Stadt Wipperfürth will Ausstoß von Kohlendioxid drastisch reduzieren

Es ist ein Schritt in die richtige Richtung: Die Stadt Wipperfürth hat den Klimaschutz und die Energieeinsparung als bedeutende städtische Ziele in den nächsten Jahren erkannt und will mit einem integrierten Klimaschutzkonzept ihren CO2-Ausstoß deutlich senken.

Energieeinsparung war das vorrangige Thema bei der Auftaktveranstaltung zum Wipperfürther Klimaschutzkonzept in der Alten Drahtzieherei. „Klimatechnisch fit machen“ wolle man dadurch die Stadt in den nächsten Jahren, wie Bürgermeister Michael von Rekowski gegenüber den zahlreichen interessierten Besuchern ankündigte. Bereits in der Vergangenheit wurden – vor allem finanziert durch das Konjunkturpaket II – mehrere städtische Gebäude wie die Sporthalle des EvB-Gymnasiums energetisch saniert. In der Ohler Halle erfolgte zudem eine Optimierung der Wasserversorgung, der Beleuchtung sowie der Heizung, so dass der Energieverbrauch dort deutlich zurückging.

Doch nicht nur das Einsparen von Energie ist für einen aktiv vorangetriebenen Klimaschutz auf kommunaler Ebene von Bedeutung: Wie Helmut Hentschel, Klimaschutzmanager der Stadt Schmallenberg, im Rahmen der Veranstaltung betonte, sei für eine Stadt wie Wipperfürth auch der Ausbau von regenerativen Energien wichtig. Im bundesweiten Vergleich liege Wipperfürth bei deren Nutzung relativ weit hinten. Das Problem: Nur verhältnismäßig wenige Flächen im Stadtgebiet sind beispielsweise für Windkraftanlagen geeignet, so dass diese eher punktuell zum Einsatz kommen können. Andere Kommunen verfügen vor allem auf Grund einer günstigeren Topographie in dieser Hinsicht über erhebliche Vorteile. Auch die Nutzung von Sonnenenergie ist insbesondere durch eine relativ niedrige Sonnenscheindauer im Jahresdurchschnitt Einschränkungen unterworfen.

Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf das LED-System sowie die energieeinsparende Sanierung von öffentlichen Gebäuden kann und wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten also nur der Anfang sein. Mittelfristig hat sich jeder einzelne Bürger zu fragen, wie er selbst aktiv zum Klimaschutz beitragen kann und inwieweit er dazu bereit ist, für dieses Ziel Abstriche beim eigenen Lebenskomfort in Kauf zu nehmen. Die Koordinierungsgruppe der Stadt will sich in nächster Zeit mit diesem Thema beschäftigen und die Öffentlichkeit mit konkreten Vorschlägen einbeziehen.

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