Giovanni Bernardo neuer Trainer der DJK Wipperfeld

Wie die DJK Wipperfeld heute auf ihrer Facebook-Seite bekannt gab, wird Giovanni Bernardo zur kommenden Saison neuer Coach der 1. Seniorenmannschaft des Vereins und löst damit den bisherigen Trainer Ciprian Alexandru ab, der nach Dümmlinghausen-Bernberg wechselt.

Die DJK stellt für Giovanni Bernardo nicht die erste Trainerstation dar. Nach langen Jahren als Stürmer beim TuS Lindlar und dem VfR Wipperfürth spielte er zunächst beim Heiligenhauser SV, bevor er den Bezirksligisten SV Frielingsdorf coachte. Nachdem sein dortiges Engagement nicht gerade von Erfolg gekrönt war, wechselte Bernardo Ende Februar erneut nach Heiligenhaus – mit dem Vorhaben, dem zuvor aufgestiegenen Landesligisten als Spieler zum Klassenerhalt zu verhelfen.

Ab dem Sommer muss sich „Giova“ mit der DJK dagegen erst einmal im Mittelfeld der Kreisliga B zurechtfinden. Laut Manager Jan-Patrick Förster möchte man mit dem 34-Jährigen „langfristig etwas aufbauen“. Zur Zeit rangiert Wipperfeld unter Noch-Trainer Alexandru, der den Verein seit Winter 2012 trainiert, auf Platz 7 der Tabelle. Schon am Ostermontag (15 Uhr) muss die DJK zu einem Nachholspiel in Agathaberg ran.

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Schienenbus als Toilette benutzt

Seit Montag erinnert auf dem ehemaligen Bahngelände zwischen Penny-Markt und Neye ein alter Schienenbus an die Zeit, als Wipperfürth noch Bahnanschluss hatte. In naher Zukunft soll das Gefährt Raum für ein kleines Museum bieten. Doch zuvor musste der „rote Brummer“ bereits etwas banalere Bedürfnisse befriedigen…

Nach Informationen der „Bergischen Landeszeitung“ wurde der Schienenbus bereits wenige Tage nach seiner Aufstellung auf dem alten Bahngelände von Unbekannten als Toilette missbraucht. Demnach bestätigten sich schon jetzt die Befürchtungen, der Bus könne schnell dem Vandalismus zum Opfer fallen. Man sei gespannt, „wie lange es dauert, bis da die ersten Scheiben eingeschlagen werden bzw. besprüht wird“, hieß es aus der Bürgerschaft.

Zumindest um illegalen Sprühangriffen auf den Schienenbus zuvorzukommen, plant die Stadt eine koordinierte Aktion, mit der der ehemals im Volksmund wegen des lauten Fahrgeräuschs als „roter Brummer“ bezeichnete Bus mit professionellen Graffiti verschönert werden soll. Im Fahrzeug selbst wird es eine kleine Ausstellung geben, mit der die Bedeutung der nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gelände befindlichen Flüchtlingslager illustriert werden soll. Zudem ist die Aufstellung von Andreaskreuzen, Signalen und sonstigen Bahnzeichen rund um den Bus geplant, um an die vergangene Eisenbahnzeit zu erinnern.

Der „rote Brummer“ war noch bis in die 80er Jahre auf der Strecke zwischen Hückeswagen und Marienheide unterwegs. Erst danach wurden auf der Wippertalbahn wieder lokbespannte Züge eingesetzt. Ab diesem Zeitpunkt erfolgte dann auch das schleichende Ende der 118 Jahre andauernden Wipperfürther Bahn-Ära: 1982 wurde der Haltepunkt Egerpohl geschlossen, drei Jahre später kam es dann zur endgültigen Stilllegung zwischen Wipperfürth-Ost und Marienheide. Nachdem bekannt wurde, dass ein Verein die Strecke für eine Museumseisenbahn nutzen wollte, wurden die Gleise in diesem Abschnitt eilig abgebaut. Ende 1995 befuhr der letzte Zug die Strecke von Hückeswagen nach Wipperfürth.

Ohler Wiesen: Große Chance für die Stadtentwicklung

Die umfangreichen Arbeiten auf dem neuen Freizeitgelände Ohler Wiesen neigen sich dem Ende entgegen und schon jetzt kristallisiert sich heraus, dass das Projekt der Regionale 2010 wohl als eines der bedeutendsten und nachhaltigsten Vorhaben der letzten Jahrzehnte in die Wipperfürther Stadtgeschichte eingehen wird.

Langsam lässt sich erahnen, wie die zuletzt als große Baustelle daherkommenden Ohler Wiesen in naher Zukunft aussehen werden: Dominiert vom Kunstrasenplatz des VfR sowie der daran angrenzenden Basisstation des Wasserquintetts bietet das Areal viel Platz zum Spazieren und Verweilen. Zahlreiche Bänke wurden aufgestellt, Bäume gepflanzt und die Wupper durch neue Wegeverbindungen erlebbar gemacht. Auch entlang des großen Parkplatzes auf der anderen Seite der Wupper wurde der dortige Spazierweg erneuert; zukünftig sollen hier auch wieder Grillmöglichkeiten geschaffen werden. Der Spielplatz mit neuen Spielgeräten wird im Mai eröffnet, wenn das Wachstum des frisch ausgesäten Rasens abgeschlossen ist.

Hinter dem Bahndamm, dort wo früher die Jugendmannschaften des VfR auf Asche gekickt haben, wird das Gelände dagegen nun der Natur überlassen. Die Wupper soll sich dort das zurücknehmen, was ihr über lange Jahre hinweg Stück für Stück entzogen wurde: Retentionsflächen sollen dafür sorgen, dass sich der Fluss bei Hochwasser ungehindert in die Aue ausbreiten kann. Eine vielfältige und für eine Gewässeraue typische Fauna und Flora soll sich entwickeln und für die Bevölkerung unter anderem durch Aussichtspunkte erlebbar gemacht werden. Auch hier laufen zur Zeit noch die Arbeiten.

Was das Projekt im Rahmen des Strukturprogramms Regionale 2010 so besonders macht: Die Wupper war bisher sowohl räumlich als auch in der Wahrnehmung der Bevölkerung von der Stadt abgetrennt. Das Gewässerumfeld war besonders im Innenstadtbereich entweder unattraktiv oder schlecht zugänglich, was nicht zuletzt am hohen Verschmutzungsgrad des Flusses bis in die 80er Jahre hinein liegen dürfte. Im Laufe der 90er Jahre setzte dann ein schrittweises Umdenken ein, welches mit dem Wupperboulevard hinter der Alten Drahtzieherei zaghaft begann und sich nun in den Ohler Wiesen fortsetzt.

VfR nach Remis mitten im Abstiegskampf

Nach einem 0:0 gegen DSK Köln im heutigen Auswärtsspiel steckt der VfR Wipperfürth mitten im Abstiegskampf. Immerhin konnte der Bezirksligist nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge zumindest mal wieder einen Punkt ergattern.

Nach den Vorstellungen von Trainer Norbert Scheider liegen seine Schützlinge nach dem heutigen Remis voll im Plan: Im Hinblick auf den 4:0-Sieg von DSK gegen Frielingsdorf am vergangenen Wochenende wollte man heute wenigstens einen Punkt aus Köln mitnehmen, damit man mit einem Sieg in den anstehenden Nachholspielen an DSK vorbeiziehen kann. Derzeit rangiert der VfR nach 17 Spielen mit mageren 18 Punkten auf Platz 14 der Tabelle und damit auf einem Abstiegsplatz.

Die kommenden Wochen bieten für den VfR in jedem Fall volles Programm. Über die Ostertage warten gleich zwei Nachholspiele auf den Bezirksligisten: An Gründonnerstag reist die Scheider-Truppe zum SSV Homburg-Nümbrecht, Ostermontag (15 Uhr) ist dann der RSV Urbach auf den Ohler Wiesen zu Gast. Außerdem sind zu Hause zwei Nachholspiele gegen den SV Frielingsdorf (11. April) und den SV Weiden (25. April) zu bestreiten.

Stadt Wipperfürth will Ausstoß von Kohlendioxid drastisch reduzieren

Es ist ein Schritt in die richtige Richtung: Die Stadt Wipperfürth hat den Klimaschutz und die Energieeinsparung als bedeutende städtische Ziele in den nächsten Jahren erkannt und will mit einem integrierten Klimaschutzkonzept ihren CO2-Ausstoß deutlich senken.

Energieeinsparung war das vorrangige Thema bei der Auftaktveranstaltung zum Wipperfürther Klimaschutzkonzept in der Alten Drahtzieherei. „Klimatechnisch fit machen“ wolle man dadurch die Stadt in den nächsten Jahren, wie Bürgermeister Michael von Rekowski gegenüber den zahlreichen interessierten Besuchern ankündigte. Bereits in der Vergangenheit wurden – vor allem finanziert durch das Konjunkturpaket II – mehrere städtische Gebäude wie die Sporthalle des EvB-Gymnasiums energetisch saniert. In der Ohler Halle erfolgte zudem eine Optimierung der Wasserversorgung, der Beleuchtung sowie der Heizung, so dass der Energieverbrauch dort deutlich zurückging.

Doch nicht nur das Einsparen von Energie ist für einen aktiv vorangetriebenen Klimaschutz auf kommunaler Ebene von Bedeutung: Wie Helmut Hentschel, Klimaschutzmanager der Stadt Schmallenberg, im Rahmen der Veranstaltung betonte, sei für eine Stadt wie Wipperfürth auch der Ausbau von regenerativen Energien wichtig. Im bundesweiten Vergleich liege Wipperfürth bei deren Nutzung relativ weit hinten. Das Problem: Nur verhältnismäßig wenige Flächen im Stadtgebiet sind beispielsweise für Windkraftanlagen geeignet, so dass diese eher punktuell zum Einsatz kommen können. Andere Kommunen verfügen vor allem auf Grund einer günstigeren Topographie in dieser Hinsicht über erhebliche Vorteile. Auch die Nutzung von Sonnenenergie ist insbesondere durch eine relativ niedrige Sonnenscheindauer im Jahresdurchschnitt Einschränkungen unterworfen.

Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf das LED-System sowie die energieeinsparende Sanierung von öffentlichen Gebäuden kann und wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten also nur der Anfang sein. Mittelfristig hat sich jeder einzelne Bürger zu fragen, wie er selbst aktiv zum Klimaschutz beitragen kann und inwieweit er dazu bereit ist, für dieses Ziel Abstriche beim eigenen Lebenskomfort in Kauf zu nehmen. Die Koordinierungsgruppe der Stadt will sich in nächster Zeit mit diesem Thema beschäftigen und die Öffentlichkeit mit konkreten Vorschlägen einbeziehen.