Buntes Wipperfürth: Ein Wochenende voller Tanz und Begegnung

„Buntes Wipperfürth“ – so heißt das gemeinsame Projekt des Kunstbahnhofs Wipperfürth und der Wipperfürther Initiative gegen Rechts. Mit ihrem ersten Wochenende voller Toleranz und Begegnung möchten die Organisatoren die unterschiedlichsten Menschen zusammenbringen: Egal wie groß, wie alt, mit welcher Herkunft oder welcher Religion. Das Programm am kommenden Wochenende verspricht in jedem Fall jede Menge Abwechslung.

Jeweils am Samstag und Sonntag um 15.30 Uhr (Einlass 14.30 Uhr) wird das im Rahmen des Projekts selbsterarbeitete Theaterstück „Wetterfront“ aufgeführt, in dem es um eine Liebe und das Leben im Dritten Reich geht – eine Situation, die hoffentlich nicht noch einmal jemand erleben muss. Im Zuge der Aufklärung zu den Themen Rassismus und Rechtsextremismus ist das Stück so aufgebaut, dass es sensibilisiert ohne zu traumatisieren oder zu beschönigen. Laut Organisatoren soll „Wetterfront“ einen Anstoß zur Begegnung darstellen – sowohl zwischen Generationen und Nationen, aber auch zwischen unterschiedlichen Sparten der Kunst.

Auch der Samstagabend (ab 17 Uhr) gestaltet sich entsprechend „bunt“. Nach Auftritten der WippDance-Gruppen aus dem Yoga- und Tanzraum gibt es „Wipperfürth unplugged“: „0815Raffa“, „Stay Punked!“ und Alex Braikrats geben ihr Repertoire rein akustisch zum Besten. Im Anschluss gibt es im „Open Space“ für Interessierte die einmalige Möglichkeit, selbst auf die Bühne zu kommen und ihre Musik unplugged zu präsentieren.

Karten für die beiden Veranstaltungen in der Aula des EvB sind erhältlich bei der „Bergischen Buchhandlung“ (Marktplatz 7) sowie bei der Musikschule Wipperfürth (Lüdenscheider Straße 48, Frau Saeger). Der Eintritt beträgt für das Theaterstück 10 Euro (ermäßigt 6 Euro), für „W.I.R. wettern gegen Rechts – Musik & Tanz“ 4 Euro. An der Abendkasse erhöht sich der Eintritt um jeweils 1 Euro.

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VfR geht in Rondorf unter

Im Abstiegskampf der Bezirksliga gab der VfR Wipperfürth beim SC Rondorf eine katastrophale Vorstellung ab. Mit einem 3:0 ging die Scheider-Truppe im Kölner Süden baden und kann sich noch glücklich schätzen, dass die Verfolger in der Tabelle ebenfalls nicht punkten konnten.

Wer annahm, die Wipperfürther hätten sich angesichts der zuletzt guten Leistungen berappelt, wurde heute in Rondorf eines Besseren belehrt: Sowohl offensiv als auch defensiv lieferte der VfR seine bislang schlechteste Saisonleistung ab. Schon nach knapp 15 Minuten konnten die Kölner im Wipperfürther Tor einnetzen, eine Viertelstunde später folgte der nächste Treffer. Abgesehen von einem Lattenschuss durch Dennis Grolewski nach einem Freistoß in der zweiten Spielhälfte war vom VfR läuferisch und spielerisch nicht viel zu sehen. Mit dem 3:0-Endstand dürften sich die Schützlinge von Trainer Norbert Scheider daher noch gut bedient fühlen.

Da die direkten Tabellennachbarn Weiden und Refrath am Wochenende keine Dreier einfahren konnten, verfügt der VfR zur Zeit noch über ein vier Punkte starkes Polster zur Abstiegszone. Am kommenden Sonntag (15 Uhr) wird Refrath auf den Ohler Wiesen zu Gast sein.

Erstes Heimspiel für Phoenix Wipperfürth

Gegründet im Sommer 2011, haben die American Footballer von Phoenix Wipperfürth bereits eine steile Entwicklung hinter sich: In Tradition der Hämmern Bandits, die schon in den 80er Jahren für Furore sorgten, besteht der Phoenix-Kader mittlerweile aus 70 Spielern. Im ersten Saisonspiel der NRW-Landesliga gegen die Sauerland Mustangs bewies die junge Mannschaft mit einem verdienten 21:7-Sieg, dass sie alles andere als eine Außenseiterrolle einnimmt.

Nun steht am Samstagnachmittag das erste Heimspiel im Mühlenbergstadion an und Headcoach Christian Fröhlich hofft auf massive und lautstarke Unterstützung der Wipperfürther. Im Rahmen der Partie gegen die Ahlen/Hamm Aces wird es neben Kaffee, Kuchen, Würstchen, Steaks, Cola, Bier und Feuerwerk auch Live-Musik mit den Bands „Monkey Men“ und „Blight“ geben. Los geht’s ab 14 Uhr, der Eintritt beträgt 2 Euro.

Streckenposten für „Rund um Köln“ gesucht

Am 12. Mai ist es wieder so weit: Das bekannte Radrennen „Rund um Köln“ kommt nach Wipperfürth. Von Hückeswagen aus geht es über Hämmern, Ringstraße und Gaulstraße weiter über Niedergaul, Nagelsbüchel und Großscherkenbach nach Agathaberg zur zweiten Bergwertung des Rennens. Für die Absicherung der Rennstrecke sucht die Wipperfürther Stadtverwaltung noch Streckenposten, die in der Zeit von 11.30 Uhr bis 13.00 Uhr zum Einsatz kommen sollen. Die Helfer werden vorab geschult und als kleines Dankeschön mit einer Rund-um-Köln-Kappe und einem T-Shirt belohnt.

Interessenten können sich noch bis Freitag bei Dirk Osberghaus, Tel. 02267/64-319, melden.

Knappe Derbyniederlage gegen Lindlar

In einem heiß umkämpften Duell musste sich der VfR Wipperfürth denkbar knapp mit einem 2:1 gegen den TuS Lindlar geschlagen geben. Nach einer Niederlage sah es jedoch nicht immer aus: Über weite Strecken der Partie lieferte der VfR eine ordentliche Vorstellung ab und war dem Tabellenzweiten phasenweise sogar überlegen.

In der Anfangsphase dominierten allerdings zunächst die Lindlarer Hausherren das Derby. Mehrmals sorgte der einmal mehr überragende Tobias Kapellen dafür, dass das Wipperfürther Gehäuse sauber blieb. Wenig später kam es dann zu mehr Chancen für den VfR, die jedoch wiederum allesamt am Torhüter der Lindlarer scheiterten. Schließlich gelang dem TuS in der 38. Minute die 1:0-Führung – nach einer Abseitsstellung des Torschützen, die der Schiedsrichter nicht erkannt haben will.

Zu Beginn der zweiten Hälfte machte Wipperfürth dann mehr Druck, wollte den Ausgleich. Dieser gelang dann auch in der 58. Minute durch Erald Harka mit einem Treffer ins lange Eck. Kurz darauf erregte dann erneut eine Entscheidung des Schiedsrichters die Gemüter, Benjamin Butter mit Gelb-Rot vom Platz zu schicken. Nur noch zu zehnt arbeitete Wipperfürth gegen den nun wieder leicht überlegenen Nachbarn an und schien das Remis auch bis zum Ende halten zu können – bis Lindlar kurz vor Abpfiff dann doch noch der Siegtreffer zum 2:1 gelang.

Hinsichtlich der mehr als offensichtlichen Fehlentscheidung des Schiedsrichters, der die Abseitsstellung beim Lindlarer Führungstreffer nicht beanstandet hat, für den VfR ein ärgerliches Ergebnis. Mit 26 Punkten und damit einem Punkt Abstand zu einem Abstiegsplatz stehen die Wipperfürther nun auf Platz 12 der Bezirksliga-Tabelle. Schon am Donnerstag (20 Uhr) gastiert der SV Weiden zu einem Nachholspiel auf den Ohler Wiesen – dann hoffentlich mit mehr Augenmaß beim Unparteiischen.

Geschäftsschließungen und Leerstände: Blutet die Innenstadt immer mehr aus?

Überzogene Mietvorstellungen, leerstehende Ladenlokale und verwahrloste Häuserfassaden – die Wipperfürther Innenstadt ist längst nicht mehr das, was man als florierendes Einkaufszentrum bezeichnen würde. Viel mehr ist sie ein Paradebeispiel für das, was ehemals blühende Mittelstädte abseits der Agglomerationsräume in den nächsten Jahrzehnten zu erwarten haben…

Steinbach, Silberstube, Backkönig, Spielzeugkiste, Maison Blanche – dies sind nur einige der Geschäfte in der Innenstadt, die in letzter Zeit aufgegeben haben oder in den kommenden Monaten schließen werden. Die Gründe für die Geschäftsaufgaben liegen dabei nur auffällig selten im persönlichen Bereich. Meist werden die oftmals völlig überzogenen Mietvorstellungen der Hauseigentümer sowie eine zu geringe Nachfrage als Problemstellungen angeführt. Da eine deutliche Mehrheit der Innenstadtläden mittlerweile eher den mittel- bis langfristigen Bedarf bedient, kommt es zudem zu geringeren Passantenfrequenzen und damit zu ausbleibenden Kundenströmen.

Insbesondere unter Ex-Bürgermeister Guido Forsting forcierte die Stadt über Jahre hinweg eine Neuansiedlung von Einzelhandelsbetrieben durch eine entsprechende Änderung von Bebauungsplänen. Ein fataler Fehler, wie sich nun schleichend herausstellt: Denn die Neuansiedlung von Discountern erfolgte nicht etwa im fußläufig erreichbaren Innenstadtgebiet, sondern ausschließlich in den Randgebieten. Die Folge: Viele potentielle Besucher der Innenstadt meiden nun das Zentrum, weil sie dort ohnehin keine Geschäfte des täglichen Bedarfs mehr zu erledigen haben – zumal das Parken und der Einkauf bei einem der mittlerweile zahlreich vorhandenen Discounter im Stadtgebiet sowieso schneller und preiswerter erscheint. Die Innenstadt verödet, immer mehr Geschäfte schließen. Zurück bleiben leere Schaufenster.

Wipperfürth ist nicht die einzige Stadt, die derartige Probleme plagen. Auf der gierigen Jagd nach neuen Einnahmequellen erlagen in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Mittelstädte der Versuchung, neues Bauland für Discounter und Fachmärkte fernab der Innenstädte bereitzustellen – mit dem Wissen, dass man mit dieser Entscheidung ein erhebliches Risiko für die Einzelhandelsstrukturen der Innenstadt eingeht. Der sogenannte „Trading-Down-Effekt“ beschreibt den Abstiegsprozess vieler ehemals pulsierender Einzelhandelszentren hin zu verödeten Anhäufungen von Leerständen, Spielhallen und Ein-Euro-Läden. Die sich daraus ergebende Unattraktivität bewirkt einen Imageverlust und setzt einen Kreislauf in Gang, der selbst mit gezielten Maßnahmen nur schwerlich gestoppt werden kann.

Doch auch die Hausbesitzer sorgen dafür, dass sich viele Einzelhändler vor einer Ansiedlung in der Innenstadt sträuben. Eine Neuvermietung von leerstehenden Ladenlokalen scheitert häufig an den Mietvorstellungen der Eigentümer, welche allzu oft fernab der Marktrealitäten zu verorten sind. Speziell in der Hochstraße erscheinen zudem zahlreiche Häuserfassaden komplett verwahrlost. Wie dort unlängst in einem nun abgerissenen Wohngebäude geschehen, sind notwendige Reparaturen teilweise über Jahre hinweg bewusst unterlassen worden. Dieses Vorgehen hat in der Regel das sowohl für Eigentümer als auch für Investoren gewinnbringende Ziel, die Gebäude abzureißen und durch moderne, dem historischen Ensemble der Innenstadt unangepasste Neubauten zu ersetzen. Auch hier hat es die Stadt jahrelang versäumt, ihre Möglichkeiten im Denkmalschutz auszuschöpfen.

Die Fehler der Vergangenheit sind nur schwierig zu beheben; ein ganzheitliches Einzelhandelskonzept, welches alle Akteure gleichermaßen einbezieht und in die Pflicht nimmt, fehlt. Solange sowohl die Stadt als auch die Hausbesitzer den Ernst der Lage nicht erkennen, wird die Wipperfürther Innenstadt so enden wie der hessische 25.000-Einwohner-Ort Pfungstadt: Auch dort sorgten Einzelhandelsstrukturen des täglichen Bedarfs außerhalb der Innenstadt und eine Ideenlosigkeit der Stadtobersten dafür, dass das Zentrum ausblutete. Nun ist der Stadtkern so gut wie tot. Spielhallen und Ein-Euro-Läden sind das Einzige, was den Pfungstädtern in ihrer einstmals recht ansehnlichen Innenstadt geblieben ist.

Unerwarteter Dreier in Wahlscheid

Eher überraschend konnte der VfR Wipperfürth im gestrigen Auswärtsspiel beim Wahlscheider SV drei Punkte erringen und steht damit im Abstiegskampf gar nicht mehr so schlecht da. Bester Mann auf dem Platz war einmal mehr Dennis Grolewski.

Eigentlich hatte man im Vorfeld der Begegnung gegen Wahlscheid nicht wirklich mit einem Punktgewinn gerechnet, zumal der Tabellensechste aus Lohmar in den vergangenen drei Partien als recht deutlicher Sieger vom Platz ging – zuletzt mit einem 1:4 in Frielingsdorf. Um so überraschender erschien daher die 0:2-Führung des VfR nach 65 Minuten durch zwei Treffer von Dennis Grolewski. Wahlscheid gab jedoch zu keiner Zeit auf und konnte noch den Anschluss zum 1:2 erzielen, bevor Adrian Grümer kurz vor Abpfiff den 1:3-Endstand herstellte.

Wipperfürth befindet sich nach acht erkämpften Punkten aus den letzten vier Spielen mit Platz 11 wieder in Reichweite des Tabellenmittelfelds, allerdings auch mit nur drei Punkten Abstand zu einem Abstiegsplatz. Es wartet also noch einiges an Arbeit auf die Scheider-Truppe, wenn sie das kommende Jahr des Vereinsjubiläums nicht in der Kreisliga begehen will. Am kommenden Sonntag (15 Uhr) ist der VfR zum Lokalderby beim Tabellenzweiten Lindlar zu Gast.

Punktgewinn gegen Favoriten aus Köln

Fast schon überraschend konnte der VfR Wipperfürth im Heimspiel gegen den SC West Köln noch einen Punkt ergattern. Nachdem die Scheider-Truppe nach knapp 20 Minuten mit 0:2 hinten lag, gelangen ihr mit viel Kampfeswillen noch die rettenden zwei Tore.

Wieder waren die beiden Neulinge der 1. Mannschaft, Marc Grundke und David Fronske, mit von der Partie. Ihnen und ihren Mitstreitern gelang es in der ersten Hälfte allerdings kaum, dem Gegner aus dem Kölner Westen spielerisch etwas entgegenzusetzen, so dass der VfR mit zwei Gegentoren rasch ins Hintertreffen geriet. Nur Schlussmann Tobias Kapellen, der wie so oft glänzend parierte, konnte Schlimmeres verhindern.

Nach dem Anschlusstor durch Adrian Grümer gegen Ende der ersten Hälfte kam Wipperfürth nach Wiederanpfiff deutlich besser ins Spiel, was vor allem am spielstarken Erald Harka lag. Diesem gelang schließlich nach Zuspiel von Benjamin Butter auch der Ausgleich zum 2:2. In der Schlussphase des Spiels kam Köln dann noch zu einigen guten Chancen, die von Kapellen jedoch sicher abgewehrt wurden.

Trainer Norbert Scheider kann also recht zufrieden sein mit dem Auftritt seiner Mannschaft, zumal der Punktgewinn für ein vorzeitiges Verlassen der Abstiegszone sorgt. Mit 22 Punkten rangiert der VfR nun auf Rang 13 der Bezirksliga-Tabelle und hat am Donnerstag (19.30 Uhr) im Nachholspiel gegen Tabellenschlusslicht Frielingsdorf auf den Ohler Wiesen die Chance, im Kampf gegen den Abstieg weiter Boden gut zu machen.

Sie können es doch noch: VfR schlägt RSV Urbach

Nach zuletzt sieben sieglosen Partien in Folge konnte der VfR Wipperfürth auf eigenem Platz doch mal wieder 3 Punkte absahnen. Vor allem Patrick Althoff sorgte dafür, dass man auf den Ohler Wiesen gegen den RSV Urbach Oberwasser behielt.

Gegen den RSV Urbach warf Trainer Norbert Scheider im Nachholspiel vom 14. Spieltag alles in die Waagschale: Mit Marc Grundke und David Fronske holte er gleich zwei Spieler aus der Reserve in die erste Mannschaft. Nach dem Führungstreffer von Dennis Grolewski durch einen Foulelfmeter in der ersten Halbzeit schloss Urbach nur eine Minute später mit dem 1:1 an, bevor Erald Harka ebenfalls wenige Augenblicke später das zweite Tor für den VfR machte.

In der zweiten Hälfte sorgte einmal mehr Patrick Althoff mit dem 3:1 für ein Durchatmen auf Wipperfürther Seite. Knapp 20 Minuten später gelang Urbach erneut der Anschlusstreffer, bevor Althoff kurz darauf mit dem 4:2 scheinbar den Deckel zumachte. Doch die Urbacher machten bis zum Schluss Druck und so fiel in der Nachspielzeit doch noch das Tor zum Endstand von 4:3 – für den RSV jedoch zu spät. So konnte der VfR Wipperfürth den Abstand zu einem Nichtabstiegsplatz auf einen Punkt verringern und hat am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen den SC West Köln (15 Uhr) die Chance, dem Tabellenkeller zu entsteigen.