Ohler Wiesen: Große Chance für die Stadtentwicklung

Die umfangreichen Arbeiten auf dem neuen Freizeitgelände Ohler Wiesen neigen sich dem Ende entgegen und schon jetzt kristallisiert sich heraus, dass das Projekt der Regionale 2010 wohl als eines der bedeutendsten und nachhaltigsten Vorhaben der letzten Jahrzehnte in die Wipperfürther Stadtgeschichte eingehen wird.

Langsam lässt sich erahnen, wie die zuletzt als große Baustelle daherkommenden Ohler Wiesen in naher Zukunft aussehen werden: Dominiert vom Kunstrasenplatz des VfR sowie der daran angrenzenden Basisstation des Wasserquintetts bietet das Areal viel Platz zum Spazieren und Verweilen. Zahlreiche Bänke wurden aufgestellt, Bäume gepflanzt und die Wupper durch neue Wegeverbindungen erlebbar gemacht. Auch entlang des großen Parkplatzes auf der anderen Seite der Wupper wurde der dortige Spazierweg erneuert; zukünftig sollen hier auch wieder Grillmöglichkeiten geschaffen werden. Der Spielplatz mit neuen Spielgeräten wird im Mai eröffnet, wenn das Wachstum des frisch ausgesäten Rasens abgeschlossen ist.

Hinter dem Bahndamm, dort wo früher die Jugendmannschaften des VfR auf Asche gekickt haben, wird das Gelände dagegen nun der Natur überlassen. Die Wupper soll sich dort das zurücknehmen, was ihr über lange Jahre hinweg Stück für Stück entzogen wurde: Retentionsflächen sollen dafür sorgen, dass sich der Fluss bei Hochwasser ungehindert in die Aue ausbreiten kann. Eine vielfältige und für eine Gewässeraue typische Fauna und Flora soll sich entwickeln und für die Bevölkerung unter anderem durch Aussichtspunkte erlebbar gemacht werden. Auch hier laufen zur Zeit noch die Arbeiten.

Was das Projekt im Rahmen des Strukturprogramms Regionale 2010 so besonders macht: Die Wupper war bisher sowohl räumlich als auch in der Wahrnehmung der Bevölkerung von der Stadt abgetrennt. Das Gewässerumfeld war besonders im Innenstadtbereich entweder unattraktiv oder schlecht zugänglich, was nicht zuletzt am hohen Verschmutzungsgrad des Flusses bis in die 80er Jahre hinein liegen dürfte. Im Laufe der 90er Jahre setzte dann ein schrittweises Umdenken ein, welches mit dem Wupperboulevard hinter der Alten Drahtzieherei zaghaft begann und sich nun in den Ohler Wiesen fortsetzt.

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