10.30 Uhr weiter mit der Einweihung des Kunstrasenplatzes beim SV Thier am Heidchen. Unter anderem wird es einen Bierstand, Würstchen, Fritten, Kaffee, Kuchen, Reibekuchen und Erbsensuppe geben. Außerdem ein Platzkonzert des Musikvereins Thier. Der Eintritt ist selbstverständlich frei.

Auch wenn das Wetter voraussichtlich nicht ganz so gemütlich sein wird: Um 11 Uhr wird auf dem Parkplatz Ohler Wiesen der neue „Kirchdorfradweg“ eröffnet. Von hier startet anschließend eine Radtour über Wasserfuhr und Kreuzberg nach Egen mit Axel Burghof. Dort wird es dann bis 17 Uhr eine große Infobörse über das touristische Angebot im „Wasserquintett“ geben. Für das leibliche Wohl sorgt der Bürgerverein Egen.

Im Feuerwehrgerätehaus an der Lüdenscheider Straße feiert die Jugendfeuerwehr ab 11 Uhr gemeinsam mit dem Löschzug Stadt ihr 25-jähriges Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür. Unter anderem warten Schauübungen, Feuerwehrtechnik, eine Feuerwehr-Modenschau, eine Besichtigung der Feuerwache sowie Kinderbelustigung auf die Besucher. Zudem gibt es eine Gulaschkanone sowie Kaffee und Kuchen. Freier Eintritt.

Auch ein Vorbeischauen auf dem Hausmannsplatz wird sich am Sonntag lohnen: Dort veranstaltet der „Arbeitskreis für die Belange behinderter Menschen Wipperfürth“ sein Dominofest, welches nur alle vier Jahre stattfindet. Mit dem Titel „Domino“ soll gezeigt werden, dass über einen spielerischen Weg etwas in Gang gesetzt wird. So wie ein angestupster Dominostein alle anderen Steine mitnimmt, so soll jeder zu diesem Fest mitgenommen werden und noch vorhandene Barrieren für Menschen mit Behinderung umgestoßen werden. Ein vielfältiges Bühnenprogramm und zahlreiche Aktionsangebote sind angekündigt. Für das leibliche Wohl wird gesorgt.

24-Stunden-Schwimmen dieses Jahr kostenlos

(dlrg) Die DLRG OG Wipperfürth e.V. veranstaltet am 22. Juni, 10 Uhr, bis 23. Juni, 10 Uhr, ein 24-Stunden-Schwimmen im Walter-Leo-Schmitz Bad in Wipperfürth. Gefeiert wird damit das Doppeljubiläum 100 Jahre Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft und 75 Jahre Ortsgruppe Wipperfürth. Aus diesem Grund ist für alle Schwimmer der Eintritt frei.

Jeder Teilnehmer muss mindestens 25 Meter schwimmen und erhält dann eine Urkunde. Besonders geehrt werden die Teilnehmer, die die weiteste Strecke ihrer Altersklasse schwimmen. Jeder kann innerhalb der 24 Stunden so oft starten wie er möchte. Nachts muss natürlich auch geschwommen werden. Gerne kann auch das eigene Zelt mitgebracht und auf dem Gelände des Schwimmbads gezeltet werden, um sich zwischendurch ein wenig auszuruhen. Als Besonderheit wird dieses Jahr eine schwimmerische Leistung, die einen Bezug zur Jubiläumszahl 75 hat mit „Jubibuttons“ besonders honoriert. So gibt es zusätzlich einen Jubibutton, wenn mindestens 75 Meter, 750 Meter, 75 Bahnen, 7500 Meter oder sogar 750 Bahnen geschwommen wurden.

Es findet eine Tombola statt, bei der Direktgewinne verlost werden. Unter allen Schwimmern die zwischen 1 und 4 Uhr im Wasser sind gibt es je 10 Schwimmbad- und Saunagutscheine zu gewinnen. Da hier erfahrungsgemäß nur sehr wenige Gäste kommen, stehen die Chancen für alle Nachtschwimmer sehr gut. Wer zwischen 5 und 8 Uhr schwimmt, braucht dagegen kein Glück, sondern bekommt schon ab 20 Bahnen einen Kaffee und für weitere 20 Bahnen ein Brötchen dazu geschenkt. Die Veranstaltung wird von einem DJ begleitet, der für die passende Musik zum Schwimmen sorgt. Jeder geschwommene Kilometer wird von der BEW Wipperfürth mit einem Euro gesponsort.

Während der Veranstaltung kann man sich über den geplanten Bau einer Fahrzeug-Unterkunft der DLRG Wipperfürth informieren. Gerne geben wir weitere Auskünfte zum Bauprojekt an Interessierte und freuen uns über jede Spende. Weiterhin können hier gegen ein geringes Entgelt DLRG-Entchen erworben und so die Ortsgruppe unterstützt werden. Auch kann das Einsatzfahrzeug und das Motorrettungsboot hinter dem Schwimmbad besichtigt werden. Zu ausgehangenen Zeiten gibt es dazu Führungen.

Jeder der gerne ein paar Bahnen schwimmt, ob Profi oder Anfänger, ist herzlich eingeladen rund um die Uhr die DLRG Wipperfürth mit jedem geschwommenen Kilometer zu unterstützen.

Informationen zur DLRG OG Wipperfürth e.V.: www.wipperfuerth.dlrg.de

Erste Hitzewelle des Jahres rollt an

Die erste Hitzewelle dieses Jahres steht bevor: Bis zum Mittwoch können wir bei Sonnenschein und bis zu 35 Grad schwitzen. Aber warum ist es bei uns immer wieder so schnell vorbei mit der sommerlichen Wärme? Der Grund dafür liegt westlich von uns.

In Kürze wird es wieder viele Mitmenschen geben, die sich noch vor ein paar Wochen über die Kälte beschwert haben und nun leidenschaftlich über die Hitze jammern werden. In der kommenden Woche können sie gleich beides tun: Bis zum Mittwoch bleibt es überwiegend sonnig mit Temperaturen von bis zu 35 Grad. Dann wird es vom Atlantik her mit Schauern und Gewittern und Höchstwerten um 20 Grad wieder deutlich kühler.

Aber warum ist das so? Warum gibt es bei uns nur sehr selten beständiges Sommerwetter, wie wir es uns zum Grillen, Sonnenbaden und Schwimmen in der Bever wünschen? Schuld sind der atlantische Ozean und die Nordsee. Wenn es bei uns auf dem Kontinent heiß wird, steigt die Luft nach oben. Zum Ausgleich muss von den Seiten her Luft nachströmen – und dies geschieht vom Atlantik aus. Weil das Wasser dort allerdings kalt ist und viel Feuchtigkeit zur Verfügung steht, macht sich feuchte und kühle Meeresluft auf den Weg nach Osten.

Über dem Kontinent angekommen, nimmt dann das Schicksal seinen Lauf: Die Meeresluft beginnt zu zirkulieren und ein Hitzetief über Frankreich entsteht. Dieses verstärkt sich immer mehr, indem es zum einen die heiße Luft östlich und die kühle Meeresluft westlich von ihm ansaugt. Die Temperaturgegensätze nehmen zu und die Luftmassen kommen in Bewegung. Mit kräftigen Gewittern, Starkregen, Hagel und Sturmböen zieht das Tief weiter nach Osten und vermischt die Luftmassen. Dadurch können sich die Temperaturunterschiede abschwächen, so dass sich häufig ein Zwischenhoch bildet. Der Kontinent erwärmt sich dabei erneut, bis das Spiel von vorne beginnt.

Stabiles heißes Sommerwetter resultiert bei uns in Mitteleuropa meist aus Ausnahmesituationen. Dabei unterbindet die sogenannte „Omega-Wetterlage“ – eine blockierende Ausweitung des Azorenhochs in Verbindung mit Hochdruckgebieten über Skandinavien oder Osteuropa – den Einfluss des Atlantiks auf unser Wettergeschehen, so dass es auch mal für mehrere Tage oder sogar Wochen heiß und trocken bleiben kann. Teilweise können solche Lagen allerdings katastrophale Ausmaße wie im Sommer 2003 annehmen, als der Hitze in Europa zehntausende Menschen zum Opfer fielen und ein volkswirtschaftlicher Schaden von etwa 13 Milliarden US-Dollar verursacht wurde.

Wir sollten also froh sein, dass es bei uns nur ab und zu richtig heiß wird. Spätestens nach ein paar Tagen über 30 Grad wünschen sich ohnehin die meisten Menschen den typisch bergischen Sommer zurück. Dieser war übrigens schon immer so wechselhaft: Beliebte Aussagen wie „Früher hatten wir noch richtige Sommer“ basieren ausschließlich auf dem eigenen, subjektiv geprägten Empfinden, nach dem auch früher nur sehr selten auftretende Omega-Wetterlagen als maßgebend für einen „richtigen“ Sommer dargestellt werden. Früher war eben nicht alles besser – schon gar nicht das Wetter.

Wipperfürther Feuerwehr und DLRG helfen gegen die Fluten in Sachsen-Anhalt

Neben vielen anderen Hilfskräften aus NRW wurden auch der Löschzug sowie die DLRG-Wasserrettung aus Wipperfürth ins Hochwassergebiet rund um Magdeburg beordert. Insgesamt 14 Wipperfürther Helfer befinden sich zur Zeit dort im Einsatz.

Auf ihrer Facebook-Seite hält die Wipperfürther Feuerwehr die Angehörigen und Mitbürger zuhause über die Situation in Sachsen-Anhalt auf dem Laufenden. Demnach befinden sich die neun Einsatzkräfte des Löschzugs zur Zeit im etwa 100 Kilometer von Magdeburg elbeaufwärts gelegenen Sandau und warten auf weitere Sandsäcke. Mit diesen soll eine weitere Überflutung der unmittelbar an der Elbe gelegenen Stadt durch Einrichtung eines Notdeichs unterbunden werden.

Der Bootstrupp der Wipperfürther DLRG ist bereits seit Samstag im Katastrophengebiet unterwegs. Die fünf Helfer verfügen über ein Hochwasserboot auf Rollen, das besonders gut für den Einsatz auf überfluteten Straßen geeignet ist. Zunächst musste ein Umspannwerk, das mehrere Magdeburger Stadtteile mit Strom versorgt, gesichert werden. Dazu wurde ein Deich mit Sandsäcken verstärkt und konnte bis jetzt gerettet werden. Zur Zeit befindet sich die DLRG-Einheit im Bereitstellungsraum bei Magdeburg und wartet auf weitere Anweisungen.

Wir wünschen allen Helfern in den Hochwassergebieten viel Erfolg und hoffen, dass sie unfallfrei und wohlbehalten von ihren Einsätzen zurückkehren!

„Bester DJ der Welt“ zu Gast im Kesselhaus



Im Rahmen der „N8styler“ wartet Samstagnacht ein ganz besonderes Highlight auf die Kesselhaus-Besucher: Der dreifache DJ Champion of the World, PRO ZEIKO, kommt nach Wipperfürth. Mit seinem House- und Black-Mix war der Berliner zuletzt in Hongkong, Los Angeles, Las Vegas, Tokio und Kapstadt zu Gast. Einlass ab 22 Uhr, Eintritt 6 Euro mit Flyer, sonst 7,50 Euro.

Mobil mit Bus und Bahn – auch in Wipperfürth?

Der öffentliche Nahverkehr ist in Wipperfürth außerhalb des Schülerverkehrs nicht sehr gefragt. Im Vergleich zu ländlichen Gemeinden ähnlicher Größe und Einwohnerzahl ist die Hansestadt dennoch noch recht gut durch den Busverkehr erschlossen. Verbesserungsbedarf gibt es allerdings an allen Ecken und Enden.

Auch wenn die Mai-Umfrage mit 116 Teilnehmern nicht sonderlich repräsentativ ist, zeigt sie dennoch eine Tendenz auf, die in der ältesten Stadt des Bergischen Landes zweifellos vorhanden ist: Der Busverkehr von OVAG und Wupsi hat für die Wipperfürther nur eine verschwindend geringe Bedeutung. Auf Kreisebene gaben in einer Umfrage von 2008 50% der Befragten an, den ÖPNV in Oberberg nie zu benutzen. Nur 13% nutzen ihn mehrmals in der Woche. Zum Vergleich: Im Kölner Stadtgebiet fahren über die Hälfte der Befragten mehrmals wöchentlich mit Bus und Bahn.

Es ist auch nicht verwunderlich, dass der Wipperfürther Busverkehr nicht sonderlich attraktiv für potentielle Fahrgäste ist. Die Verbindungen sind insbesondere in den Randzeiten mehr als dürftig. Ein Beispiel: Wer von Wipperfürth in die 13 Kilometer entfernte Nachbarstadt Halver muss und dabei nicht auf das Auto angewiesen sein will, muss erst mit der 336 nach Hückeswagen, dann mit der 339 nach Radevormwald und dort in die Linie 134 nach Halver umsteigen. Zeitaufwand für den 27 Kilometer langen Umweg: Eine Stunde und 13 Minuten. Die Direktverbindung mit der Linie 55 wurde schon vor einigen Jahren bis auf wenige Fahrten im Schülerverkehr eingestellt.

Auch wer mal eben nach Köln will, ist von Wipperfürth aus nicht wirklich schnell in der Domstadt. Während es in Lindlar schon längst eine Schnellbus-Verbindung über Bensberg gibt, muss man bei uns erst umständlich mit der 426 über Thier und Kürten nach Bergisch Gladbach zuckeln, um dort in die S11 umzusteigen. Dumm aus der Wäsche schauen diejenigen, die abends in Köln ausgehen und in Bergisch Gladbach den letzten „nächtlichen“ Bus nach Wipperfürth um 23.17 Uhr verpassen. Wirkliche Nachtbusse, die ihren Namen auch verdient haben, verkehren danach nur bis Kürten.

Es gäbe so einiges zu tun beim Thema ÖPNV in Wipperfürth, vieles würde wohl jedoch an den entstehenden Kosten scheitern. Doch selbst für kleine und vergleichsweise leicht umsetzbare Maßnahmen scheint man bei den zuständigen Stellen von VRS, OVAG und Wupsi kaum Gespür zu haben. Beispielsweise würde eine bessere Verknüpfung der Linien 336 und 426 zu einer attraktiveren Verbindung zwischen dem Rheinisch-Bergischen und den oberbergischen Nordkreiskommunen führen. Auch eine Verkürzung der Wupsi-Nachtbuslinie N43 auf den Streckenabschnitt Bergisch Gladbach – Weiden und die parallele Einrichtung von zusätzlichen Wochenend-Nachtfahrten der 426 bis Kürten mit Bedarfsweiterfahrt nach Wipperfürth würde einige Verbesserungen mit sich bringen.

Die Mühlen in der ÖPNV-Planung mahlen jedoch langsam und so dürfte es mindestens noch einige Jahre dauern, bis derartige Maßnahmen umgesetzt werden. Die Grenzlage von Wipperfürth zwischen den drei Verkehrsverbünden VRS, VRR und VRL erschweren mögliche Fortschritte noch zusätzlich. Zumindest der Wipperfürther Busbahnhof wird in absehbarer Zeit durch das „Integrierte Handlungskonzept“ ein neues und ansprechenderes Gesicht bekommen. Unter anderem wird es eine neue Verkehrsführung, neue Wartehäuschen und Sitzmöglichkeiten geben.